Kommunikationskiller Klimaanlage

glu, 12. Juli 2009, 17:00
  • Artikelbild
    montage: derstandard.at

    Vrone hat die Fahrradglocke demontiert und kommuniziert jetzt mit Huptönen.

Auf den ersten Blick haben Klimaanlagen mit Fahrrädern nichts zu tun – aber wirklich nur auf den ersten Blick

Natürlich: Früher war alles besser - auch das Fahrrad fahren. Eh logisch. Gab es ja früher auch keine Klimaanlagen - weder in den Wohnungen, ausschlaggebender aber: schon gar nicht in den Autos. Seit der Revolution der gekühltrockneten Luft bleiben die Autoscheiben zu, damit im Sommer die heiße, stickige Luft nicht ins frische Auto kommt. Noch vor ein paar Jahren lehnten Ellenbogen bis hin zu ganzen Menschen aus dem Fenster. Ich selbst hing ja gern ab der Hüfte aus der Beifahrertür, wenn ich mit jemandem mitfahren musste, formte mit den Händen eine Pistole und schrie in Abständen von 20 Sekunden: "Miami Vice - bleiben Sie sofort stehen!"

Das unterband zwar die Kommunikation mit der Fahrerin oder dem Fahrer - was mir eh sehr recht war -, förderte aber die Plauderei mit anderen Verkehrsteilnehmern. Bevor Klimaanlagen Standard wurden, redeten sogar die Autofahrer untereinander. Mit eindeutigen Gesten und kurzen, knackigen, aber leicht verständlichen Sätzen wies man anderen Verkehrsteilnehmern den Luftweg über Wohngebäude oder schickte Unbekannte, ohne deren Darmtätigkeit zu kennen, zur Entleerung.

Psychologen kamen drauf, dass Autos auf den Lenker wie Rüstungen wirken - Autofahrer führen sich auf, wie sie es nie tun würden, wenn sie jemandem unbewaffnet gegenüber stünden - daher die Schimpftiraden. Die Kommunikation wurde eintöniger. Huptöniger.

Verschlossene Autos sind auch der Grund, warum sich Vrone eine Hupe auf ihr Fahrrad montiert. Die Glocke hört man durch die fest verschlossenen Autos anscheinend nicht durch. Im proletoidesten Fall hört man außerhalb des Autos noch den Bass zur Itzn-Itzn-Musik - da kommst mit "klingeling" sowieso nicht durch. Aber die Normal-laut-Radio-Hör-Auto-Fahrer reagieren auf Vrones Hupe.

Umso erstaunter war sie, als sie unlängst von einem Autofahrer angesprochen wurde, den sie an der vorangegangen Kreuzung zugegebenermaßen geschnitten hat. Der Mann ließ das Fenster seiner Limousine elektrisch in die Tür fahren, blickte der Vrone in die dunklen, großen Augen und holte Luft, um zu sprechen. Vrone war schon gespannt, was dem gut gekleideten Herrn wohl für Worte der Lebensweisheit entfahren werden, zog den Kopf sicherheitshalber schon ein wenig zwischen die Schultern, so dass nur mehr der Fahrradhelm rausschaute, und der Mann sprach: "Sie sind sehr leichtsinnig, junge Dame!" Er schloss das Fenster und fuhr davon.

Das andere Mal sprach ein Mann in Uniform mit ihr. Er sah ihr dabei zu, wie sie bei Rotlicht über eine Kreuzung fuhr - wie sie es an dieser Kreuzung immer macht, wie sie sagt. Der Uniformierte hielt seinen Dienstwagen neben ihr an, öffnete das Fenster und fragte, ob sie nie bei roten Ampeln stehen bleiben würde. Sie antwortete, dass sie doch, doch, manchmal auch an roten Ampeln halten würde. Der Mann im Dienstauto empfahl ihr, diese Frequenz deutlich zu steigern, schloss das Fenster und fuhr weiter.

Klimaanlagen sind schuld, dass die Verkehrsteilnehmer heute weniger miteinander reden. Aber vermutlich sind es auch die Klimaanlagen, die daran schuld sind, dass Autofahrer freundlicher mit Radfahrern reden, weil die Rüstung extra aufgeschlossen werden muss. Und wenn Sie diese Erfahrung nicht teilen können, dann schauen sie vielleicht anders aus als die Vrone. (Guido Gluschitsch)

  • Allrad-Antrieb mit Puls-Gasgriff [30]

    TitelbildYamaha baut nicht nur Musikinstrumente und Motorräder, sondern auch seit Jahren Fahrräder. Die Studie "PAS er" rollt auf 20 Zöllern in die Zukunft

  • Wer fährt grad mein Fahrrad? [81]

    TitelbildWir kaufen ultraleichte Fahrräder und legen sie in superschwere Ketten, nur damit sie dort bleiben, wo sie sind. Patschert oder notwendig?

