Anschuldigungen

Amnesty wirft Israel Kriegsverbrechen vor

2. Juli 2009, 18:26
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    Israel/Gaza: Operation ‘Cast Lead’: 22 days of death and destruction (pdf, 1,18 MB)

Regierungssprecher Regev: Falsche Anschuldigungen dienen nicht den Menschenrechten - Bericht zum Download

Wien - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht über den Krieg im Gazastreifen schwere Anschuldigungen gegen die israelische Armee. Israel habe während der 22-tägigen Kampfhandlungen im vergangenen Dezember und Jänner wiederholt und ohne militärische Notwendigkeit zivile Ziele angegriffen.

Die palästinensischen Angaben, wonach dabei hunderte Zivilisten und mindestens 300 Kinder starben, seien korrekt. Damit erhebt diese Woche bereits die zweite Menschenrechtsorganisation schwere Vorwürfe gegen Israel. Human Rights Watch stellte am Dienstag einen Bericht über den Einsatz israelischer Drohnen vor und kritisierte, dass trotz der Verwendung dieser Präzisionswaffen ungenügend auf den Schutz von Zivilisten geachtet wurde.

Amnesty geht noch einen Schritt weiter. Aufgrund der hohen Opferzahlen könne nicht von unbeabsichtigten Fehlern der Armee gesprochen werden. "Zumindest hat die Armee bei diesen Vorfällen grob gleichgültig gehandelt" , sagt Donatella Rovera, die für Amnesty die Feldmission in Gaza geleitet hat, im Standard-Gespräch. Damit sei das Kriegsrecht klar verletzt worden. Amnesty spricht auch von Angriffen gegen Rettungskräfte. Dass die Israelis Flugzettel mit Warnungen vor bevorstehenden Luftangriffen abwarfen und manchmal sogar anriefen sei nutzlos gewesen: Aus Furcht vor den israelischen Bodentruppen hätten die Menschen ihre Häuser nicht verlassen können.

Vorwürfe gegen Hamas

Amnesty wirft auch der Hamas Kriegsverbrechen vor: Die permanenten Raketenangriffe gegen zivile Ziele hätten bei der Bevölkerung in Südisrael Panik ausgelöst. Die Hamas habe zivile Gebäude in Gaza für den Abschuss von Raketen genutzt. Belege dafür, dass die Islamisten auch menschliche Schutzschilder einsetzten, gebe es aber nicht.

"Ein klar einseitiger Bericht, der die Realität ignoriert" , lautete dann auch die Reaktion von Mark Regev, dem Sprecher der israelischen Regierung. Im Gespräch kritisiert Regev, dass ein Teil des Amnesty-Berichtes auf Interviews im Gazastreifen beruht. "Die Menschen im Gazastreifen leiden unter dem brutalen Hamas-Regime. Wie kann man da erwarten, dass sie die Wahrheit sagen" , sagte Regev. Die israelische Armee hat die Hamas-Militärmaschinerie mit "chirurgischer Präzision angegriffen."

Amnesty wirft der israelischen Regierung auch vor, jedes Ansuchen um Auskünfte oder auch nur um eine Stellungnahme zu dem Bericht abgelehnt zu haben. Das bestätigte Regev, verwies aber darauf, dass Israel in der Vergangenheit problematische Erfahrungen mit Amnesty gemacht habe.

Weiterhin in Gang ist unterdessen noch eine Untersuchung des Krieges durch die Vereinten Nationen unter Leitung des südafrikanischen Juristen Richard Goldstone. Sein Bericht wird im August erwartet. (András Szigetvari/DER STANDARD, Printausgabe, 3.7.2009)

Kommentar posten
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Georg Schütt
31
Amnesty wirft ständig Israel etwas vor.

Nie etwas gerlesen oder gehört habe ich zu den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien, im Sudan, zum Georgien-Krieg, ...

Dafür aber werden ständig Spanien oder Österreich Vorhaltungen gemacht.

Auch die obesessive Bschäftigung mit Israel ist schon eigenartig.

gilad_1108
30
satz mit wayne...

wayne interessiert´s?!

