Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Dinosaur Jr.: "Farm" (Pias Inter/Edel)

Patrick 'Murph' Murphy, Lou Barlow und J Mascis (v.l.n.r.)
Zehn Sekunden dauert es, bis sich der erste Akkordwechsel in die Ohren brennt. Die Lautstärke endlich wieder voll aufgedreht, folgt wenig später gleich das erste melodische Highlight. Ein paar kurze Wortfetzen und schon ist es da: das Solo der Gitarren, die aufjaulen, wie man es schon so lange vermisst hat. Dinosaur Jr. melden sich mit "Farm", ihrem insgesamt zwölften Album in 25 Jahren, eindrucksvoll zurück.
Alte Streithanseln
1985 erblickte Dinosaur Jr. das Licht der Welt, davor waren die Bandmitglieder noch einfach als "Dinosaur" unterwegs. Von Anfang an hatte die Band einen eigenen unverwechselbaren Stil - sie brachten die Melodie in den Grunge. Legendär sind die Streitereien zwischen Sänger J Mascis und Bassisten Lou Barlow, Schlagzeuger Murph dürfte in Anbetracht der Auseinandersetzungen seiner beiden Kollegen wohl der ärmste Teil von Dinosaur Jr. sein. Die Diskrepanzen zwischen Mascis und Barlow führten 1998 zur Auflösung der Band. 2005 folgte die Reunion und nun ein neues Album, das wahrlich als grandios bezeichnet werden kann.
Mehr Musik, weniger Reden
In einem Interview wurde J Mascis gefragt, wie es denn nun innerhalb der Band mit den andauernden Streitereien aussehen würde, er antwortete: "Wir haben einen sehr guten Weg gefunden, miteinander zu arbeiten und miteinander umzugehen. Wir unterhalten uns nur noch dann, wenn es etwas wirklich Wichtiges zu besprechen gibt." Der Musik tut diese freiwillige Selbstbeschränkung auf Allgemeinplätze in der Kommunikation der drei Musiker sichtlich sehr gut.
Dinosaur Jr.-esker
"Farm" ist laut, brachial, melodisch-hymnisch. "Farm" ist Dinosaur Jr. Drei sechs-minütige Stücke, die niemals langweilig werden, zwei Songs von Lou Barlow und ein jammernder, nuschelnder Mascis, der an die Anfänge der Band erinnert. Dennoch sind die Lieder unverkrampfter, frischer und sonniger. Grandiose Melodien, immer schon ein Markenzeichen der Band, formen ein stimmiges, einheitliches Werk, das beim Lauthören richtig Spaß macht.
Nicht nur für Fans
Wen die Band in den letzten 25 Jahren begleitet hat, der wird das neue Album sicherlich lieben. Aber nicht nur Fans von "Dinosaur Jr." sollten sich das neue Album genauer anhören und genießen: Vor wenigen Jahren erlebte Nirvana einen neuen Höhenflug. Erstaunlich aber wahr, die Band war vielen Kids nicht mehr bekannt und wurde neuentdeckt. Dinosaur Jr. sind zwar weniger Kult, nichtsdestotrotz aber ebenso wert neu entdeckt zu werden. Dreht die Lautstärkeregler bis zum Anschlag hoch und genießt. Als Anspieltipps für Fans und solche die es noch werden wollen Pieces, Plans und Over It.
Eine Warnung für Europa
Europäische Musikliebhaber sollten allerdings beim Kauf der CD Vorsicht walten lassen: Wie auf der Homepage der Band groß angekündigt ist, dürfte sich bei der Pressung der Tonträger ein Fehler eingeschlichen haben. Das Ergebnis soll nicht so klingen, wie die Band beansichtigt hatte. Das Label hat eine eigene Webseite eingerichtet, auf der genaue Details zu der fehlerhaften Pressung zu finden sind. KundInnen können ihre CD kostenlos umtauschen.
Alles beim Alten, gut so
Dinosaur Jr. sind die Alten geblieben. Oder besser gesagt, sie haben sich der alten Stärken besonnen. Und das ist wahrlich gut so. Die Reunion wurde von Vielen als Fehler bezeichnet, der wenig bringen wird. Doch die Musiker haben die SkeptikerInnen eines Besseren belehrt. Das Album hätte auch vor 20 Jahren erscheinen können. Damals - kurz nach dem Erfolgsalbum "Bug" - wäre die Band wohl als neues Highlight abgefeiert worden. Heute ist es deutlich stiller und ruhiger um "Dinosaur Jr." - aber das dürfte der Band gut tun, denn die ist lauter und besser denn je. (Gregor Kucera, derStandard.at, 05.07.2009)
Link:
Dinosaur Jr.