  • Einmal quer durch Australien [4]

    TitelbildVier Vorarlberger radeln mit dem Handbike einmal quer durch Australien und wollen dabei einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen

  • Gript es ja gar nicht [28]

    TitelbildWährend genagelte Schuhe out sind wie der heimische Fußball, sind Spikes auf Bikes ein griffiger Grund auch im Winter zu fahren

  • Ein Unikat am Fahrrad [27]

    TitelbildDer Wuf machte vor, was heute alltäglich ist. Am Fahrrad wie ein Faschingspopperl ausschauen. Nur beim Wuf war es cool und klass

  • Fortschritt statt Rücktritt [29]

    TitelbildOma hat noch geschoben, heute wird geschalten. Ritzel, Zahnräder, Ketten. "Nicolai" arbeitet mit Planeten, "Shimano" schaltet elektrisch

  • Ein Hut ist schöner als ein Helm [17]

    TitelbildFahrradhelme sind nicht schön. Hüte hingegen haben etwas Besonderes. Ein dänischer Hersteller kombiniert nun Flair und Sicherheit

  • Radlweg zum Mitnehmen [99]

    TitelbildEigentlich unvorstellbar, bis man den ersten "Prototyp" - ein Radweg-Werfer, der grüne Lichtstreifen auf die Straße malt - gesehen hat: hier ist er

  • Die Revolution des Gepäcktransports [42]

    TitelbildFrüher war es nicht einfach, Gegenstände am Fahrrad zu transportieren. Jetzt gibt es eine neue Gepäckkiste, die eigentlich was für meine Oma wäre

  • Fahrrad und Hund: Dem Dackel einen Korb geben [39]

    TitelbildEs gibt eine große Auswahl an Behelfen, um den Hund mit dem Fahrrad mitnehmen zu können

  • Wimmerl für die Lichtmasten [33]

    TitelbildAnthony Lau hat einen Radständer entworfen, der in Städten den Mangel an Abstellplätzen ausgleichen kann und gewann damit schon einige Preise

  • Kein Start ohne Doping [29]

    TitelbildDa haben sich die zwei Rad-Chaoten was getraut: Veranstalten ein Radrennen und lassen nur gedopte Fahrer an den Start

  • Das faltbare E-Radl für den Winter [81]

    TitelbildDicke Reifen, sagt Lukas, machen sein Business-Bike zum idealen Winter-Fahrrad. Und dass er nicht ins Schwitzen kommt, weil er nicht treten muss

  • Radlfahren gegen das Kohlendioxid [23]

    TitelbildZum dritten Mal findet im Juli in der Steiermark das 24-Stunden-Radrennen für den Klimaschutz statt

  • PUYL - Die Lichtpumpe [66]

    TitelbildMit einer Pumpe, die sich selbst den Strom für das integrierte LED-Birndl erzeugt, gewann Kai Malte Röver einen Eurobike Award 2009

  • Fahrradhelmproblem [206]

    TitelbildDie einen würden sich eine Helmpflicht für Radfahrer wünschen, die anderen verwünschen den Radlhelm. Und früher kamen wir ganz ohne Helm aus.

  • Wenn es draußen zu kalt wird [63]

    TitelbildFranz, Detlef und René haben sich schon winterfit gemacht. Mit durchaus ungewöhnlichen Ansätzen.

  • Sonnenuntergang am Pannonia-Ring [13]

    TitelbildIn Ungarn bereitet sich die Sonne auf ihren Untergang vor. Aber nicht nur die Sonne. 57 harte Frauen und Männer tun es ihr gleich - Ansichtssache

  • Radlständer können sexy sein [34]

    TitelbildRadlständer sind wie lange Unterhosen. Aber nicht alle. Es gibt Ausnahmen, etwa vom Hersteller Massload aus Taiwan

  • Die Scheibe ist eine Welt [124]

    TitelbildHydraulische Bremsscheiben sind im Sportbereich schon ein Must geworden. Aber bringen die auch etwas oder bremsen sie nur?