Fritz Wunderlich
81

was fehlt, ist eine taxative namensliste

Fritz Wunderlich
61

Often, Palestinians do not deny that attacks or armed confrontations may have taken place in the vicinity of their property at some point prior to the destruction, but deny that their
property was used to carry out attacks.

Fritz Wunderlich
30

es war zwar schon da irgendwo, aber sicher nicht bei mir

Fritz Wunderlich
61

The figure is based
on data collected by Amnesty International delegates in Gaza and on cases documented in
detail by local NGOs and medical personnel in Gaza. According to Palestinian human rights
NGOs two thirds of those killed were civilians. Amnesty International delegates who carried
out research in Gaza in January-February 2009 did not have the time and resources to verify
all the reported deaths, but investigated dozens of cases comprising more than 300 victims,
more than half of them children and women, and gathered information from a wide range of
sources.

Fritz Wunderlich
30
bona fide

zur erläuterung fü die armen im geist: ai hält fest, dass sie definitiv nur etwa einige dutzend fälle untersucht hat, die etwa dreihundert oopfer umfassen, von denen mehr als 150 frauen und kinder waren
trotzdem schreibt ai von 1400 opfern, von denen die meisten zivilisten und von dennen wiederum die meisten frauen und kinder sein sollen
das ist wiederum die zahl der hamas, der pchr usw.

Fritz Wunderlich
71

During Operation “Cast Lead” some people were telephoned by the Israeli army and told to
leave their homes because they were going to be bombed after a few minutes.26 According to
Amnesty International’s information, except for one case,27 those who received such calls
complied with the orders and evacuated their homes before they were bombed.

F S 3
215
:) Leichte Panik herrscht zur Zeit im isrealischen Info-PR-Mini. Die letzte Megaphone-Kampagne (da werden alle diese lieben kleinen Poster-Heinzelmännchen zu koordinierten Posting-Aktivitäten aufgefordert)…

…die Gefangennahme von Cynthia McKinney durch die isr.Marine twittermäßig zu unterminieren und herunterzuspielen…

Der gleiche Unsinn, was schon im Falle des Iran nicht funktionierte, obwohl so ziemlich alle Medien weltweit, sofort brav auf den falschen Twitter-Zug aufsprangen.

Andreas S.
82

du bist doch auf twitter nur neidisch weil die leute auf twitter genauso bloedsinn wie fs3 schreiben, nur schaffen sie es in zwei zeilen ;-)

AFAIK gabs diese news auf cnn (30 juni um 01.24 GMT), haarez, fox new, also lange vor FS3 und twitter ;-)

Fritz Wunderlich
214

nach dem durchlesen des teils über die hamas, bin ich von der mangelhafte qualität des reports erschüttert, das meinen die doch nicht ernst:
ai fand keinen beweis, dass bei den untersuchten zielen kämpfer waren -gleichzeitig geben bewafnete gruppen zu, inmitten der wohngebiete geschossen, gekämpft zu haben, das ist wohl das lächerlichste und peinlichste, was ich je von ai gelesen und gehört habe

Der Kobold
212
Ihr schönes PR-Luftschloss

bekommt ein paar Risse - ein erster Schritt auf dem Weg zur realistischen Wahrnehmung?

Fritz Wunderlich
82

naja, wenn sich ai vor den hamas-karren spannen lässt, schadet es ai
dir kann nichts mehr schaden, blieb der geistige sozialfall, der du bist

Reddogg
 
210

Warum? Da wurden ausgewählte Aktionen untersucht. Ist dass so schwer für Sie zu verstehen dass gerade in diesen Fällen keine mil. Palästinenser unter den Toten und Verletzten waren?

gilad_1107
60
Da wurden ausgewählte Aktionen untersucht

genau, man muss sich nur die für israel schädlichen rosinen rauspicken...

Reddogg
 
25

Oje mehr Sachgrundlage wäre bei Ihnen arg von Nöten.
Dies sind belegte Aktionen wo man genug Informationen hat und Verdachtsmomente hatte.
Ich denke Sie hätten wirklich mehr Aktionen überprüft wenn es zumindest ein paar Informationen gebe, wie Fotos, Interviews, Beobachtungen etc....