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Eine CD/DVD-Box bietet einen Querschnitt durch die Karriere des britischen, jetzt in Österreich gastierenden Singer/Songwriters
Der einstige Drummer und Sänger von The Band hat seine "Midnight Ramble"-Show in das legendäre Ryman Auditorium in Nashville gebracht
Die Singer/Songwriterin im Gespräch über fragwürdige Vergleiche, ihre aktuelle Zusammenarbeit mit Ex-Rolling-Stone Bill Wyman und den Nutzen von Gratis-Musik
Der französische Gitarrist und Begleiter von Willy DeVille, Bob Dylan und Carla Bruni hat mit "undone" ein höchst gelungenes Solo-Album veröffentlicht
Der Sänger und Organist der Allman Brothers beweist auf seinem ersten Solo-Album seit 14 Jahren, dass es ihm an "Soul" nicht mangelt
Die kalifornische Songwriterin Emily Jane White wandelt auf ihrem dritten Album "Ode To Sentience" erneut auf schattigen Pfaden - sie kann nicht anders
Der New Yorker Musiker über seine Zusammenarbeit mit Größen wie Tom Waits und Solomon Burke, Gitarrenfetischismus und sein neues Album "Silent Movies"
"Songs Of L. And Hate": Christiane Rösinger schreibt Klagelieder zum Mitsingen und Mitleiden
Antony and the Johnsons legen mit "Swanlights" ihr viertes Studioalbum vor
Verhatscht war gestern: Die Wiener Gitarrenpopband setzt neue Maßstäbe
Neue Tonträger von Lloyd Cole, Dean & Britta, Emiliana Torrini, Tätärä, Northern Portrait, Dirk Darmstaedter & Bernd Begemann sowie Frazey Ford
Von immerwährend kreisenden Vögeln, Gräbern im Kopf, toten Kindern und hassenden Greisen
Zwei steirische Hundsbuben, die den Frühling entdecken und mit Blick aus dem Fenster leichtfüßig den Sommer bringen
CocoRosie schaffen mit ihrem vierten Album "Grey Oceans" ein Destillat ihrer musikalischen Ideenwelt
Nach sieben Jahren Pause kehrt Natalie Merchant mit dem beeindruckenden Doppelalbum "Leave Your Sleep" zurück
Gehaltvoll, aber gut verdaulich: Seabear servieren ihre zweites Album "We Built A Fire"
Von einem der auszog, um Blech zu produzieren - und in flirrender Wüstenhitze Gold daraus werden lässt
Nach sechs Jahren Pause führt Valerie Trebeljahr mit "Our Inventions" zurück in klangliche Kristallwelten
The XX, vier Teenager aus Südwestlondon, haben mit "XX" den Spagat aus melodiösem Pop und reduzierter Elektronik geschafft
Owen Pallett schickt auf seinem dritten Album den Farmer Lewis auf eine Reise zu sich selbst und die Hörer in eine farbenfrohe Klangwelt in 3D
Zwischen Kante und Coldplay: Tröstende Worte auf dem Debütalbum der ostfriesischen Band Enno Bunger, "Ein bisschen mehr Herz"
Jackie Oates, junge Folkfrau aus England, füllt auf ihrem dritten Album "Hyperboreans" gekonnt neuen Wein in alte Schläuche
Grob skizziert wider die Beliebigkeit: Mit "Goodnight Unknown" zieht sich Lou Barlow wieder in die Intimsphäre zurück
Verruchte Vamps und Desperate Housewives der 70er Jahre: Ein vergessenes Kapitel deutschsprachiger Musikgeschichte
Der US-Singer/Songwriter seziert auf seinem jüngsten Album den American Dream und lässt wieder die Gitarren regieren
Rock-Zampano Jack White gönnt sich mit Dead Weather eine Drittband und entführt lustvoll in die düsteren Untiefen des Dies- und Jenseits
Das zweite, bessere Best-of-Album der Post-Britpopper Blur erzählt die Geschichte von Aufstieg und Wandel von Cool Britannia
Reiche Jungs, dumme Mädchen und alte Drecksäcke: Was Linda Carlsson alias "Miss Li" auf "Dancing The Whole Way Home" bewegt
Vom Bisamberg nach Hernals oder die Suche nach dem Entrischen: Schön schauriger Streifzug durch die "Woed" in Wien
Regina Spektor breitet mit ihrem fünften Album "Far" ihren eigenen musikalischen Kosmos weiter aus
Das dritte Album der Lieblingsband aus Newcastle bietet neben Krisensound vor allem Stagnation auf hohem Niveau
Patrick Wolf hat sein viertes Album "The Bachelor" durch Fan-Unterstützung finanziert - zwei InvestorInnen ziehen Bilanz
