EU-Rechtsaußen-Fraktion hat Vorbehalte gegen FPÖ

Mölzer verhandelt über Mitgliedschaft

Brüssel  - Die FPÖ ist "prinzipiell" daran interessiert, der am Mittwoch im Europaparlament gegründeten Rechtsaußen-Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" beizutreten. "Wir stehen in Verhandlungen", sagte der freiheitliche Europaabgeordnete Andreas Mölzer am Freitag. Es sei jedoch "nicht einfach", da "ein oder zwei kleine Gruppen" Vorbehalte gegen die FPÖ hätten. "Sie kennen die FPÖ nicht und glauben, was die politisch korrekten Medien schreiben", sagte Mölzer. Auch aus Sicht der FPÖ gebe es "Schwierigkeiten", die beseitigt werden müssten.

Vorsitzender der aus Rechtsparteien gegründeten Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" ist Nigel Farage von der britischen Unabhängigkeitspartei (UKIP), die für einen Austritt Großbritanniens aus der EU kämpft. Die Fraktion hat derzeit 30 Abgeordnete aus acht EU-Ländern. Dominiert wird sie von der Unabhängigkeitspartei mit 13 Abgeordneten und der italienischen Lega Nord mit neun Mandataren.

Weiters dabei sind die griechische Völkische Orthodoxe Gesamtbewegung (LAOS) und die Dänische Volkspartei mit zwei Abgeordneten sowie die mit Libertas alliierte Rechtsaußen-Liste "Mouvement pour la France", die evangelikale SGP aus den Niederlanden, die Wahren Finnen sowie die Slowakische Nationalpartei mit je einem Mandatar. Die Mehrheit der Parteien gehörte in der vergangenen Parlamentsperiode den rechten und EU-skeptischen Fraktionen "Union für ein Europa der Nationen" und "Unabhängigkeit/Demokratie" an.

Aus dem Umfeld von Farage wurden die Gespräche mit der FPÖ bestätigt. Es sei möglich, dass die österreichischen Freiheitlichen noch zur Fraktion dazustoßen, hieß es. (APA)

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Das ist das Problem mit Nationalisten

Sie verfolgen alle die selben Ziele, doch miteinander können sie nicht....

"Sie kennen die FPÖ nicht und glauben, was die politisch korrekten Medien schreiben"


Starkes Zitat, diese Pöhsen aber auch! "Politisch korrekt", das klingt ja fast so abschätzend wie "Gutmensch" ;-)

die stossen sich wohl am wort "freiheit" in "freiheitlich"... aber mölzer wird ihnen schnell erklären können, dass es gar nicht so gemeint ist...

prima

ich hoffe die fpoe-waehler merken jetzt wie sinnlos eine stimme fuer diese partei ist....

das nenn ich brauner humor:

die fp ist sogar der rechtsaußen-fraktion zu rechts!

Wobei das schon recht skurill ist - in Großbritannien loben recht oft "gemäßigt rechts" stehende Prominente aus Politik, Unterhaltung, Sport, Religion Hitler und die NS Ideologie. Die rechten Parteien der nichtdeutschsprachigen west- und mitteleuropäischen Länder sind so rechts wie es die FPÖ ohne internationale Argusaugen auf Dt/Ö gern wäre.
Insofern sollte da mal nicht mit Steinen werfen wer im rechtsrechten Glashaus sitzt...

Ich frag mich wie dort eine Fraktionssitzung abläuft. Beschimpfen sie sich dort alle gegenseitig als böse Ausländer und schieben dem jeweiligen Gegenüber die Schuld für alles Schlechte im eigenen Land zu?

