Rot-Schwarz am Wort

3. Juli 2009, 18:31
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Drei Viertel der Redezeit in den wichtigsten Nachrichten des ORF kamen von Politikern der Regierungsparteien - Mit Grafik

Innsbruck/Wien - Monatlich errechnet die Innsbrucker Forschungsgesellschaft und APA-Tochter Mediawatch deutliche Präsenz österreichischer Regierungspolitiker in den wichtigsten Nachrichtensendungen des ORF, also des Landes. Das Halbjahr unterstreicht die rot-schwarze Dominanz: Drei Viertel der Redezeit in ZiB 1 und ZiB 2 beanspruchen SPÖ und ÖVP. Nur in der ZiB 24 kommt die Opposition häufiger zu Wort.

Pröll vor Faymann

Um die Vorherrschaft bei O-Tönen rittern Kanzler Werner Faymann (SPÖ) unter Parteivorsitzenden mit 55 Minuten und - sogar fünf Minuten länger - Vize Josef Pröll (ÖVP) mit 61 Minuten Redezeit in den drei Abend-ZiBs.

Wichtigste Themen von SPÖ und ÖVP waren zwischen Jänner und Juni 2009 EU-Wahl, Lehrerarbeitszeit, Vermögenssteuer und Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg. Der steirische Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) ist mit Abstand der Landeshauptmann mit der längsten Redezeit in den großen Abend-ZiBs. Am wenigsten zu Wort kommt Tirols Günther Platter (ÖVP).

Frauenanteil steigt leicht

Öfter, wenn auch immer noch vergleichsweise selten sind Politikerinnen am Wort. Der Frauenanteil steigt in der ZiB 1 leicht: 21 Prozent der Redezeit stammen von Politikerinnen, 2008 waren es überhaupt nur 15,6 Prozent. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 4./5.7.2009)

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    Faymann und Pröll haben viel zu sagen.

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