  • Klapprad für Tretfaule [31]

    TitelbildEs wäre den Machern sicher recht, wenn das YikeBike unsere Bewegung revolutioniert

  • Alternativenergie Drehstrom [78]

    TitelbildIn der Radnabe kann man einfach Strom erzeugen. Das ist zwar nicht ganz billig, hat aber einige entscheidende Vorteile

  • Affenartige Lichtspiele [44]

    TitelbildJetzt geht es rund, sagt sich MonkeyLectric in Berkeley, Kalifornien, und montiert uns LED-Leuchten auf die Fahrrad-Speichen

  • Rad-Rennen: Ein Blick in den Rennkalender [24]

    TitelbildEin Blick in den Rennkalender kann konservativen Rennradlern vor lauter Kopfschütteln ein Schleudertrauma einbringen. Wettkämpfe von Rodelbahn bis Rennstrecke

  • Der Forkless-Cruiser [29]

    TitelbildDer Finne Olli Erkkilä hat ein Fahrrad ohne Gabel gebaut – aber er fährt nicht damit. Warum, erzählte er in einem Gespräch mit derStandard.at

  • Guter Ständer, böser Ständer [56]

    TitelbildIn Wien gibt es an fast jeder Ecke einen Radständer – vom Felgenmörder über den "Wiener Bügel" bis hin zum Luxusständer, der einen gewaltigen Nachteil hat

  • Kunst für die Straße [52]

    TitelbildEin Studio in Brooklyn hat da eine Idee, wie das Leben bunter wird: weiße, grüne, blaue Striche bis hin zu blutroten Flecken

  • Territorialprobleme [84]

    TitelbildWas passiert, wenn sich Radfahrer und Fußgänger einen Rad-/Gehweg teilen müssen? Sozialporno in Simmering

  • Ein Bobo fährt Karbon [167]

    TitelbildJürgen, 37 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, lebt in Wien, leitet zwei Firmen, hat ein protziges Auto und ein Karbon-Fahrrad - Interview

  • Dafür werde ich in der Hölle schmoren [109]

    TitelbildKarl Fluch fährt täglich mit dem Fahrrad in die Arbeit und geht zu Fuß aufs Klo

  • Ergonomischer Diebstahlschutz [87]

    TitelbildUm sein Fahrrad vor einem Diebstahl zu schützen, gibt es wenige ausgereifte Möglichkeiten

  • Frühjahrs-Check am Bike [53]

    TitelbildSchauen, ob noch beide Räder drauf sind und ob der Sattel in die korrekte Richtung steht, ist zu wenig

  • Kraftwerk Haxerl [27]

    TitelbildEin amerikanischer Fahrradhersteller hat das Tool, mit dem Sie Ihr Mobiltelefon quasi aus den Beinen aufladen können

  • Faszinierend elektrisierend [36]

    TitelbildRad fahren ist super. Motorrad fahren ist auch nicht schlecht. Die elektrisierende Mischung aus beidem ist atemberaubend

  • Von New York zur Golden Gate Bridge [42]

    TitelbildMartin Tscherner durchquert in 54 Tagen die USA. Euphorie und Verzweiflung auf 6588 Kilometern

  • Interview: Dauernd am Limit [26]

    TitelbildAndreas Federsel transportiert Kunst. Und er ist ein Künstler im schnellen bergab Transportieren von Downhill-Race-Bikes

  • So treten Insulaner [30]

    TitelbildAuf der Donauinsel fallen radelnde Männer durch ihre nackten Oberkörper auf – Frauen nicht

  • Die Key-Accounter-Kutsche [83]

    TitelbildFahrräder mit elektrischer Tretunterstützung gehen gerade weg wie warme Semmeln. Aber gehen sie auch gut, oder sind sie Brot von gestern?

  • Das Formel 1 Fahrrad [85]

    TitelbildBERU f1systems ist eine der Zulieferfirmen, ohne die kein Formel 1-Wagen auskommt. Jetzt bauen sie auch ein Fahrrad

  • Drink and drive [13]

    TitelbildPaul Kweton designte einen feschen Cup-Holder für den Fahrrad-Lenker

  • Treten wie ein Italiener [13]

    TitelbildEin kleines Panoptikum über männliche Radfahrer in einer norditalienischen Stadt

  • Kommunikationskiller Klimaanlage [70]

  • Entlang der Mur [7]

    TitelbildDer Murradweg führt über 365 Kilometer vom Lungau bis nach Bad Radkersburg – natürlich vorwiegend bergab

  • Wie auf Schienen [17]

    TitelbildIm Blaufränkischland im Burgenland sind Fahrrad-Draisinen so alltäglich wie Weinberg-Traktoren

  • Die ehemaligen Fahrradproduzenten [7]

    TitelbildWas haben Opel, Puch, Sunbeam, BSA, Dodge, Triumph und Daimler gemeinsam? Eine Fahrradproduktion.

