Google wird menschlich

23. März 2003, 14:42
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Suchmaschine bietet neues Service an – Google-ForscherInnen beantworten gegen Bezahlung Mail-Anfragen

Die Suchmaschine Google ist ein mächtiges Werkzeug. Mit ihrer Hilfe kann nahezu alles Wissenswertes in den weiten des Internets aufgestöbert werden. Wird Google nicht fündig, können noch gewisse Metasuchmaschine (Der Webstandard berichtete) oder andere Hilfsprogramme (Der Webstandard berichtete) Abhilfe schaffen. Trotz allem aber kann auch auf diese Weise die Informationsbeschaffung misslingen.

Google Answers

Hier setzt das neue Service aus dem Hause Google an. Google Answers verlässt sich nicht auf technische Lösungen, hier kommt die menschliche Intelligenz in Spiel. So genannte Google ForscherInnen (Researcher) suchen die Lösung für nahezu jedes Problem. Das ist allerdings nicht gratis, UserInnen können sich aber schon ab 2.50 Dollar helfen lassen.

Wie es geht

Fragen werden einfach an die derzeit über 500 Google ForscherInnen gemailt. Deren Lohn kann übrigens von den wissensdurstigen UserInnen selbst festgesetzt werden. Ab 2.50 ist man dabei, das Höchstangebot ist 200 Dollar. Bezahlt werden muss nur, wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist. Besonders gute Sucheergebnisse können mit einem Trinkgeld belohnt werden, allerdings gibt es auch die Möglichkeit, sein Geld zurückzuverlangen .

Antwort

Ist eine gestellte Frage beantwortet, erhält der Fragesteller ein eine E-Mail-Benachrichtigung von Google. Die Antwort ist auf der Google Answers Website für die Öffentlichkeit zugänglich, UserInnen haben daher die Möglichkeit, weitere hilfreiche Tipps zu posten.

Researcher unter Druck

Um qualitativ hochwertige Antworten auch auf Dauer zu garantieren, werden die Google ForscherInnen benotet. Ein dauerhaft schlechtes Rating kann dann durchaus das Ende der Karriere eines Researchers darstellen. Derzeit stehen die Chancen auf eine Einstellung als Google ForscherInn aber ohnedies schlecht, der Andrang ist laut Google einfach zu groß.

Was darf man nicht fragen

Natürlich werden nicht alle Fragen beantwortet. Private, persönliche Informationen, Mithilfe zu illegalen Aktivitäten, Examen und Hausarbeiten dürfen zum Beispiel nicht erfragt werden. Eine Liste der verbotenen Fragen finden Sie hier.

Testphase

Google Answers befindet sich derzeit in der Beta-Testphase, Beispiele für bereits beantwortete Fragen können hier betrachtet werden. (red)

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