Techniker im Detail

Architektur, Informatik, Maschinenbau, Mathe

3. Juli 2009, 12:33

Ein Vergleich der Arbeitsmarktdaten für Absolventen in Technik und Naturwissenschaft der Jahre 2007 und 2008 zeigte bereits im Vorfeld der Krise einen österreichweiten Rückgang der Stellenausschreibungen um 18,84 Prozent. Die Anzahl der Stellenangebote für berufserfahrende Techniker und Naturwissenschafter gingen in dieser Zeit stärker zurück, und zwar um 27,09 Prozent. Diese Zahlen zum Arbeitsmarkt für Absolventen technischer Studienrichtungen in Österreich stammen aus dem Technik Report 2009 des TU Career Centers in Wien. Die Daten beruhen auf den Absolventenstatistiken der TU Wien und des bm:wf sowie den Arbeitsmarktdaten der unikat Hochschulinformationssysteme.

Zur Architektur

Bereits 2007 gab es österreichweit mehr Absolventen als Stellenangebote, die Differenz vergrößerte sich allerdings 2008 weiter. Derzeit gibt es besonders schlechte Beschäftigungsaussichten für Architekturabsolventen. Für österreichweit 503 Absolventen gab es lediglich 116 ausgeschriebene Einstiegspositionen. Hier allerdings viele freiberufliche bzw. Projektstellen, die oft nicht veröffentlicht werden. Rückgang der Stellenangebote von 2007 auf 2008: rund 60 Prozent.

Zur Informatik

Relativ ausgeglichen sieht der Arbeitsmarkt bei Informatikern aus, mit einem annähernden Verhältnis von 1:1 - also pro Jobangebot ca. ein Absolvent. Derzeit gibt es immer noch gute Beschäftigungsaussichten für Informatikabsolventen.

Für österreichweit 1014 AbsolventInnen gab es 984 ausgeschriebene Einstiegspositionen. Hier allerdings haben viele Absolventen bereits relevante Berufserfahrung, sodass teilweise auch die 334 Stellen mit erforderlicher Berufserfahrung zu berücksichtigen sind - darüber hinaus zählen zu den Informatikabsolventen bereits auch die Bachelorabsolventen, von denen ein Großteil an der Uni bleibt und einen Master inskribiert und somit nicht direkt am Arbeitsmarkt verfügbar wird (von den 679 TU Wien-Absolventen waren z.B. bereits rund 50 Prozent Bachelor, von denen wiederum rund 85 Prozent weiter studierten). Der Rückgang der Stellenangebote von 2007 auf 2008 war österreichweit vergleichsweise gering, war also noch weniger stark betroffen als andere Studienrichtungen: rund acht Prozent (90 Stellen) weniger.

Zum Maschinenbau

Für Maschinenbauer gibt es immer noch ausgezeichnete Beschäftigungsaussichten in Österreich - weiterhin besteht ein großer Mangel an Absolventen. Für österreichweit 116 Absolventen gab es 918 ausgeschriebene Einstiegspositionen, also für jeden Absolventen rund acht offene Jobs. Der Rückgang der Stellenangebote von 2007 auf 2008 war österreichweit vergleichsweise gering und war ebenfalls noch weniger stark betroffen als andere Studienrichtungen: rund zehn Prozent (105 Stellen) weniger.

Zur Mathematik

Im Bereich Mathematik gibt es derzeit einen besonders starken Rückgang am Stellenmarkt und sehr schlechte Beschäftigungsaussichten. Für österreichweit 173 Absolventen gab es lediglich 79 ausgeschriebene Einstiegspositionen. Rückgang der Stellenangebote von 2007 auf 2008: rund 44 prozent. Von der Finanzkrise sind Mathematikabsolventen besonders stark betroffen. (red, derStandard.at)

Carlos Clementin
00
19.10.2009, 16:57
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