  • Sex am Radständer [17]

    TitelbildJa doch, die Geschichte hält, was der Titel verspricht – und Ursula Stenzel kommt auch vor

  • Romantikstrampeln mit dem Tandem [18]

    TitelbildMit dem Tandem ist man schneller als mit dem Moped; wenn man im Training ist. Aber romantisch ist was anderes

  • Einschlägige Rad-Einschlags-Vermeidung [9]

    TitelbildDie bestehende Straßenverkehrsordnung ist mit Schuld an vielen Fahrradunfällen, sagt das Kuratorium für Verkehrssicherheit

  • Die Miniradl-Romanze [27]

    TitelbildAm Wochenende fuhr Guido Gluschitsch zufällig ein altes Klapprad. Da kamen Erinnerungen hoch.

  • Sicher abgestellt [30]

    TitelbildEin Heilmittel gegen Fahrrad-Diebstähle sieht das Kuratorium für Verkehrssicherheit in Fahrrad-Garagen

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 70
1 2
B E Teesside
03
14.7.2009, 14:21
infrarotreflekterende scheiben und

kunststoffe die sich nicht so stark aufheizen (vor allem das meist schwarze armaturenbrett) wären eine echte innovation im automobilbau. (bmw bietet infrarotreflektierende rundumverglasung um läppische € 2.000 an). aber echte innovationen interessieren die autoindustrie nicht solange man metalliclack und 17" felgen als aufpreispflichtige extras unterjubeln kann. und dann um verschrottungsprämie und staatskredite betteln.....

nonixnarretz
00
14.7.2009, 09:40

das aufschliessen der ruestung ist der eine teil, dass die a/c den menschen ein wenig entspannter in der ruestung werden laesst ist wohl der andere, womoeglich sogar wichtigere.

aber wo klimamanlagen mit dem radfahren noch viel mehr zu tun haben: wenn man am auslass der klima vorbeiradelt, und mal eben einen stoss 40grad heisser 100% feuchter luft um die wadlen geblasen bekommt.

IncontinentIceweasel
00
17.7.2009, 11:32
Die heißere Luft ist trockener.

Relativ auf jeden Fall, Absolut wahrscheinlich gleich. Die gekühlte Luft ist relativ sicher feuchter. Absolut hat sie weniger Wasser, das tropft bei den gekühlten Autos auf die Straße.

Iliphar
00
13.7.2009, 15:04

jo, und was sagt mir jetzt der Artikel?
Das die Kombination hübsches Mädel u. Klimaanlage das Benehmen von Autofahrern verbessert?

Die Grinsekatze hinterm Fliederbusch
15
13.7.2009, 14:12
Gluschitsch

ich würd gern mehr von Ihnen lesen. Da Ihren Berichten durchwegs die - im Standrad sonst viel zu präsenten - Manierismen fehlen, lesen sich diese Ihre Berichte immer herrlich leicht und gut verständlich. Also bitte mehr davon !

Mark Syl
64
13.7.2009, 11:25
hm

völlig sinnloser unlustiger bericht. froh muss man sein, wenn man dank klimaanlage nicht mehr leiden muss. alles wird besser und lockerer, weil man nicht so fertig ist wgen der grauenvollen hitze im sommer

hast1
00
13.7.2009, 19:51

blöd wirds nur, wenn man doch einmal zum aussteigen gezwungen wird.

Parkschwein
01
13.7.2009, 15:48

ja das leben ist schei**e, was?

schmeiser
00
13.7.2009, 12:33

hm

knievel
01
13.7.2009, 10:58
lol

"Mit eindeutigen Gesten und kurzen, knackigen, aber leicht verständlichen Sätzen..."

was meint er da, mittelfinger und 'bist deppat?' :-)

#48
 
00
13.7.2009, 17:32

"Hau die über'd Heisa!"

bluebeard's 8th wife.
00
13.7.2009, 13:56

"hau de iba d'häusa!"

MisterK
 
02
13.7.2009, 12:50
er meint...

...geh sch**ßn... :D
Weil nur das fordert unabhängig von der Darmtätigkeit zu Entleerung desselbigen auf.

match box
00
13.7.2009, 11:43
Nach den nächsten Worten

hätt ich eher auf

"hau di über'd Heiser" und "geh sch..."

getippt.

anna b
105
13.7.2009, 07:44

passt zwar nicht ganz, aber was ich in dem zusammenhang nie verstehe: was haben eigentlich alle dagegen, wenn man mit kopfhörern musik hörend rad fahren würde. ich glaub, man würde immer noch mehr hören als in einem auto - auch wenn dort gar kein radio daneben läuft (und dort kann man sowieso auch mit kopfhörern musik hören). aufs gehör darf man sich als radler eh nie verlassen, und so viel ablenkung kann es ja wohl nicht verursachen, wenn man sogar mit freisprecheinrichtung im auto telefonieren darf...

