Ausruhen in Thailand

6. Juli 2009, 16:22
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Die beiden Asienreisenden landen in einer 5-Sterne-Klinik in Bangkok und gönnen sich im Anschluss eine Auszeit, ehe es weiter geht nach Burma

Nachdem wir Kambodscha krankheitsbedingt etwas rascher als geplant verlassen haben, verbrachten wir einige Zeit in Thailand sozusagen auf Urlaub. Bangkok sollte in den nächsten Monaten immer wieder Anlaufpunkt werden, liegt es doch im Herzen Südostasiens und bietet uns auch immer wieder das Gefühl des Heimkommens.

Wir kennen Thailand und von früheren Aufenthalten und so war uns auch klar, dass Bangkok für unseren medizinischen Notfall eine sichere Anlaufstelle darstellt. Nach einer kleinen Odysee aus Kambodscha mit Taxi, Bus und TukTuk sind sind wir schlussendlich in einer 5-Sterne Klinik samt livriertem Portier mit weißen Handschuhen, Ledersofas in der Lobby und perfekt geschulten und vor allem perfekt Englisch sprechenden Ärzten gelandet. Nach einer kurzen Zeit der Unsicherheit und einigen Tests wurde unsere Angst vor einer allzu schweren Erkrankung (Dengue Fieber bzw. Malaria) nicht bestätigt, stattdessen Typhus diagnostiziert und entsprechende Medikation und Ruhe verordnet.

Gesagt getan verbrachten wir demnach mehrere Tage in einer Bucht in der Nähe von Krabi, die ich von früheren Aufenthalten kannte. Thailand bietet dem Besucher wohl eines der umfassendsten Angebote und ist für mich eines der schönsten Urlaubsländer. Neben den Traumstränden gilt es aber, die umfassende kulturelle, kulinarische und landschaftliche Vielfalt des Landes nicht außer Acht zu lassen, denn viel zu oft habe ich den Eindruck, dass Menschen berichten, "in Thailand gewesen" zu sein und bei genauerem Nachfragen lediglich von einem Resort auf einer Insel erzählen können. Ähnliches gilt natürlich auch für Kuba, die DomRep usw.

Wir waren also sozusagen auf (Zwangs)Urlaub. Klingt zwar vielleicht etwas merkwürdig (schließlich sind wir ja generell auf einer Reise), war aber dringend notwendig. Es haben sich bei uns im Laufe des Reisens Unmengen an Eindrücken angesammelt, sodass wir mit dem Verarbeiten einfach nicht mehr nachgekommen sind. Unsere Köpfe waren voll, beeindruckende Dinge sind an uns vorbei geschwommen ohne aufgenommen werden zu können.

Neben dem Auskurieren des Typhus haben wir die Tage am Strand verbracht - ohne allzuviele neue Eindrücke, aber mit viel Sport, Yoga, lesen, kurzum Regeneration für Geist und Körper. Gewohnt haben wir in einer kleinen Bambushütte an einem Strand namens Ton Sai. Meist schönes Wetter (Durchschnittstemperatur 33 Grad), gelegentliche Monsunreste, klares, grünes Meer mit ca. 25 Grad, noch wenig Touristen und die beeindruckendsten Kletterfelsen die ich je sehen und erklettern durfte.

Jetzt sind wir also wieder bereit für neue Abenteuer, alle Akkus sind aufgeladen - es kann weitergehen...

Nächstes Ziel: Burma / Myanmar: wir kommen. (Knut)

  • Ein kleine Auszeit war dringend notwendig.
    foto: knut

    Ein kleine Auszeit war dringend notwendig.

  • Der beeindruckendste Kletterfelsen, den ich je sehen und erklettern durfte.
    foto: knut

    Der beeindruckendste Kletterfelsen, den ich je sehen und erklettern durfte.

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