Ein Tribute-Sampler zu Ehren der Goldenen Ära des Neuseeland-Pop: "Not Given Lightly" aus dem Hause Morr
Der Musiker und Produzent (U2, Dylan, Neil Young) über ungewöhnliche Aufnahmeorte und sein Band-Projekt Black Dub
Warum der Musiker Autobiografisches ebenso wie den Blues meidet und es eine andere Download-Kultur braucht
Nichts ist so schön auf der Welt, wie betrunken traurige Musik zu hören - zumindest eine Albumhälfte lang
Gegensätze ziehen sich an: Neues aus Mali, einem der musikalisch reichsten Länder Afrikas
Yann Tiersen hat für einen Film über den französischen See-Helden Eric Tabarly kongeniale Musik beigesteuert
Monster, Mord und Macheten: Tito Larriva hat für Liebhaber kultiger Trashprodukte wieder schaurig schöne Horrorgeschichten zu erzählen
Ein vorgeblicher Holzfäller beweist, dass mangelnde Zielorientierung keinesfalls mit dem Verlust gelassener Zuversicht einhergehen muss
Ein Nachtrag zum Plattenjahr 2005: Im Wohnzimmer mit dem Songwriter, Sänger und Ausnahmegitarristen Richard Thompson
Niemals ein Buch nach dem Umschlag beurteilen: Hinter dem gesichtslosen Cover verbirgt sich ein aberwitziges Groove-Chaos, oder kurz: Ekstase
Von sanft bis zornig durchläuft die Platte alle Tempi und Gemütslagen, die einer Rockband aufs Wunderbarste zuträglich sind
... das vorerst letzte Mal, dass wir uns für die identitätsstiftende Band begeistern konnten
Düsternis light ist das Markenzeichen der Elektroniker aus Bayern
Das letzte Album mit Vocals der verstorbenen Lisa "Left Eye" Lopes
Fishing for a dream: Die Lieblingsplatte der Redaktion passt zu einem verregneten Sommerbeginn
Ein Damen-Vierer aus Northumbria covert Robert Wyatt und legt ein meisterliches Folkalbum hin
Die Seele ist ein weites Land, zerklüftet und dunkel ... wie die Musik der besten dänischen Band: "Schlag, mein schwarzes Herz"
Musik wie der Bote eines fernen Ereignisses - ein dänischer Geheimtipp
liegt aber nicht daran, dass von der fehlerhaften Reproduktion gerippt wurde sondern daran, dass das saubere Master Welten entfernt von einer wirklich sauberen Master ist.
Dieser "loudness war" ist das Dümmste worauf sich die Hörerschaft in den letzten 30 Jahren eingelassen hat. Da pimpen die Leut ihre mobilen mp3 Player mit teuren in-ear Stöpsel und dann konsumieren sie lowest fidelity productions wie:
MGMT, Dinosaur Jr., Social Distortion, Clap your hands say yeah, Metallica, RHCP, usw...
glatter Selbstbetrug!:-)
Ich liebe dieses Album, die Band lässt einfach nicht nach.
Leider gab's bei vielen in Europa ausgelieferten CDs Fehler im Master, weswegen es noch schwammiger als sonst schon klang.
Aber naja, deswegen kauft man ja auch Vinyl...
wieviel vinyl hab ich daheim stehen, vor allem punk latten, die vom CD master gepresst wurden. ich glaube kaum dass sich wer eine dinosaur jr auf vinyl kauft weil sie markant besser klingen soll als die europäische version der cd. schlussendlich wird es wohl deine sammlerleidenschaft sein (so wie bei mir auch). dafür bekommen die armen cd käufer auch einen klingelton angeboten!
im gegensatz zur cd-version von "farm", die bis zur unerträglichkeit gebrickwalled wurde (frequenzen auf dem maximalpegel), klingt die vinylausgabe jedenfalls wirklich wie von einem komplett anderen (sauberen) mastering. sogar falls die quelle digitaler natur sein sollte, ist in diesem fall die farm lp der klare Sieger.
Bist du sicher, dass du auch die "echte" CD, und nicht die fehlerhafte, gekauft hast?
"Please note that on the European CD version of the Farm album there is an audio problem. This occurred while duplicating the original master in a duplication studio. The problem occurred when the duplicate was produced, as the software program used for this duplication ‘doubled’ the sound layers. This resulted in a 3dB increase in the overall sound volume."
http://media.pias.com/dinosaurjrfarmcd
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.