Windows 7: "Ultimate"-Version sorgt für Diskussionen

4. Juli 2009, 10:55
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KundInnen fühlen sich ausgenommen - Probleme bei Windows 7-Upgrade-Programm erwartet

Im Zuge der kürzlich gestarteten Windows 7- Upgrade-Initiative von Microsoft, sieht sich der Konzern nun einer Diskussion von enttäuschten "Ultimate"-KundInnen ausgesetzt. Der US-Softwarekonzern habe die Erwartungen bezüglich der zusätzlichen Funktionen in der "Ultimate"-Edition bei Windows Vista nicht erfüllt und solle bei Windows 7 nun diese Scharte ausbessern.

Benachteiligt und ausgenommen

Microsoft startete mit den OEM-Hersteller in diesen Tagen eine neue Initiative, die die PC-Verkäufe ankurbeln soll: KäuferInnen eines Windows Vista-Rechners können ihre Hardware nach der Veröffentlichung von Windows 7 - voraussichtlich im Oktober - auf das neue Betriebssystem upgraden. Nach ersten Berichten soll dieses Angebot vom Handel und den KundInnen sehr gut angenommen werden. Dennoch droht Ungemach in der Windows-Welt: In einschlägigen Foren, aber auch in den Feedbackformularen der Händler beschweren sich immer mehr KäuferInnen von Vista Ultimate, die sich benachteiligt und ausgenommen fühlen.

Zusatzfunktionen

Die teuerste Version des Microsoft-Betriebssystems sei, so die Meinung der KritikerInnen, sein Geld nicht wert. Die Zusatzfunktionen enttäuschend und auch beim Update-Programm habe man sich nichts Neues einfallen lassen. Die Auffassung vieler KundInnen dürfte sein, dass es sich offenbar kaum lohnt, die Zusatzkosten für die teure Ultimate-Version von Windows 7 in Kauf zu nehmen. Die bisher verfügbaren Ultimate Extras sind kaum der Rede wert - lediglich einige Spiele, Bildschirmschoner und andere Kleinigkeiten, die für die meisten KundInnen nicht ausreichen oder uninteressant seien, berichtet "CNet".

Umstieg auf schwächere Versionen

Laut dem US-Dienst würden daher zahlreiche AnwenderInnen einen Wechsel von Windows Vista zwar erwägen, nicht aber auf die teure Windows 7 Ultimate-Edition, sondern auf eines der anderen Pakete. Auch die Preispolitik von Microsoft wird einmal mehr diskutiert: so soll derzeit nur die Version Home Premium in Form eines stark vergünstigten Upgrades angeboten werden. Dies stößt bei den KundInnen, die einen hohen Aufpreis für die Ultimate Edition von Windows Vista bezahlt haben, auf Unverständnis. Microsoft solle ihnen vielmehr die Ultimate-Version von Windows 7 kostenlos zur Verfügung stellen, weil das Unternehmen seine Versprechungen bezüglich des Mehrwerts bei Windows Vista nicht eingehalten habe. Von Seiten Microsofts gibt es derzeit noch keine Stellungnahme zu dieser Thematik.

Was kann das Upgrade-Programm?

Microsoft-Expertin Ina Fried von CNet hat ein FAQ zum Thema Windows 7-Upgrades veröffentlicht. Darin findet sich unter anderem eine Auflistung der Pläne aller Hardwarehersteller für das Windows 7-Upgrade. Das Uograde-Programm startete am 26. Juni - KundInnen, die davor einen Vista-Rechner gekauft haben, schauen durch die Finger. Das Windows 7-Programm gilt für alle Vista-Rechner, einige Fragen gibt es noch bezüglich eines Umstiegs bei Netbooks. Hier gab es ja keine Windows Vista-Version. In Unternehmen ist ein kostenloser Wechsel nur bis zu 25 Rechner inkludiert, darüber muss bezahlt werden.(red)

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    Das Windows 7-Upgrade-Programm läuft laut ersten Meldungen sehr erfolgreich an - nur die Ultimate-AnwenderInnen fühlen sich vergessen.

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