Präsident Garcia baut Kabinett nach Unruhen um

7. Juli 2009, 20:28

Innen- und Verteidigungsressort werden neu besetzt

Lima - Als Konsequenz aus den schweren Zusammenstößen zwischen peruanischen Ureinwohnern und Polizeikräften Anfang Juni baut Präsident Alan Garcia sein Kabinett um. Bis zum kommenden Wochenende werde die neue Regierungsmannschaft stehen, sagte Garcia am Dienstag. Zuvor hatte Ministerpräsident Yehude Simon angekündigt, sein Amt niederzulegen. Damit müssen auch sämtliche Kabinettsminister zumindest formell ihren Rücktritt anbieten.

Experten gehen davon aus, dass Simons Posten wie auch das Innen- und Verteidigungsressort neu besetzt werden. Finanzminister Luis Carranza kann dagegen wohl mit einer Bestätigung rechnen.

Mindestens 34 Tote

Garcia und sein Kabinett kamen erheblich unter Druck, da sie nach Ansicht ihrer Kritiker falsch reagierten auf die Unruhen bei denen mindestens 34 Menschen starben. Die Proteste hatten sich gegen die Politik der Regierung gerichtet, mit öffentlichen Anreizen ausländische Energie- und Minenkonzerne in die Regenwälder des Landes zu locken, um die Bodenschätze auszubeuten.

Peru gehört zu einem der ärmsten Länder der Welt. Mehr als ein Drittel der Bewohner lebt in Armut. Kritiker werfen Garcia vor, zu wenig für eine Verbesserung der Situation getan zu haben. (APA/Reuters)

 

Alf von Melmak
 
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Peru gehört zu einem der ärmsten Länder der Welt


Naja, das ist aber auch ein bißchen übertrieben:

Egal, ob Sie nach dem HD-Index (79.) oder nach GDP-Ranking (71., z.B. klar vor Ländern wie der Ukraine) gehen, liegt Peru im guten Mittelfeld, aber sicher nicht unter den ärmsten.

Das ändert nichts daran (im Gegenteil, macht es eher schlimmer), daß die absolute Armut so vieler Menschen in Peru am Land wirklich beschämend ist!

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