Singles erkranken häufiger an Demenz als Paare

4. Juli 2009, 08:07

Partnerschaften bedeuten "kognitive und soziale Herausforderungen"

Paris - Alleinlebende Menschen erkranken im hohen Alter häufiger an Krankheiten wie Demenz und Alzheimer als ihre in einer Partnerschaft lebenden Altersgenossen. Wie eine am Freitag in der Fachzeitschrift British Medical Journal (BMJ) veröffentlichte Studie ergab, liegt das Risiko kognitiver Schwächen im Alter bei denen, die mit rund 50 Jahren ohne Partner leben, doppelt so hoch wie bei Menschen, die im mittleren Alter verheiratet oder in einer Beziehung sind.

Risiko steigt

Beinahe dreimal so hoch lag das Risiko dann, wenn die Probanden im mittleren Alter geschieden oder verwitwet waren und keine neue Partnerschaft mehr eingegangen sind.

Für die Studie befragte das schwedische Karolinska-Institut in den 70er und 80er Jahren 2.000 Menschen im Alter von rund 50 Jahren. Etwa 1.400 von ihnen wurden 1998 erneut interviewt. Ein Grund für die Ergebnisse könne nach Angaben der Autoren der Studie sein, dass Partnerschaften auch "kognitive und soziale Herausforderungen" bedeuteten, was Demenz vorbeuge. Bei der Studie traten zudem Unterschiede zwischen Männern und Frauen zutage - alleinlebende Männer waren gefährdeter als alleinlebende Frauen, im Alter an Demenz oder Alzheimer zu erkranken. (APA/AFP)

 

Kommentar posten
15 Postings
gastrosoph
00
So

Hier, was der Artikel verschweigt, nämlich die biologische Beziehung zum untersuchten Problem:
The participants came from two regions in Eastern Finland. They were initially surveyed at around 50 years of age and again around 21 years later. Participants were divided into the following groups: married/cohabitant, single, divorced or widowed. The team also investigated whether there was a link between living alone and being a carrier of the apolipoprotein E e4 gene variant (or allele), the known genetic risk factor for Alzheimer's disease.

franzonkel
02
Aus (fast) eigener Erfahrung

kann ich erzählen...

bis fast zu seinem 80er war mein Vater ganz gut drauf. Hat allein gelebt nach dem Tod meiner Mutter.

Nach einem Beinbruch ist er kaum mehr aus dem Haus gegangen, hat fast ausschliesslich fern-gesehen.

Dazu kamen dann noch ein paar kleinere, versteckte Schlaganfälle, und bald wars vorbei mit seinem Gedächtnis, und er hat mir die Erlebnisse des gestrigen Tages in 5-Minutenabständen immer wieder erzählt.

Ich seh da mehrere Faktoren zusammenwirken.

Markus M.
00
Sensationsmeldung: Demente oefter Single!

FinalDestinati0n
00

Ist ja logisch.

Paare müssen sich ja allerhand merken.

Hochzeitstag,Geburtstag,Valentinstag,1-monatiges,2-monatiges,Jahrestage,etc-...

geordie
01
ja, aber nur die Frauen

Männer merken sich das eh nie ;-)

fischkopp
01

Lieber am Ende blöd als zuvor lebenslang von einem "Partner" genervt.

A Voice
01
ob da wer

wirklich erst am Ende verblödet?

gawi
 
12

erst im hohen Alter? Ich weiß jetzt schon teilweise nicht mehr, ob ich mit einer schon mal was hatte...

Liberalix
01
Zwei ...

... merken sich eben mehr als einer.

Norbert Müller
 
01
und schon wieder eine studie!

aber WARUM wird am 04. Juli 2009 das ergebnis einer studie veröffentlicht bzw. darüber berichtet wenn die basis der studie, die befragung der menschen, vor 11 jahren stattgefunden hat?

was ist das wieder für ein alter käse?

Lukas Chen
00
Die Forschung der Statistik braucht Zeit

Nachdem Wiederinterview vor 11 Jahren stattfand, muss man noch Dataien analysieren und die Ergebnisse nach statistischer theorie pruefen, und die korrelation zwischen
den Demenz- oder Alzheimerkrankheit leidenden Probanten und den ganzen gesammelten Dateien vergleichen und rechnen. Dann kann man erst das Ergebnis in einer Fachzeitschrift veroeffentlichen.

Liberalix
01
Sommerloch?

Oder schlicht und einfach vergessen.

Der Österreicher
01

Warum nicht? Wissen soll ja allen zugänglich sein, nicht nur den Menschen die vor 11 Jahren Zeitung gelesen haben.

Franz Speck
 
02
Wenn man nicht mehr arbeiten geht und auch sonst keine sozialen Kontakte hat,

ist es kein Wunder, dass manche verdummen.

Aber selbst mit PartnerIn laufen viele herum, die schon halb verblödet sind. Es gibt so viele Möglichkeiten sich intellektuell zu beschäftige, aber wie viele nützen diese?

Wurde hier auch wieder zwischen Mann und Frau unterschieden? Übrigens gibt es mehr Apfel- als Birnenbäume.

gastrosoph
00
Stimmt!

An sich ein anerkanntes Institut; muss mir die Studie mal näher anschauen. Das Menschen, die nach Jahrzehnten Ehe allein leben und daran erkranken, ist aber nun wirklich nichts Neues - schon den Siebzigern gab es Untersuchungen diesbezüglich.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.