Innen- und Verteidigungsressort werden neu besetzt
Lima - Als Konsequenz aus den schweren Zusammenstößen zwischen peruanischen Ureinwohnern und Polizeikräften Anfang Juni baut Präsident Alan Garcia sein Kabinett um. Bis zum kommenden Wochenende werde die neue Regierungsmannschaft stehen, sagte Garcia am Dienstag. Zuvor hatte Ministerpräsident Yehude Simon angekündigt, sein Amt niederzulegen. Damit müssen auch sämtliche Kabinettsminister zumindest formell ihren Rücktritt anbieten.
Experten gehen davon aus, dass Simons Posten wie auch das Innen- und Verteidigungsressort neu besetzt werden. Finanzminister Luis Carranza kann dagegen wohl mit einer Bestätigung rechnen.
Mindestens 34 Tote
Garcia und sein Kabinett kamen erheblich unter Druck, da sie nach Ansicht ihrer Kritiker falsch reagierten auf die Unruhen bei denen mindestens 34 Menschen starben. Die Proteste hatten sich gegen die Politik der Regierung gerichtet, mit öffentlichen Anreizen ausländische Energie- und Minenkonzerne in die Regenwälder des Landes zu locken, um die Bodenschätze auszubeuten.
Peru gehört zu einem der ärmsten Länder der Welt. Mehr als ein Drittel der Bewohner lebt in Armut. Kritiker werfen Garcia vor, zu wenig für eine Verbesserung der Situation getan zu haben. (APA/Reuters)