Nordkorea hinter Internet-Attacken auf US-Regierungsseiten vermutet

08. Juli 2009 15:44

Auch südkoreanische Seiten betroffen

Amerikanische Regierungsseiten im Internet werden seit dem vergangenen Wochenende vermehrt von Hackerangriffen blockiert. Südkoreanische Internetseiten meldeten seit Dienstag Probleme. Während das US-Heimatschutzministerium keine Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machen wollten, sahen südkoreanische Geheimdienstkreise Nordkorea oder nordkoreanische Sympathisanten in Südkorea am Werk.

Denial of Service

Seit dem amerikanischen Unabhängigkeitstag am vergangenen Samstag sind Internetangebote des US-Finanzministeriums, des Verkehrsministeriums und auch des Geheimdienstes von den Hackerangriffen betroffen. Die Hacker hätten sich einer sogenannten Denial of Service Attacke bedient, teilte das US-Heimatschutzministerium mit.

Raffinierte Attacke

Aus Ermittlerkreisen verlautete, die Tatsache, dass die Internetseiten noch nach drei Tagen betroffen seien, deute auf eine ungewöhnlich raffinierte Attacke. Denial-of-Service-Attacken sind bei Hackern beliebt. Bei einem derartigen Angriff wird ein Server mit Anfragen überflutet, so dass die Website nicht mehr erreichbar ist. Das passierte etwa im vergangenen Jahr während des Krieges zwischen Russland und Georgien mit Regierungs- und Firmenseiten des kleinen Landes.

Aus Parlamentskreisen in Seoul verlautete, der südkoreanische Geheimdienst habe Nordkorea oder Sympathisanten des kommunistischen Regimes in Südkorea als Urheber der Angriffe ausgemacht. Der Geheimdienst wollte dies auf Nachfrage nicht bestätigen. (APA/AP)

 

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