Oder sie erzählen wie sie die "Verräter" der anderen (Emigranten) die in ihren Ländern "Schädlinge" (Imigranten) sind diskriminieren.
Das würde der absurdität, die dieses "Gemeinsam gegeneinander" ist entsprechen

Nationalisten schätzen die Nationalisten anderer Länder. Daher auch die Affinität zB für aufrecht-antisemitische Araber von vielen FPlern - Araber sind scheinbar recht sympathisch, solange sie sin Arabien bleiben.
Ähnliches gilt für Bulgaren, Rumänen, Polen etc, die noch dazu Muslime, Juden, "Zigeuner" bekämpfen - und in ihrer geliebten Heimat bleiben (mit Ausnahme von einer Tätigkeit in Brüssel..).

nicht immer

aber dann wird die Fraktion wieder aufgelöst

Natürlich nicht,

... sie treten für mehr Rechte der Nationen ein.
Subsidiarität wäre vielleicht das politisch korrekte Wort dazu.

Da man hier über Verschleierungen der FPÖ-Anhänger schreibt!

Wie diese 88 usw., so braucht man nicht weit schauen, nur in den Krone Talksalon.
Dort hat jemand den Nicknamen aceace1.
Jetzt sprechen sie das auf englisch einmal aus.
SS1 kommt da heraus!
Zufälligerweise haben die Forenmanager der Krone das noch nicht bemerken wollen, oder bemerkt, obwohl da fest gegen linke und Ausländer gepostet wird.

Mit Verlaub, engl "ace" hat ausgesprochen mit engl "S" nichts gemein...
Aber unmöglich ist es in schlechtem Austroenglisch nicht..

Es könnte...

...aber auch einfach nur 2 x das Ass auf Englisch gemeint sein (od. eine der anderen Bedeutungen die ace auf Deutsch haben kann).

Unsere Gesellschaft ist so derartig versessen darauf überall etwas gestriges zu finden, das überall etwas heraus gelesen wird.

Bravo, Hans Holmes! Bravo!

Sprechen Sie meinen Nick mal auf Albanisch aus.

Na?

nickname verbieten

und sofort verhaften

wenn du´s spanisch aussprichst

(allerdings - villeicht absichtlich falsch geschrieben, statt: acheache) kommt HH heraus

Wahrscheinlich ist denen die FPOe zu rechts

„Lieber dumm statt FPÖ dumm !“

Da hat die Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" wohl ihren Slogan geklaut, ein bisserl verändert und schon regen sie sich auf.
Schön.

„Hellbraun statt dunkelbraun !“

Da hat die Fraktion "Europa der Freiheit und Demokratie" wohl ihren Slogan geklaut, ein bisserl verändert und schon regen sie sich auf.
Schön.

UKIP und FPÖ stimmen programmatisch (z.B. Immigration, EU Referendum) in einigen Punkten überein.

http://www.ukip.org/content/u... tions-2009

Probleme dürften bei der historischen Ausrichtung beginnen. Im Unterschied zu UKIP war die FP immer eine pro Europa Partei, ihre heutige Kritik richtet sich eigentlich nur gegen "Brüssel". Für UKIP hat der EU Austritt oberste Priorität, für die FP ist das nur der letzte Ausweg, sagte zumindest Mölzer im Wahlkampf. Historisch stehen die beiden Parteien sogar völlig auf der anderen Seiten: Commonwealth gegen Kontinent. Sollte die FP trotzdem in das Rechtsbündnis von UKIP und Lega Nord aufgenommen werden, dann kann das nur taktische (Geld) begründet werden.

Die FP historisch Pro Europa? Als geeintes Großdeutschland mit viel Lebensraum oder wie?

Ja, die FPÖ war tatsächlich die erste - und lange Zeit einzige österreichische Partei, die den EU (bzw. EWG-)-Beitritt Österreichs forderte, genauso wie den NATO-Betritt. Bis zum österreichischen EU-Beitrittsantrag. Dann nicht mehr. Haider-Taktik. Dichand ist noch immer auf dieser Welle - und sponsorte Haider ja auch.

Die FPÖ war ja sogar Pro-EU, bis es dann soweit war und Rot-Schwarz wirklich beitreten wollten. Dann waren sie dagegen. Und dann waren sie ja auch eine Zeit lang Pro-NATO, nur um nun dagegen zu sein.

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