Fritz Wunderlich
91

woher willst du das wissen, woher will ai wissen, ob dort welche waren oder nich?
bekanntlich haben sich die hamas-känpfer nicht als solche gekennzeichnet, daher ist das ein völliger schwachsinn, den ai da vorlegt
das muss konsequenzen für die organisation haben

Reddogg
 
25

1. Gibt es die Namensliste von PCHR und anderen Organisationen.
2. Ist bei diesen Namensliste 1. der Ort der Tötung eingetragen wie auch schon eine generelle Einstufung ob Zivilist, Resister oder Militanter. Genau deswegen gibt es ja auch jetzt noch Untersuchungen wo im Nachhinein Personen gefunden werden die der einen oder anderen mil. Organisation zugehören (bzw. wo man erst jetzt weiß dass sie dort zugehörten)

Fritz Wunderlich
61

und wo ist er veröffentlicht? warum hat ihn weder ai noch hrw berücksichtigt?

Reddogg
 
18

Die Seite von PCHR werden Sie wohl noch selbst öffnen können oder?
Und bei HRW sind doch alle Namen angegeben...und auch ob zum Zeitpunkt sie als Militante identifiziert werden konnten oder nicht.
Also ein wenig sollten Sie doch schon den Report lesen bevor Sie ihn kritisieren...

Fritz Wunderlich
41

aha, du hast also keinen link, woher nimmst du dann diese behauptungen??
und dann verwechselst du auch noch den ai-report, den ich kritisierte, mit dem hrw-report, den du jetzt nennst, ich nehme an, die sache wird zu komplex für dich, mon pauvre
nimm dir auszeit, trink a achterl und genieß die kronenzeitung

Reddogg
 
12

Sie sollten schon wissen was sie schreiben, hier nur mal als Erinnerungsstütze für Sie:
geschrieben am 06.07.2009 um 17:49
und wo ist er veröffentlicht? warum hat ihn der ai noch hrw berücksichtigt?
Wenn ich es könnte würde ich jetzt die Buchstaben "hrw" hervorheben. Damit auch Sie selbst wissen was Sie schreiben.
Und verallgemeinerungen sind schon was feines oder? Woher wollen Sie denn wissen dass ich in Österreich lebe???? *doh und kopfschüttel über soviel Dummheit*
Und hier der Link damit sie nicht auch noch dumm sterben, http://www.pchrgaza.org/files/Pre... -2009.html
Ich hoffe demnächst können Sie etwas mehr eigeninitiative an den Tag legen, es würde ihnen sehr gut tun, als vorgekochte Informationen nur zu wiederholen

Fritz Wunderlich
21

ich schrieb ja schon, das wird dir überkomplex, denn kritisiert habe ich nur den ai-report, was dem thread leicht zu entnehmen ist
aber danke für die pressemitteilung
das pdf ist dort
http://www.pchrgaza.org/files/Pre... 8/list.pdf
zwei probleme sind schon am ersten blick evident
die polizisten der hamas werden als zivilisten gezählt, jugendliche und kinder als unter oder gleich siebzehn, obwohl es bekannt ist, dass die hamas jugendliche einsetzt, als selbstmordattentäter und militante
fehlt noch der link zum hrw-bericht, der diese namensliste enthält

Reddogg
 
22

Soviel Sturrheit und Arroganz habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Können Sie nicht einmal selbst www.hrw.org eingeben und dort selbst nachdem Bericht schauen?
Was mich dann eigentlich zur nächsten frage bringt, wie können sie sagen dass HRW keine Namensliste anführt wenn Sie doch den Bericht anscheinend noch nicht einmal gesehen haben?
Ihre Glaubwürdigkeit sinkt von 0 ins Minus.
Aber für Sie der Bericht von HRW
http://www.hrw.org/en/report... ly-wrong-0
Und zum Thema Polizisten, dass sind die Polizeianwärter gewesen am ersten Tag, nur ein kleiner Teil konnte im nachhinein (nachdem der Report rauskam) wohl den mil. Organisationen zugeordnet werden, somit der Rest keine Militant unter dem GK-Gesichtspunkt.

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