Bürgermeister von L'Aquila

Bittet Wien um Unterstützung

8. Juli 2009, 17:44
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    foto: ap

    Als Gouverneurin der Abruzzen beliebt: Margarethe von Österreich.

Hätte der Regierung in Wien ein besonderes Objekt zur Restaurierung anzubieten: Die 1575 errichtete Residenz der Margerethe von Österreich

L'Aquila - Auf seiner Suche nach Sponsoren für die Restaurierung einzelner Kunstdenkmäler wendet sich der Bürgermeister Massimo Cialente an Österreich: „Der Regierung in Wien hätten wir ein besonderes Objekt anzubieten: die 1575 errichtete Residenz der Margarethe von Österreich."

Die Tochter Kaiser Karls V. und Gemahlin des Herzogs von Parma, Octavio Farnese, wirkte als Gouverneurin von L'Aquila. Margarethe war als 14-Jährige mit Alessandro de Medici verheiratet worden und hatte nach seiner frühen Ermordung dessen Güter in den Abruzzen geerbt. Ab 1572 regierte sie als beliebte Gouverneurin der Region, wo sie zahlreiche Bauten errichten ließ. 1586 starb sie.

Cialente würdigt die Österreicherin als „aufgeklärte und tüchtige Herrscherin, die unserer Stadt eine Blütezeit bescherte. Mit der Beteiligung an der Restaurierung ihres Palastes könnte Österreich nicht nur unserer Stadt helfen, sondern auch das Andenken an eine große Mitbürgerin ehren", so Cialente zum Standard. (mu, DER STANDARD, Printausgabe, 9.7.2009)

Kommentar posten
16 Postings
Jassi Ha
20
?

Wir haben selbst viel zu tun

Sun Ray1
01
Gerade in der Krise

wäre eine solche Geste Österreichs, eine Patenschaft für dieses Gebäude zu übernehmen und es wieder aufzubauen, lobenswert. Auch eine Städtepartnerschaft wäre vielleicht eine gute Idee. Könnte ja eine Österreichische Firma mit lokalem Personal sein, die das renoviert.
Bitte denkt aber auch an unsere eigenen Denkmäler und "Hackler"!

hallo999
20
frechheit so was zu fordern

verbraten zig millionen wegen dem g8 gipfel in der region anstatt es für den aufbau bereit zu stellen und wir sollen geld senden.

c42
10

Sie kennen wohl den Unterschied zwischen "fordern" und "bitten" nicht?

c42
00
10.7.2009, 00:12

Und außerdem: Wenn man den Artikel aufmerksam liest, kann man feststellen, dass die Bitte um Unterstützung bei der Restaurierung vom Bürgermeister der Stadt gekommen ist, also einem Repräsentanten der direkt von der Erdbebenkatastrophe Betroffenen, und nicht vom Veranstalter dieser Farce von einem G8-Gipfel, also Onkel Silvios Regierung. Den Unterschied und dessen Bedeutung zu erfassen, setzt halt auch eine gewisse Fähigkeit zu differenziertem Denken voraus.

re-aktionär
02
Vorsicht...

Bei uns muss es nur regnen... da brauchts kein Erdbeben um ein Kunstwerk zu gefährden!

Festnetzwiederanmelder
00
Ganz genau!

:))))

==McMurphy==
11
in vollem bewußtsein

des kulturellen stellenwertes dieser stadt:

zuerst die menschen.

wenn eine patenschaft, dann eine für die menschen, die seit drei monaten "campingurlaub" machen!

noch dazu den g8 gipfel dort abzuhalten.....

dieser ungustiöse alternde mann (eh schon wissen) ist eine beleidigung dessen, was sich europa nennt.

alleine die geste des bürgermeisters l`aquilas hilfe bei den österreichern zu suchen, sollte (könnte - müßte) diesem wiedergewählten zu denken geben.

c42
00

Noch schöner wäre beides: Hilfe für die Menschen UND Erhaltung ihreres kulturellen Erbes. Abgesehen davon denke ich, dass die Katastrophenopfer von einer solchen Aktion durchaus profitieren können, da so ihr Schicksal wieder ins Gedächtnis der Weltöffentlichkeit gerufen wird und sie vielleicht nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

c42
01

Aja, und nicht zu vergessen ist die Arbeitsbeschaffung, denn so ein historisches Gebäude restauriert sich nicht von selbst - da brauchts nicht zuletzt auch "Hackler".

one coin, two sides
33
Sehr gute Idee der Völkerverständigung

Ich halte das für eine sehr gute Idee, welche bedacht werden sollte. Man muss aber dafür Sorge tragen, dass nicht Mafia oder dieser eigenartige Regierungschef davon profitieren, sondern wirklich die geplagten Bürger der Region.
Wie wär es mit einer Städtepartnerschaft.

lellolo
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genug mit dieser Mafia. Habt ihr nur das im kopf?

NONE
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Die Mafia war ein Teil des Postings - hast du den Rest ignoriert? Vielleicht hast ja nur du die Mafia im Kopf, den in seinem Posting steht noch anderes drinnen.

lellolo
10

ihr denkt nur an die mafia wenn um Italien geht! Es ist absurd

Der Cygeuner
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Leider ...

... ist's so von ganz unten (il conto con lo sconto) bei der tagtäglichen Steuerhinterziehung an der Bar bis ganz oben (Berlusconi, dell'Utri, Previti ...) - und natürlich ganz besonders bei Staatsaufträgen.

Drum kommt der Gedanke an die Mafia viel zu oft und leider nicht immer zu Unrecht. Purtroppo ...

c42
10

Hehe, der Satz ist eindeutig zweideutig zu lesen:
1. "Nur wenn es um Italien geht, denkt ihr an die Mafia"
2. "Wenn es um Italien geht, denkt ihr nur an die Mafia".

Mir gefällt erstere Interpretation fast besser. ;-)

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