Frauen lächeln häufiger als Männer

22. April 2003, 18:17
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Grund: Anpassung an Geschlechterrolle - Spielen beide Geschlechter in selber sozialer "Liga", steht Position in Gesellschaft über dem Geschlecht

New Haven/Connecticut - Frauen lächeln häufiger als Männer und setzen das Lächeln bewusst zum Auflösen von angespannten Situationen ein. Zu diesem Schluss kommt die Psychologin Marianne LaFrance von der University of Yale nach der Auswertung von 186 Studien. Der Unterschied schwindet aber, wenn sich Frauen in ähnlichen Machtpositionen wie Männer befinden. Spielen beide Geschlechter in der selben sozialen "Liga", steht die Rolle in der Gesellschaft über dem Geschlecht, schließt LaFrance.

Anpassung an Geschlechterrolle unter Beobachtung

Der größte Unterschied in der Lächelhäufigkeit zwischen Männern und Frauen tritt unter Beobachtung zu Tage. Fühlen sich Menschen beobachtet, orientieren sie sich in ihrem Verhalten am stärksten daran, wie es in ihrer Kultur der jeweiligen Geschlechterrolle entspricht. Sobald aber eine Spannung in der Luft liegt, wollen Frauen diese mit einem Lächeln abfangen. "Frauen verrichten dabei so genannte emotionale Arbeit. Der beste Weg dafür ist zu lächeln und die Harmonie wieder herzustellen", erklärt die Psychologin. Die Lächelhäufigkeit ist darüber hinaus länderspezifisch. So ist der Unterschied zwischen lächelnden Frauen und Männern in den USA und Kanada größer als in England oder Australien. (pte)

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    Die emotionale Arbeit Lächeln leisten Frauen laut US-Studie öfters als Männer.
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