Während der Papa Staats- und Regierungschefs trifft, macht seine Tochter auf ihre Art Werbung für internationale Abrüstung
Die älteste Tochter von Präsident Barack Obama, Malia, macht sich zur Projektionsfläche politischer Botschaften. Bei ihrem Besuch in einem Eis-Salon am Mittwoch in Rom trug die 11-Jährige ein weiß-graues T-Shirt mit dem Symbol der CND (Campaign for Nuclear Disarmament) - dem Peace-Zeichen.
Das Sybol wurde 1958 vom britischen Designer Gerald Holtom für den Aldermaston Marsch entworfen. Damals marschierten Atomwaffengegner vier Tage lang von London zur Atomwaffen-Anlage in Adermaston im Südosten von England, um gegen die Verbreitung von Nuklear-Waffen zu demonstrieren.
Später würde das Zeichen zum Symbol der Hippie-Bewegung und fand Eingang in die Populärkultur: Es ziert Becher, T-Shirts, Soldaten-Helme.
Bei all der Beobachtung unter der die Familie Obama steht, ist es kaum wahrscheinlich, dass Malia zufällig zu diesem T-Shirt griff. Obama selbst dürfte auch nicht überrascht sein. In einem öffentlichen Brief an seine beiden Töchter brachte er vergangenes Jahr seine Hoffung zum Ausdruck, dass die beiden die Familien-Tradition, sich für etwas einzusetzen, weiterführen. "Erst wenn man sich an etwas anschließt, das größer ist als man selbst, kann man sein wahres Potential einbringen", schrieb Obama darin.
Ein Sprecher der CND spekuliert über weltpolitische Hintergründe: "Vielleicht war Malia die treibende Kraft hinter dem Vorhaben der Regierung, einen neuen Abrüstungsvertrag voran zu treiben? Wir werden ihr sofort ein 'I'd rather grow up than blow up' T-Shirt schicken." (red)