Wiener Grüne nehmen nur knapp 400 von 798 Unterstützern auf

08. Juli 2009 13:33

Landesgeschäftsführer Korbei: Abgelehnte Anträge meist Freundschaftsdienste für einzelne Kandidaten

Wien - Die Wiener Grünen haben entschieden, wie sie mit der großen Zahl sogenannter potenzieller "Unterstützer" umgehen, welche die Partei in den vergangenen drei Monaten regelrecht mit Anträgen gestürmt haben. Zwischen April und Juni habe man insgesamt 798 Anträge erhalten, doch nur die Hälfte davon wird aufgenommen, berichtete Landesgeschäftsführer Robert Korbei am Mittwoch der APA.

445 der Anträge kamen von der Initiative "Grünen Vorwahlen", die im Internet mobilisiert hatte. Aus dieser Gruppe wurden 230 aufgenommen, 215 hingegen nicht. Allerdings hätten 80 der Grüne-Vorwähler auf die erbetene Rückmeldung vonseiten der Partei gar nicht reagiert. Unabhängig von der Internetinitiative wurden weitere 139 Anträge von potenziellen Unterstützern angenommen, 159 abgelehnt. Bei 55 Anträgen habe es sich de facto um die gewünschte Aufnahme als Parteimitglied gehandelt, weshalb die Betroffenen noch in den Vorstand eingeladen würden.

Insgesamt schätzte Korbei, dass die Grünen von den 798 Antragstellern knapp 400 aufnehmen werden. Die hohe Zahl an abgelehnten Bewerbern gehe darauf zurück, dass diese Anträge offensichtlich als Freundschaftsdienst für einzelne Kandidaten gewertet werden müssten: "Einige waren mit der gleichen Schrift ausgefüllt und sind in einem Sammelkuvert gekommen." Manche hätten auf Nachfrage überhaupt nichts von ihrem Antrag gewusst. "Das hatte ein gewissen Beigeschmack", so Korbei.

Unterstützer können laut Parteistatut alljene werden, die sich mit den Grundsätzen der Grünen einverstanden erklären, worauf sie bestimmte Rechte erhalten, ohne Parteimitglied zu sein. Unter anderem können sie bei der Erstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2010 mitvotieren. Zuletzt sei die Zahl der Unterstützer-Anträge allerdings 20 Mal höher gewesen als sonst üblich, so der Landesgeschäftsführer.

Anstieg der Mitgliedsanträge erwartet

Einen Anstieg der Mitgliedsanträge auf bis zu 300 prognostizierte Korbei noch vor der entscheidenden Landesversammlung im November, was aber immer so gewesen sei: "Wir erwarten schon im Herbst noch eine Häufung an Mitgliedsanträgen."

Inzwischen bastelt die Landespartei an einem neuen Präsentationsmodus für alle Kandidaten. Dieser soll künftig transparenter sein und unter Einbindung der Öffentlichkeit auch abseits parteiinterner Gremien stattfinden. Bisher habe das "Problem" darin bestanden, dass die Präsenz der Listenanwärter wenig wahrnehmbar gewesen sei. Diese habe sich jeweils nur auf eine Rede beziehungsweise einen Text für die Landesversammlung sowie auf eine Vorstellungsrunde bei einem "schwach besuchten Hearing" beschränkt, argumentierte Korbei.

Konkret soll ab Anfang September eine Internetplattform gelauncht werden. Erste Layoutentwürfe seien bereits über seinen Schreibtisch "geflattert", so Korbei. Ab Mitte August soll die Website befüllt werden. Damit habe jeder Kandidat die Möglichkeit, sich darzustellen. Für interessierte User gebe es keine Einstiegsbeschränkungen.

KandidatInnenprozess bis Mitte November

Der "KandidatInnenprozess", wie der Arbeitstitel des Projekts lautet, soll bis zum Tag der Landesversammlung am 15. November laufen. Internetinitiativen wie "Grüne Vorwahlen" hatten ihr Engagement unter anderem damit begründet, über den vermehrten Einfluss von Unterstützern auf die Liste potenzielle Kandidaten zu mehr Transparenz und Kontakt nach außen zu zwingen.

Korbei meinte, der Schritt in Richtung Online bedeute jedenfalls einen demokratischeren und gerechteren Prozess. Die Neuerung habe allerdings nichts mit den Forderungen von "Grüne Vorwahlen" und Co. zu tun, beteuerte er. Derartige Überlegungen gebe es schon seit einem Jahr. Ob das Präsentationsportal automatisch jenen Kandidaten Auftrieb gibt, die in der Öffentlichkeit weniger bekannt sind, wagte der Landesgeschäftsführer nicht zu prophezeien: "Es kann natürlich auch sein, dass es eher den Etablierten hilft, die es schon gewöhnt sind, sich selbst darzustellen." Falls dies ausschließlich der Fall sei, wäre man aber schon enttäuscht, weshalb die Innovation dann wohl noch einmal überarbeitet werden müsse. (APA)

 

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Miriam Kofler1
16.07.2009 16:14
Radikalfeministische Haltung und Quotenzwang

das nennen die meisten als Gründe, wenn sie zu uns Liberalen wechseln

http://blog.liberale.at/

Einer_ders_weiß
09.09.2009 15:36
die meisten...

