Zwei Millionen Dollar Strafe reichen nicht, RIAA weiter gegen Filesharerin aktiv

8. Juli 2009, 10:13
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80.000 Dollar pro Song, so fiel die Strafe gegen eine US-Amerikanerin aus, doch die Musikindustrie ist sich nicht sicher, ob sie wirklich aufhört

Die VertreterInnen der US-Musikindustrie auch bekannt als RIAA haben nun weitere Bedenken im Fall der bereits in erster Instanz zu einer Strafe von fast 2 Millionen Dollar verurteilten 32-jährigen Jammie Thomas-Rasset angemeldet. Aus Sicht der RIAA müsste das zuständige Gericht noch weitere Maßnahmen einleiten, um die Amerikanerin auch wirklich vom File-Sharing in Zukunft abzuhalten.

1,92 Millionen Dollar reichen nicht?

Thomas-Rasset wurde vom Gericht zur Zahlung von 80.000 Dollar pro Song, den sie über Kazaa weiterverbreitet hatte, verurteilt - insgesamt rund 1,92 Millionen Dollar. Laut RIAA hatte die Frau 1.700 Lieder bei Kazaa weitergegeben, man habe sie jedoch "nur" für 24 gerichtlich belangt. Aus diesem Grund will man nun das Gericht dazu bringen, weitere Maßnahmen zu setzen, um die Beklagte in Zukunft von P2P-Netzwerken fern zu halten.

Keine genaueren Angaben

Welche Aktionen sich die RIAA vorstellt, wurde noch nicht bekannt. Laut RIAA-Anwalt Timothy Reynolds würde durch das Fehlen einer Unterlassungsklage beziehungsweise einer einstweiligen Verfügung "Tür und Tor für weitere Urheberrechtsverletzungen durch Thomas-Rasset geöffnet". (red)

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