Boulevard-Journalisten sollen Handys von Stars abgehört haben

riegler, 9. Juli 2009, 15:28
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    Britische Boulevard-Zeitungen in Handy-Hacker-Skandal verwickelt

Britische Murdoch-Medien wendeten mit Millionenzahlung Klagen ab, laut Guardian

Mehrere Journalisten der britischen Boulevard-Zeitungen News of World und Sun von Rupert Murdochs News Corp sollen die Handys von Prominenten angezapft haben. Wie der Guardian nun erfahren haben will, soll News Corp den Geschädigten angeblich "Schweigegeld" in Höhe von umgerechnet 1,2 Millionen Euro gezahlt haben. Zu den Opfern zählen demnach unter anderem die Schauspielerin Gwyneth Paltrow, der Sänger George Michael, das Model Elle Macpherson und Ex-Vizepremier John Prescott.

Ein Fall öffentlich

Bereits im Jänner 2007 war bekannt geworden, dass ein News of the World-Reporter mit Hilfe eines privaten Ermittlers die Handys der Königsfamilie und von Politikern ausspioniert hatte. Aufgrund des unbefugten Abfragens von etwa 600 Nachrichten erfuhr er zum Beispiel, dass Prinz William wegen Knieproblemen einen Arzt aufgesucht hatte. Der Journalist wurde zwar zur Gefängnisstrafe verurteilt, offenbar war es jedoch nicht wie von News Corp bislang dargestellt ein Einzelfall.

Zahlungen

Auch andere Reporter sollen demnach Detektive angeheuert haben, um Zugriff auf die Handys prominenter Personen zu erhalten. Daneben sollen sie sich auch Einblick auf andere private Details wie Steuerbescheide, Kontoauszüge und Sozialversicherung verschafft haben. Betroffen seien neben Politikern auch Schauspielern und Sportler. News Corp soll sich daraufhin in drei Fällen das Schweigen der Betroffenen erkauft haben. Besonders brisant sei, dass zahlreiche Journalisten bei News of the World unter dem früheren Redakteur Andy Coulson gearbeitet hätten. Coulson ist mittlerweile Sprecher der Conservative Party.

Polizeiliche Ermittlungen

Die Informationen habe der Guardian von Mitarbeitern der Londoner Polizei erhalten, die diese Informationen seit Beginn der Ermittlungen zurückhalten soll. Die Zeitung erwartet weitere hunderte Klagen in dem Fall. (red/APA)

2$t0n3D
00
10.7.2009, 10:54

wir werden ja auch alle überwacht warum dann auch nicht die prominenten.

schweinebucht
00
Haben sie was zu verbergen?

Die technik ist bekannt, die geräte verfügbar und privatsphäre für prominente unbekannt.
Wer überwacht die politiker?

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