...von ganz, ganz wenigen, sind aber nicht sehr viele.... ;-)

jovanotti_for_president
10.07.2009 22:04
The Real Zet
 
10.07.2009 21:04
paulchen_p
10.07.2009 12:10
Vassi sprach..

http://ichmachpolitik.at/questions/458

und anders kams.

pater hirni
10.07.2009 11:33
wird marie ringler

eigentlivch noch von konrad becker a tergo angeschoben?

The Real Zet
 
10.07.2009 20:50

verschmähte Liebe?

potz
10.07.2009 07:36
pfffuh na da haben sie aber Glueck gehabt die Gruenen, nicht auszudenken, wenn die auf einmal soviel mehr Mitglieder haetten!!!

09.07.2009 17:46
Is eh wurscht

die grünen sind ein stagnationsprojekt
die grünen wurden in den vdb-heydays
von leuten übernommen, die jetzt ihr eigenes süppchen kochen.
die suppn schmeckt halt nicht jeden.
als im feber glawi gesagt hat voggi dürfe nicht am letzten platz kandidieren, weil er könnte die liste durcheinanderbringen hab ich geglaubt ich hör nicht richtig.
http://derstandard.at/123358653... s-um-Voggi
Als Glawi in der Pressestunde im Feber gesagt hat die 7%-Hürde für Vzg.stimmen bei EU-Wahlen wäre eigentlich zu niedrig hat sich kein grüner funktionär öffentlich kritisch zu wort gemeldet.
In der SPÖ gibt es bald mehr meinungspluralität als bei den Grünen. Und das soll was heißen.
Nahezu alle entscheidungsträger wurden über die jahre "basisdemokratisch" gleichgeschaltet.
Wie hoch der %satz bei diesen "basisdemokratischen" entscheidungen der Anteil der bezahlten funkis, parteiangestellten, ihrer familien und freunde ist würde mich schon interessieren.
Die Monate danach haben Glawis Feber-Sager nur bestätigt.
Es ist aber nicht so dass ich in SPÖVPFPBZÖ eine wählbare alternative sehe. Aber die grünen sind für mich mittlerweile nicht einmal mehr das geringste übel.
U.a auch wegen ihrem radikalen Feminismus, von dem viele nix wissen oder nix wissen wollen.
Wie man sich als heterosexueller mann bei den grünen engagieren kann, ist mir mittlerweile ein rätsel.
Also nichtwählen und auf was anderes hoffen
So lassen wir die wahnsinnigen wahnsinn

anonym92
10.07.2009 12:45

...Wie man sich als heterosexueller mann bei den grünen engagieren kann, ist mir mittlerweile ein rätsel...

Da haben sie (leider) Recht.

leojus
14.07.2009 14:50

Ich bin nicht zufrieden mit den derzeitigen Zuständen, aber Ihre Aussagen ist lächerlich. Vielleicht engagiert man sich und setzt sich nicht immer für seine eigenen Interessen ein, sondern für die der Schwächeren, die es leider heute in unserer Gesellschaft noch en masse gibt. Aber sowas ist für Sie anscheinend nicht vorstellbar...

bezahlter kampfposter
09.07.2009 23:39
würde Sie also das alles interessieren...

...wenn genau was wäre? nachdem Sie uns allen erklärt haben, was Sie alles nicht interessiert, frag ich mal nach: wenn Sie die grünen eh nicht interessieren, warum betreffen rund 80% Ihrer postings die grünen? und warum sollte es von der sexuellen orientierung oder dem geschlecht abhängen, bei welcher partei ein mensch sich engagiert?

ja, ich finds definitiv bescheuert, dass Sie ausgeschlossen wurden. aber so bescheuerte dinge passieren, wenn bescheuerte aufeinandertreffen...

Placebo
 
10.07.2009 09:53
Bei dem Konterspieler handelt es sich wohl um keinen Grünen. Ich habe nie etwas "grünes" von ihm gelesen. Jedes einzelne Zeichen beschränkt sich auf ein "die Grünen sind ja soooo schlecht". Ich kenn seine persönlichen Probleme aber nicht.

11.07.2009 09:02
Geh kumm heast (2. Postingversuch)

Hmm?
Auf die konkreteten Vorwürfe in meinem Posting (parteiinterne Demokratiereduzierung) wird überhaupt nicht eingegangen.

Den goscherten aber eigentlich urlieben Konterspieler anschütten ist ein neuer Sport bei gewissen Elementen des grünen Establishments geworden.

I vasteh des. Es fehlen halt die sachlichen Gegenargumente.

