Personalentwicklung

6. Juli 2009, 18:53
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Vielleicht sollten die Wiener Linien einmal ihren verhaltensauffälligen Bediensteten sprechen

Die Wiener Linien waren so freundlich, uns zum Thema "Essen auf Rädern" (in den Öffis) zu befragen. Das ist irgendwie unentschieden ausgegangen. Nun könnten sich die Wiener Linien vielleicht anderen Themen widmen. Etwa: Bim- und Busfahrern beibringen, Frauen mit Kinderwägen zu helfen; oder das beliebte "I moch jetzt ka Tür mehr auf"-Syndrom zu behandeln; oder die verhinderten Rennfahrer etwas einzubremsen; oder, und das ist ein bisserl heikel, die "Ausländerfrage" einmal zu besprechen. Da kann man viel erleben, so wie eine Standard-Leserin im 49er, Haltestelle Schweglerstraße: "Bim bleibt stehen, öffnet die Türen. Mann mit Migrationshintergrund fragt den Tram-Fahrer mehrmals (!!), ob dieser Zug zum Westbahnhof fahre. Der Fahrer schweigt und starrt geradeaus. Antwortet nicht. Ignoriert den Mann einfach."

Als die Dame fragt, warum er dem Mann nicht antwortet, wird sie angebrüllt, dass man während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen dürfe. Schon, aber vielleicht sollten die Wiener Linien einmal mit diesem Fahrer und mit all den anderen verhaltensauffälligen Bediensteten eindringlich sprechen. Im Personalentwicklungsbüro. (Hans Rauscher, DER STANDARD Print-Ausgabe, 07.07.2009)

  • Nach der Entscheidung für "Essen auf Rädern" könnten sich die Wiener Linien vielleicht anderen Themen widmen.
    foto: andy urban/der standard

    Nach der Entscheidung für "Essen auf Rädern" könnten sich die Wiener Linien vielleicht anderen Themen widmen.

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