Gutachter empfiehlt Zusatzprojekt

3. Juli 2009, 14:50
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Unter anderem soll die Besuchergalerie erneuert werden

Wien - In die Pläne zum Umbau des Parlaments kommt langsam Bewegung. Nun liegt ein Gutachten vor, das vom Baukomitee des Parlaments in Auftrag gegeben worden ist, um eine Kosten-Nutzen-Analyse für eventuelle Zusatzprojekte zu erstellen. Dieses Gutachten empfiehlt laut Parlamentskorrespondenz unter anderem die Überdachung der Innenhöfe und die Erneuerung der Besuchergalerie im Plenarsaal.

Das Baukomitee hatte sich im Frühjahr schon für einen großzügigen Umbau ausgesprochen, ein entsprechender Entschließungsantrag an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) ist damals von allen Fraktionen unterzeichnet worden. Mit dem aktuellen Gutachten sollte festgestellt werden, was neben Notwendigkeiten wie der Sanierung des Sitzungssaales noch realisiert werden könnte.

Gutachter Matthias Rant kam zu dem Schluss, dass folgende drei Projekte auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll seien: Ein "multifunktionales" Besucherfoyer im Erdgeschoß, beziffert mit rund 7,7 Millionen Euro, die Überdachung der Innenhöfe (3,6 Millionen Euro) sowie "multifunktionale Kommunikationsflächen" im Dachbereich inklusive Fluchtstiegen (9,9 Millionen Euro).

Ein vierter Vorschlag, die Erneuerung von Balkon und Besuchergalerie im Plenarsaal (3,6 Millionen Euro), ist demnach zwar ökonomisch "nicht zu begründen", doch würden sich daraus eine behindertengerechte Gestaltung und allgemein mehr Qualität für die Besucher ergeben. Die Kostenschätzungen für alle Projekte unterliegen einer Schwankungsbreite von 30 Prozent.

Die nächste Sitzung des Baukomitees findet am 8. Juli statt. Dann soll auch eine endgültige Empfehlung zum Umbau erarbeitet werden. (APA)

  • Langsam kommt Bewegung in Sachen Parlamentsumbau.
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    Langsam kommt Bewegung in Sachen Parlamentsumbau.

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