
02.07.2009 09:09
Obamas Regierung 2.0 (Beta)
E-Government à la Obama: Interaktive Websites machen Staatsausgaben transparent. Investitionen und deren Fortschritt können online kontrolliert werden, Postings via Twitter und Facebook inklusive. - 1 Foto
Web-2.0-Techniken wie soziale Netzwerke, Twitter oder iPhone-Apps haben Barack Obama geholfen, die Wahl zum US-Präsidenten zu gewinnen. Jetzt macht sich Obama daran, diese Onlinewerkzeuge für E-Government zu nutzen. Jetzt stellte sein CIO (Chief Information Officer) Vivek Kundra beim "Personal Democracy Forum" das "IT Dashboard" vor, mit dem Steuerzahler Staatsausgaben kontrollieren können.
Einblick in Homeland-Security
Das "Dashboard" (Armaturenbrett) ist ein interaktiver Zugang zu Daten, die sonst in Regierungsdatenbanken vergraben und nur Experten zugänglich sind. Damit bekommt man detaillierten Einblick, wie die 75 Mrd. Dollar für IT-Projekte in Ressorts von Homeland-Security und Verteidigung bis Bildung und Soziales ausgegeben werden. Dabei kann man, bis hin zu einzelnen Projekten in einzelnen Ressorts, sehen, was investiert wird, welchen Projektfortschritt es gibt, wie sich budgetierte gegenüber realen Kosten entwickeln und wie die Durchführung bewertet wurde. Abfragen können von Benutzern via Facebook oder Twitter leicht veröffentlicht werden.
Nur Anfang
Die IT-Projekte seien nur ein Anfang, sagt Kundra, und das IT-Dashboard ist derzeit noch in Beta-Version. Da Daten in unterschiedlichsten Formaten sind, gibt es erhebliche technischen Hürden bei der Zusammenführung. "Dashboard gibt Steuerzahlern ungefilterten Zugang zu Regierungsinformation", sagt Kundra, "das ist ein Kulturwandel in der Bürokratie, da ihre Arbeit dadurch öffentlich sichtbar wird". (spu/ DER STANDARD Printausgabe, 2. Juli 2009)
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