Rabbi Yosef: Tragödien des jüdischen Volkes wegen Verehrung des Goldenen Kalbs
Jerusalem/Wien - Der religiöse Führer der in Israel mitregierenden Shas-Partei, Rabbi Ovadia Yosef, ist der Ansicht, dass die Menschen, die im Holocaust ermordet wurden, wiedergeborene Sünder früherer Generationen sind. Das berichtet die "Jerusalem Post" am Sonntag in ihrer Internetausgabe unter Berufung auf die Zeitung "Maariv".
In seiner wöchentlichen Samstagspredigt sagte der sephardische Rabbiner, alles Leid, das die Juden im Laufe ihrer Geschichte erfahren hätten, seien Strafen, die auf die Verehrung des Goldenen Kalbs zurückzuführen seien. Diese Sünde habe ja zur Folge gehabt, das die steinernen Gesetzestafeln des Moses zerschlagen wurden.
"Teil der Sünde des Goldenen Kalbes"
"Die Tragödien, die wir durch Generationen durchlitten haben - die Inquisition, den Holocaust - sie sind alle ein Teil der Sünde des Goldenen Kalbes", sagte der wegen seiner Ansichten umstrittene Rabbiner. "Alle dieses armen Menschen im Holocaust - wir fragen uns wieso dies geschehen konnte. Da waren auch gerechte Menschen unter ihnen. Doch sie wurden wegen der Sünden früherer Generationen bestraft".
Die hauptsächlich von orientalischen Juden unterstützte orthodoxe Shas-Partei gehörte wiederholt israelischen Regierungen an. Ihr politischer Führer Eli Yishai ist derzeit Vizepremier und Innenminister. (APA)