Wunderwaffe Range-Extender?

5. Juli 2009, 22:26
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Schon in ein, zwei Jahren will man bei Chevrolet und Opel Elektroautos mit Range-Extender lancieren

Das ist ein kleiner Benzinmotor, der die Batterie nachlädt, wenn die Reichweite zu Ende zu gehen droht. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Hybridauto ist, dass es hier keine direkte Verbindung vom Verbrennungsmotor zu den Antriebsrädern gibt. Das spart Gewicht und technischen Aufwand, denn auch ein kompliziertes Schaltgetriebe mit fünf oder sechs Gängen entfällt.

Das Konzept ist nicht neu, dieselelektrische Loks arbeiten genauso nach diesem Prinzip wie große Muldenkipper in Bergwerken. Es wird hier deshalb angewandt, weil die Antriebsmomente für herkömmliche Antriebsachsen zu groß wären. Signifikanter Nachteil: Der Wirkungsgrad bei direktem Antrieb durch den Verbrennungsmotor ist auf jeden Fall besser als bei einem Umweg, bei dem man zuerst Strom generiert, um eine Batterie zu laden. Das gilt auch für die Lösung eines E-Autos mit Range-Extender. Diese Autos fahren nur so lange umweltfreundlich und kostensparend, solange sie mit Strom aus der Steckdose auskommen. Tritt der Range-Extender in Aktion, ist mit signifikant höherem Benzinverbrauch zu rechnen als bei normalen Pkws. Das heißt, die Gesetze der Physik werden dadurch nicht ausgehebelt.

Deshalb wäre es naheliegend, beim Betrieb mit Range-Extender die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen, zum Beispiel auf 80 km/h, wie etwa beim Fahren mit Notrad. Es soll ja auch dem Fahrer bewusst werden, dass es sich beim Range-Extender-Betrieb um eine Notsituation handelt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/3.7.2009)

  • Der Chevrolet Volt soll über einen Range-Extender verfügen.
    foto: werk

    Der Chevrolet Volt soll über einen Range-Extender verfügen.

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