Poidi Poidi
00
27.7.2009, 13:38
es kommt ja auch sehr wohl auf die lautstärke an

die vertreter der Itzn-Itzn-Fraktion sind egal ob im auto oder am fahrrad sicher nicht in der lage die umgebumgsgeräusche zu hören.

ich fahr jedoch auch mit ohrstöpseln und hör radio - oder telefonier damit.

die lautstärke ist dabei eben auch in einem bereich, wo ich keine musik mehr höre - wenn zB ein lkw hinter mir ist, weil sein brummen zu laut ist.

macht mal den simplen test: ohrstöpsel drin, musik an - und dann mit jemanden ein gespräch beginnen.
dann macht mal das selbe im auto - mit geschlossenen Fenster - mit radio - und lüftung!

und ob ein auto hinter mir ist oder nicht - beeinflusst nicht meine fahrweise - sobald ich abbiegen will oder ähnliches, schau ich eh nach hinten!

schreckhaft darf man natürlich nicht sein!

Craig Christ
01
14.7.2009, 12:28

durch die Ohrstoepsel geht verdammt viel "Umgebungsinformation" verloren. Dadurch fahren diese Radler ziemlich egoistisch (und an Schass zam) weil sie von den anderen nichts mitbekommen. Du bemerkst einen LKW zB erst wenn er bei dir vorbeirauscht und da bist aber schon im Luftwirbel drinnen. Ohne Stopesel hoerst ihn aber schon. Hab das an mir selber bemerkt und fahre seitdem nur mehr ohne Musik in den Ohren.
Am Radlweg ists relativ wurscht, aber auf der Strasse doch recht gefaehrlich.

Poidi Poidi
00
27.7.2009, 13:48
falsch!

gerade am radweg ist man besonders gefährdet im bezug auf LKWs!

wers nicht glaubt, soll doch mal im archiv nachschaun, als letzten herbst 3 Radler in Wien innerhalb 2 Wochen von rechtsabbiegenden LKWs am Radweg überfahren worden sind!

Craig Christ
00
27.7.2009, 15:11
falsch! gerade am radweg ist man besonders gefährdet im bezug auf LKWs!

Stimmt was du sagst.

Ich bin von einem Freizeitradweg ohne Kreuzungen und Autos ausgegangen (zB Donau-, Drau-, Murradweg u.ae.).

In der Stadt gilt obige Radwegaussage natuerlich nicht

hellfast
00
13.7.2009, 14:52

ernst gemeint?

maxbz
04
13.7.2009, 09:57

Mit Kopfhörern würde ich auch nie Rad fahren, da geht mir zu viel Information gegenüber meiner Umwelt verloren.

Aber man sieht bei dem Beispiel natürlich schon, wieviel Narrenfreiheit man den Autofahrern zugesteht, denn laute Musik, Rauchen und Telefonieren lenkt auch im Auto massiv ab und außerorts sind Autounfälle sehr wohl sehr schnell tödlich, da hilft auch viel Blech einer Luxuslimousine nicht, siehe Haider.

Der Unkurze
00
13.7.2009, 11:56

naja wenn mans genau nimmt ist wohlol telefonieren (ohne freisprech) und laute musik im auto verboten

ChesneyB
03
13.7.2009, 13:25

Eigentlich sollte Telephonieren überhaupt verboten sein. Es gab da mal eine Studie (in Schweden glaub ich), die gezeigt hat, daß auch das Telephonieren mit Freisprech ablenkt. Und zwar fast genauso stark wie mit.

Friedrich Rotbart
00
21.8.2009, 10:28

Haben Sie gerade telefoniert, als Sie Ihren Beitrag verfassten?

Pumuckel Salzstreuer
00
13.7.2009, 11:05
Mit Musik, Rauchen und Telefonieren

hatte DER Unfall aber gar nix zu tun, viel eher mit Alkohol. Mit dem Radfahren und den Klimaanlagen auch nicht. Und ich würde mir eine wünschen, eine Klimaanlage, dann müsste ich in meiner alten Schüssel die Anpöbelungen der p.t. anderen Verkehrsteilnehmer bis hin zur ungustiösen Spuckerei nicht mehr so unmittelbar miterleben. Oder den immensen Beitrag der LKW- und Bus-Flottten dieser Welt, die ihren heissen, übelriechenden Odem direkt auf Fensterhöhe ver- und somit zu mir hereinblasen. Dahingehend hat's sogar RadfahrerIn leichter...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 70
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.