Würde ja irgendwie bescheuert klingen:
"Wir sind für weniger parteiinterne Demokratie weil 1.GELD 2.MACHT 3.EITELKEIT " usw. und so lächerlich.
Mit mir an der Spitze wären die Grünen eine 15% Partei.
Verblendeter Radikalfeminismus mit Feigenblatt Ökologie ist ein Nischen-minderheitenprogramm.
Aber bitte.Tuits hojt weidawurschtln, eis kaschperln eis spoasigen
Die EU-Wahl war leider ein Misserfolg.
8% wären möglich gewesen wenn Herrr Graf seine Pappn gehalten hätte und/oder Glawischiwaschi nicht in F-Zeitungen geblättert hätte.
Mein Traumziel für die nächste NRW ist die Grünen unter 10% zu drücken
Das ist unser Arbeitsauftrag.
Mit Geschlossenheit können wir das Ziel erreichen.
Sburny beobachtet eh nimmer.
Jetzt wird's leichter.
Ich werde in Zukunft klarer sagen was ich will und nicht will. Diese Frauen halten es nicht aus wenn ein Mann schön ist und trotzdem politisch etwas kann.
Gleichberechtigung ist erst dann erreicht,wenn genauso viel besoffene Frauen wie Männer am Sonntag früh im Stadtpark herumtorkeln.
Frauen sind ja so verletzlich, und ganz besonders grüne Frauen.
usw usl(ustig)
PS:Funktionär war i nie. Nur Aktivist.

bezahlter kampfposter
10.07.2009 12:41
der konterspieler...

...ist ein ehemaliger grünfunktionär aus dem burgenland.

Placebo
 
11.07.2009 23:16
Der es zu nichts gebracht hat und nun die Schuld bei anderen sucht? Bei der FP wäre er besser untergebracht.

Anuntiata
09.07.2009 15:28
Achja, natürlich.

Ich bekomme am Freitag, 26.06 eine Email mit der Aufforderung, ich möchte doch bitte bis spätestens 29.06 eine Erklärung abgeben, warum ich unterstützendes Mitglied werden will.

Dass ich zu der Zeit aber grad nicht in Österreich war und auch keine Emails lese, wenn ich grad in Thailand umherhirrsche, können sich die Herren nicht denken.

4 Tage, und das noch dazu über ein Wochenende ist ein Witz. Das wars. Danke

bezahlter kampfposter
09.07.2009 18:56
sorry, aber...

...das muss schon einen grund haben, dass Sie nur die hälfte schreiben: tatsächlich lautete die bitte, möglichst bis zum 29.6. zu antworten. es steht aber auch drin, dass spätere antworten behandelt werden. nur kann nicht garantiert werden, das jedenfalls alle antworten bearbeitet werden. tatsächlich werden gerade die letzten antworten bearbeitet. rechtzeitig vor dem 15. juli. also bitte keine gschichterln drucken!!!

Anuntiata
09.07.2009 23:39
ich weiß ja nicht, welche Mail sie da lesen

aber vielleicht sollten sie hier nicht einfach unterstellen, dass ich "die hälfte schreibe" oder dass ich "gschichterln" druck.

"Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Antwort per Mail bis zum 29. Juni zukommen lassen könnten, da die letzte sichere Vorstandssitzung, vor Ablauf der durch das Statut festgelegten Frist, am 29.Juni stattfindet."

Weiters steht da nichts drinnen über etwaige Später mögliche Zusendungen. Leider gibt es hier nicht genug Zeichen, dass ich die ganze Mail reinstelle, aber danke vielmals für ihren äußerst wervollen Hinweis, ich kann auch selbst lesen.

Lord Lurch
09.07.2009 13:02
So was Idiotisches

In jedem Verein, in dem man mitbestimmen will, ist eine Mitgliedschaft logisch. Jawohl, Verein. Denn eine Bewegung, bei der Basisdemokratie von ungebundenen Aktivisten noch irgendwie Sinn macht, sind die Grünen seit über 20 Jahren nicht mehr.

pater hirni
09.07.2009 14:54
um grüne gemeinderättin zu werden,

muss man schon ins lycee gehn und sich als mittelschülerin von konrad becker vögeln lassen, gell frau ringler...

Placebo
 
10.07.2009 09:55
Ich stelle mir gerade vor: Um FPÖ-Mitglied zu werden muss man die Rosenkranz drüber lassen. Ich bin schon ganz erregt...

dieBestatter
10.07.2009 08:26
um pater hirni zu werden...

...brauchts nichts.
dafür bekommst du den titel "userdolm" der woche.
falls mein zweiter beitrag nicht kommt machts auch nichts - wenn er kommt stimmt was dort steht.

pater hirni
10.07.2009 11:36
sind sie einfach dumm, grün

oder beides?

ihr sinnfreies poposting harrt einer erklärung.

4simo
 
09.07.2009 14:23
dafür dass es keinen sinn macht

praktizieren Sies aber doch
ich hatte kein problem als unterstützer anerkannt zu werden
ich bin zu *meiner* bg gegangen und darf mich seither einbringen....
ganz einfach

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