Nokia setzt künftig voll und ganz auf Qt - auch bei Maemo

4. Juli 2009, 17:34
9 Postings

Übernächste Generation des eigenen mobilen Betriebssystem wird das Toolkit wechseln - Cross-Plattform-Entwicklung im Vordergrund

Nach dem Kauf von Qt-Entwickler Trolltech hatten es viele bereits erwartet, nun macht es Nokia offiziell: Das Unternehmen will künftig einheitlich auf das auch beim KDE als Basis verwendete Toolkit setzen, dies hat Quim Gil, Open-Source-Advocate bei Nokia in seiner Keynote am Gran Canaria Desktop Summit bekannt gegeben.

Harmattan

Durchgeführt wird der Wechsel allerdings erst mit der übernächsten Version der Software, Maemo 5 "Fremantle" wird hingegen noch Gtk+ / Hildon als Basis verwenden. Anschließend sollen hier aber die Rollen getauscht werden, die bisherige Toolkit-Lösung wird bei Maemo Harmattan nur mehr "Community Supported" sein.

Ankündigung

Das man diesen Wechsel schon so früh ankündigt, hängt damit zusammen, dass man langfristige Klarheit schaffen will. Nokias Interesse an dem Wechsel ist vor allem eine Vereinheitlichung der  Entwicklungsplattform, so könne man Qt künftig einheitlich für Maemo und Symbian aber auch beim Desktop einsetzen, so Gil.

GNOME

Bei Nokia streicht man aber auch heraus, dass diese keineswegs einen vollständigen Abgang von GNOME Mobile bedeutet, dieses bestehe aus wesentlich mehr als dem Toolkit. Den allergrößten Teil der hier zum Einsatz kommenden Technologien will man auch künftig weiterhin zum Einsatz bringen. Insofern sieht man sich auch in einer Situation Brücken zwischen den beiden Desktops zu schlagen, eine Rolle, die man künftig verstärkt einnehmen will. (Andreas Proschofsky [@suka_hiroaki auf Twitter] aus Las Palmas / Gran Canaria, derStandard.at 04.07.2009)

Link

Maemo

  • Artikelbild
    grafik: qt
Share if you care.