Polizei

Anarchisten planten Anschlag auf Bahnlinie

03. Juli 2009 09:59

40 Verdächtige - Durchsuchungen in mehreren Städten

Rom - Zwei italienische Anarchisten, die nach Angaben der Polizei einen Anschlag auf eine Bahnlinie in Mittelitalien planten, sind festgenommen worden. Die beiden Männer planten demnach ein Attentat auf der Bahnstrecke zwischen der Stadt Orte in der Provinz Viterbo und der Adria-Hafenstadt Ancona, teilte die Polizei am Freitag mit.

Im Rahmen der Untersuchung nahm die Staatsanwaltschaft von Perugia Ermittlungen gegen 40 mutmaßliche Anarchisten wegen umstürzlerischen Plänen auf. Durchsuchungen wurden in mehreren italienischen Städten durchgeführt.

Verschärfte Kontrollen

Aus Sorge vor Anarchisten-Protesten am Rande des am kommenden Mittwoch beginnenden G-8-Gipfeltreffens in L'Aquila haben die italienischen Behörden die Kontrollen verschärft. Wegen des G-8-Gipfels hat Italien die Schengen-Bestimmungen außer Kraft gesetzt und vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt. Die Maßnahme soll bis 15. Juli dauern. Betroffen sind auch die Grenzübergänge zwischen Österreich und Italien. (APA)

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13 Postings
kruazimuageli
23.07.2009 17:43
die italienischen anarchisten

waren doch früher besonders bei den eisenbahnern relativ stark vertreten?! sie werden doch nicht ihr eigenes "backbone" zerstören? selbst wenn es heute keine anarchos bei den ferrovie mehr gibt, ein bißchen historisches wissen + pietät würden sie davon abhalten, bahnlinien zu sprengen, denk ich.

ich halte das ganze aber sowieso eher, wie viele vorposter, für eine meldung mit fragwürdigem wahrheitsgehalt.

Fritz Wunderlich
20.07.2009 17:59

ist doch usus der rechtsextremen, auf zivile züge anschläge zu verüben
soll wohl von den bettgeschichten ablenken, terror gegen sex

Ernst Guevara
03.07.2009 14:14
das hat ja in italien eine lange tradition

in den 1970/80ern verübten faschisten in kooperation mit den "sicherheits"behörden anschläge,die dann anarchisten in die schuhe geschoben wurden.im rahmen dieser als "strategie der spannung" bekannten verbrechensserie wurden laut wikipedia mehr als 200 menschen getötet und etwa 600 verletzt,am bekanntesten war der anschlag auf den hauptbahnhof von bologna 1980 mit 85 toten und über 200 verletzten.hoffentlich wird diesmal nicht wieder ein anarchist aus dem fenster einer polizeiwachstube gestossen und nachher die "selbstmord"-lüge verbreitet.und hoffentlich richten die carabineri nicht wieder demonstranten durch kopfschuss hin wie in genua 2001.hatten wir doch alles schon,scheinbar fährt berlusconi auf staatsterrorismus ab wie damals.

Avicenna
 
28.07.2009 09:54

Volle Zustimmung. Kennen sie auch das Buch von Werner Raith über die Ermordung von Aldo Moro? Bekommt man, soweit ich weiß, nur noch antiquarisch.

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
03.07.2009 13:48
So "gefährlich" wie unsere Tierschützer ...

... aber genauso unbeliebt bei der Regierung!

Italien hat ein Mafia Problem und deren Pate ist vermutlich nicht nur ein Kinderschänder sondern auch ein EU-Ratsmitglied!

Träume sind Schäume
03.07.2009 12:32
Na dann

Wenn diese Typen so auf Anarchie stehen soll man die Bürgerwehren auf sie hetzen.
Mal sehen wie ihnen das gefällt wenn der Rechtsstaat SIE nicht schützt.

Fritz Wunderlich
20.07.2009 18:00

aha, ein neofaschist

Unzeit-gemäß
03.07.2009 14:43
Abgesehen einmal davon, dass "Meldungen" der italienischen Polizei ...

... im Vor- und Umfeld von G8-Treffen erfahrungsgemäß mit äußerster Vorsicht zu genießen sind - das neuerliche Von-der-Leine-lassen der Schwarzhemdenbanden hat doch nichts mit dem Fehlen einer Staatsgewalt zu tun; es ist vielmehr eine Maßnahme der Staatsgewalt. Die italienische Oligarchie stellt, wie damals 1921/22, klar: "Die Justiz gehört uns, wir können als Hilfspolizisten rekrutieren, wen immer wir wollen, und wegschauen, wann immer wir wollen."

Stachanow, Mitarbeiter des Monats!
 
03.07.2009 13:49
Sie glauben den Schwachsinn doch wohl nicht!?

Raptor Jesus
08.07.2009 09:00
Idioten glauben, was sie wahrhaben wollen

Lächerlicher Rechtfertigungsgrund, halt.

Wolf_001
 
03.07.2009 11:14

die "eliten" sollten sich daran gewöhnen, wenn es vielen immer schlechter geht, die überwachung aber steigt, kippt das system!

sobald die menschen das gefühl haben in einem besetzen land zu leben, erhalten "kleinkriegsverbände" schnell den rückhalt der bevölkerung!

Major Van Dach hat dazu ein gutes buch geschrieben!

Träume sind Schäume
03.07.2009 12:42
Hey neue Nachrichten

Bei den letzten Europawahlen haben linksextremistische Parteien massiv VERLOREN.
Und in Italien hat Berlusconi einen großen Teil der Regionalwahlen gewonnen.

red alert
 
03.07.2009 15:05
Massive verluste...

kann ja sein. Die Kommunistische Bewegung hat in Italien seid Ende der 70er Jahre alle Wahlen verloren und ihren Wähleranteil erfolgreich von ca. 30-35% auf unter 6% dezimiert. Diese 6% teilen sich auf 3 kommunistische Parteien auf und sind daher nicht im eu-Parlament oder sonstwo vertreten.


Anarchisten treten soviel ich weiß in Italien nicht als Partei an, waren aber ganz gerne in der RadikalenPartei tätig!

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