Wiener Spitalsärzte fordern mehr Geld von Hahn

6. Juli 2009, 07:30

In einem Manifest verlangen die Mediziner mehr Mittel für Weiterbildung und Forschung - Appell an Wissenschaftsminister Hahn

Wien - Die Spitalsärzte in Wien wollen auf drohende Probleme im Gesundheitsbereich aufmerksam machen. Dafür haben sie ein Manifest mit Grundsätzen und Forderungen erstellt. Zentrale Forderung: mehr Geld für die Gesundheit und eine Verbesserung des Fortbildungswesens, für das die Spitalserhalter Geld bereitstellen sollen. Mit einer Zahl von rund 7.000 sind die angestellten Ärzte in Wien eine der größten Mediziner-Gruppen.

Mehr Geld notwendig

"Manifest der Wiener angestellten Ärztinnen und Ärzte zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung", lautet der Titel des Papiers, das die Sektion der angestellten Ärzte in der Wiener Ärztekammer verabschiedet hat. Nicht das Geld, sondern der Dienst am Menschen soll für die Spitalsärzte im Vordergrund stehen. Die "bestmögliche medizinische Versorgung" wird unter anderem wegen der höheren Lebenserwartung laut den angestellten Ärzten in Zukunft auch mehr Geldmittel erfordern.

Anzustreben sei ein weiterer Ausbau der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Außerdem fordern die Spitalsärzte dafür ausreichend Zeit und finanzielle Mittel. Forschung und Lehre seien für die Weiterentwicklung der Medizin unabdingbar. Die Rahmenbedingungen dafür müssten verbessert werden.

Forderung an Hahn

Der Sektionsobmann der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeresz, meint: "Die Aus- und Fortbildung erfolgen oft in der Freizeit. Die Dienstgeber können dafür nicht ausreichend zahlen, wenn die Pharmaindustrie das zahlt, ist es illegal. Doch für Kollegen am Beginn ihrer Karriere sind Kongressreisen oft unerschwinglich." Diese Forderung gehe vordringlich an Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP).

Handlungsbedarf besteht laut Szekeresz auch bei der Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeiten für Ärzte: "Die Gemeinde Wien mit ihren Spitälern hält diese Regelungen zum größten Teil ein. Hier ist das Problem bei uns an den Universitätskliniken am AKH." Die Spitalsäzrte fordern daher eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die angestellten Ärztinnen und Ärzte. (APA)

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12 Postings
A W1
07
Verbesserung der Arbeitsbedingungen...

sind gut und wichtig! Aber Herr Szekeresz von der Ärztekammer sollte auch einmal zugeben, daß die Ärztekammer mit ihrem Wohlfahrtsfonds KollegInnen den Rest gibt. Diese ungeheuerliche Ungerechtigkeit (15,8% des Bruttogehaltes kassiert der sog. Wohlfahrtsfonds für eine Pension die einmal minimal sein wird!) sollte angeprangert werden!
Wenn die KollegInnen über dieses Geld frei verfügen könnten, das ihnen geraubt wird, dann wäre es auch einfacher sich Fortbildungen leisten zu können!
NIEDER MIT DEM WOHLFAHRTSFONDS DER ÄRZTEKAMMER!

the academic cyber sense
00
14.7.2009, 18:13

ich wurde dein forderung erweitern:
nieder mit der ärztekammer in toto.

die sogenannte standesvertretung meldet sich bei mir immer nur mit erlagscheinen oder irgendwelchen anderen obskuren vorderungen. und natürlich wenn die kammerwahlen anstehen bekommt man ein haufen werbematerial zugeschickt.

und für den adipösen herren der an der spitze steht kann man sich als arzt sowieso nur genieren.

Walter Fenz
00
Komplett ohne Zwangsmitgliedschaft bei

der Ärztekammer wäre es sogar NOCH billiger.....

NONE
01

Was mich aufregt ist das sie protestieren weil sie sich stark fühlen - was ist mit jenen jüngeren Ärzten die alleine eine Praxis aufgemacht haben? Vertreten die Spitalsärzte diese auch?

Man sollte aufhören die Bevölkerung einspannen zu wollen - es geht hier um mehr Geld. Punkt.

Sarepta
01

meine güte, hörns doch mal auf mit ihren jungen ärzten, die gerade eine praxis eröffnet haben. spitalsärzte werden durch nichts und niemanden vertreten in diesem land. die ÄK sch.. auf die spitalsärzte, hier gehört endlich aufgeräumt, sowohl im spital als auch bei der Kammer. Wohlfartsfonds usw... Ärztekammer eben, Schande erleben!

A W1
10
Glauben Sie im Ernst,

daß die Ärztekammer die Ärzte, die es wirklich notwendig hätten, vertritt? Doch sicher nicht! Und Sie irren, wenn sie glauben, die Spitalsärzte könnten sich stark fühlen! Mit Ihrer Einstellung wird gerade das tradiert, was es bei den Ärzten immer gab und was jede Solidarität verhindert hat: das Ausspielen der verschiedenen Interessen: die Angstellten, die Praktiker, die Fachärzte usw., bei den Angestellten wieder die Oben und die Unten usw...

hot doc
11

mehr geld kriegt nur, wer eine lobby hinter sich hat. wer ist wohl an einer guten medizinischen versorgung interessiert, wenn nicht die bevölkerung?

Walter Fenz
00
Alle. Aber bezahlt bekommen wollen es nur die

Ärzte - was für ein Wahn !

hot doc
00

in punkto wahn sind wahrlich sie der experte.

Skull&Bones
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"Wiener Spitalsärzte fordern mehr Geld von Hahn"

Solange es von Hahn privat kommt, ist es mir Wurscht.

zastava
11

Gehen Sie dann auch zu Hahn privat, wenn Sie krank werden oder sich verletzen?

didi111
25
Immer diese alturistischen Motivlagen..


Die Lehrer sind für mehr Bildung,

die Eisenbahner für mehr Mobilität,

die Kieberer für mehr Sicherheit,

die Ärzte für mehr medizinische Versorgung,

UND

KEINE Interessensgruppe wirbt für ihre eigenen Anliegen und für IHR Geldbörsel.

Wahrlich nobel, diese Welt von heute..

Am österr.Wesen kann wirklich die Welt genesen.

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