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Mexiko-Stadt - Nach der herben Niederlage der Regierungspartei PAN bei den mexikanischen Parlamentswahlen hat der Vorsitzende German Martinez seinen Rücktritt erklärt. Martinez sagte am Montag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt, er übernehme die volle Verantwortung für das schlechte Abschneiden bei der Wahl des Abgeordnetenhauses am Sonntag. Für die Niederlage gebe es viele mögliche Ursachen, sagte er. Die Partei müsse nun eine "Zeit des kritischen Nachdenkens" über ihre Ausrichtung einlegen.
Die konservative Partei der Nationalen Aktion (PAN) von Präsident Felipe Calderon kam nach Auszählung fast aller Stimmen nur auf knapp 28 Prozent und verlor damit 60 ihrer zuvor 206 Sitze. Die oppositionelle Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), zuletzt nur drittstärkste Kraft im Parlament, konnte über 36 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und stellt künftig 233 Abgeordnete. Zusammen mit dem grünen Bündnispartner, der 22 Sitze errang, kommt die PRI auf die absolute Mehrheit der 500 Volksvertreter. Die PRI hatte bis zum Jahr 2000 mehr als sieben Jahrzehnte ununterbrochen regiert.
Eine herbe Niederlage musste die linke Partei der Demokratischen Revolution (PRD) hinnehmen. Die bisher zweitstärkste Kraft erzielte der Auszählung zufolge nur rund 15 Prozent und kommt auf 72 Sitze im neuen Parlament. Bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2006 lag PRD-Kandidat Manuel Lopez Obrador nur 0,56 Prozentpunkte hinter Wahlsieger Calderon, seitdem liefern sich aber die verschiedenen Fraktionen der Partei heftige Flügelkämpfe. (APA/AFP)
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