Motorsegler mit Brennstoffzelle absolvierte ersten Flug

7. Juli 2009, 16:31
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    foto: dlr

    Der erste Flug des Motorseglers "Antares DLR-H2"

"Antares DLR-H2" hob in Hamburg ab - erster Langstreckenflug für September geplant

Hamburg - Das weltweit erste mit einer Brennstoffzelle startfähige Flugzeug hat am Dienstag am Hamburger Flughafen zu seinem allerersten Flug abgehoben. Die "Antares DLR-H2" fliege völlig CO2-frei und sei wesentlich geräuschärmer als andere vergleichbare Motorsegler, teilte das federführende Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit.

Sie zeige das Potenzial dieser Technologie "auch und vielleicht gerade für Anwendungen in der Luftfahrt". Nach einem Rundflug sei der Pilot wieder am Flughafen gelandet.

Basis

Basis des Fliegers ist ein Motorsegler mit einer Spannweite von 20 Metern. Antares hat mit der Brennstoffzelle als Antrieb eine Reichweite von 750 Kilometern bei fünf Stunden Flugzeit. Um sowohl die Brennstoffzelle als auch den notwendigen Wasserstoff an Bord zu bringen, wurden zwei zusätzliche Außenlastbehälter unter den dafür verstärkten Tragflächen angebracht. Da diese abnehmbaren und flexibel austauschbaren Container jeweils bis zu 100 Kilogramm zusätzliches Gewicht mit sich bringen, musste eine aeroelastische Neuauslegung der Flügel vorgenommen werden, damit die Stabilität des Flugzeugs nicht beeinträchtigt wird.

Durch Optimierungsarbeiten des DLR-Instituts für Aeroelastik könne nun bei einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometer ein flatterfreier Flug gewährleistet werden. Der gegenwärtige Antrieb erlaube eine Höchstgeschwindigkeit von zirka 170 Stundenkilometern. Der erste Langstreckenflug der Antares ist für den 20. September geplant. (red)

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11 Postings
gigngogn
 
01
Von hinten durch dir Brust ins Auge

Wasserstoff als Treibstoff gerade bei einem Flugzeug, also wenn das Ding nicht einen Raketenmotor hat (hat es nicht, weiß ich) dann ist das wohl die technisch ungeschickteste Lösung die es gibt!
Ausgerechnet bei einem Flugzeug den Treibstoff mit der niedrigsten Energiedichte (pro m³) zu nehmen, macht doch keinen Sinn, mal ganz abgesehen von der irren Energieverschwendung denn der Wirkungsgrad der Wasserstofferzeugung ist doch grottenschlecht (so bei 20-30% wenn ich nicht irre).
Warum nicht Btl oder Ctl wenn es schon kein herkömmlicher Treibstoff sein darf, weiß jemand mehr?

Frotzel
00
12.7.2009, 17:55
Wasserstpff zu Helium brennen ist eine ganz bedeutende Energiequelle!

Wird zwar bevorzugt von der Sonne verwendet, aber so schlecht ist der Wirkungsgrad auch nicht.

gigngogn
 
00
Glauben sie ernsthaft, dieses Flugzeug hat einen Fusionsantrieb?

X0 Phia
00
Der Text war wohl nichts für Sie?

gigngogn
 
00
Lesen sie ihn nochmal, ganz langsam und in Ruhe

Persönlich gehe ich mittlerweile bei Postings von Beführwortern einer 'Wasserstoffwirtschaft' davon aus, dass das Verständniss für die technischen Hintergründe nahe 0 liegt.

Me Ow
01

Wasserstoff wächst ja bekanntlich nicht auf Bäumen sondern muß unter großem Energieaufwand (sic!) erst gewonnen werden.

Heavyweather
12

Frag mich warum sie nicht einfach mit Biosprit fliegen. 100% CO2 neutral und nach Stand der Technik möglich.
Spätestens wenn der Erdöl basierende Flugzeugsprit teuer wird müssen die Airlines sowieso umsteigen.

Irgendein Jürgen
21

Derzeitiger Biosprit ist mehr schädlich als nützlich, fragen Sie die Orang Utans...

Und selbst wenn der Biosprit aus pflanzlichen Abfällen gewonnen werden würde, wirklich CO2-neutral ist er auch dann nicht. Wenn 100% des in Pflanzen gebundenen CO2's durch Verwitterung wieder an die Atmosphäre abgegeben würde (was in diesem Fall unterstellt wird), dann hätten wir heute weder Erdöl noch Kohle.

Heavyweather
01

In Europa haben wir zuviel Milch und Fleich produktion. In Amerika ist die Baumwolle nicht konkurrenzfähig und wird mit Mrd. subventioniert. Bei uns wird ein Großteil von Anbaufläche nicht mehr genutzt und viele Wiesen nicht mehr gemäht. Früher wurden dieses Land bewirtschaftet, jetzt verkommt es. Auch auf einer sauren Wiese wächst Biomasse. Statt den hoch subventionierten Produkten die nur die indirekt andere Staaten schädigen kann man auch bei uns Biogas herstellen...da wo Energiepflanzen nicht in Konkurrenz mit Lebensraum und Nahrungsmitteln stehen. Damit wäre die Politik aber wahrscheinlich überfordert und die Wirtschaft denkt zu kurz und falsch.

Heavyweather
02

Nö, keine Abfälle. Plankton als Nachhaltiger Rohstoff.
Ist die am schnellsten wachsende Biomasse mit sehr hohem Ölanteil (bis zu 70%). Kann als Futter für Aquakulturen und als Substitut für alle Erdölprodukte und Erdgas eingestetzt werden.
Empfehle das Buch "Das Planktonmanifest"
Bei einem Ölpreis von über 130$ ist Zuckerrohr schon billiger. Plankton kann man in Freiwasserbecken vor allem in Entwicklungsländern günstig produzieren. Dort das Gas oder die Biomasse verstromen...wird auch der Strom zur Entsalzung dringend gebraucht.
In Baustoffen und Kunststoffen kann man Biomasse dann z.B. permanent binden. Bzw. theoretisch auch wieder Pflanzenöl in die Erde pumpen.
Lauter gute Ideen...

El Coyote
00

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