Kindergeld

Koalitionskrach um AlleinerzieherInnen

2. Juli 2009, 11:40

Heinisch-Hosek verlangt Verbesserungen für AlleinerzieherInnen - Paket trotzdem "nicht gefährdet" - Marek sieht "Diskriminierung von Paaren"

Wien - Bei der als bereits zwischen SPÖ und ÖVP paktiert geltenden Reform des Kindergeldes spießt es sich: Die am Mittwochabend angesetzte letzte Verhandlungsrunde ist geplatzt. Schuld ist ein Streit um die Berücksichtigung von Alleinerzieherinnen: SP-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek fordert mehr Geld, um ihnen einen längeren Kindergeld-Bezug zu sichern. VP-Familienstaatssekretärin Christine Marek wirft der SPÖ die Blockade eines bereits fixierten Paketes vor.

Stein des Anstoßes ist die Frage, wie lange Alleinerzieherinnen das Kindergeld beziehen können. Grundsätzlich kann die volle Bezugsdauer nämlich nur dann ausgeschöpft werden, wenn beide Elternteile in Karenz gehen. Am Beispiel des Einkommensabhängigen Kindergeldes würde das bedeuten, dass ein Paar gemeinsam 14 Monate in Karenz gehen kann - eine Alleinerzieherin oder ein Alleinerzieher aber nur 12 Monate.

Marek möchte daher in besonderen Härtefeällen (etwa wenn der Partner polizeilich weggewiesen wurde oder in Haft sitzt) auch Alleinerzieherinnen einen um zwei Monate längeren Bezug ermöglichen. SPÖ-Chefverhandlerin Heinisch-Hosek sei das aber nicht genug gewesen, kritisierte Marek gegenüber der APA. Die Frauenministerin habe daher am späten Mittwochabend den Verhandlungstisch verlassen, obwohl man sich vorher auf die Kernpunkte der Reform geeinigt und auch sie von einem "tollen Paket" gesprochen habe.

Heinisch-Hosek möchte, wie sie heute bei einer Pressekonferenz betonte, die Frage, wie mit Alleinerzieherinnen umgegangen wird, nachverhandeln. Konkret will sie auch für alle Alleinerzieherinnen einen 14-monatigen Anspruch auf das Kindergeld. Dies auch deshalb, weil künftig der Kindergeldzuschuss für AlleinerzieherInnen gestrichen werden soll. "Diese Gruppe wird doppelt benachteiligt", sagte Heinisch-Hosek. Sie stellte klar, dass sie das Paket trotz allem nicht gefährden werde jedoch noch genug Zeit für eine Nachbesserung sei: "Dieser Meilenstein wird kommen."

"Diskriminierung von Paaren"

Marek hingegen fürchetet, dass durch die Forderung der SPÖ, Alleinerzieherinnen generell einen längeren Kindergeld-Bezug zu ermöglichen, das Ziel der Regierung gefährdet sei, die Väterbeteiligung bei der Karenz zu erhöhen. Heinisch-Hosek setzt hingegen auf Eigenverantwortung: "Es braucht schon auch die Motivation der Väter selbst."

Für Marek bedeute eine verbesserte Stellung der Alleinerzieherinnen auch eine "Diskriminierung von Paaren". Echte Härtefälle könnten aus ihrer Sicht auch anders abgefangen werden - etwa über die geplante Mindestsicherung. Sollten Alleinerzieherinnen die Möglichkeit erhalten, generell ohne Beteiligung des anderen Elternteils länger in Karenz zu gehen, dann würde das "Missbrauch Tür und Tor öffnen", befürchtet Marek. Ein längerer Kindergeld-Bezug für alle Eltern, deren Partner nicht im gemeinsamen Haushalt wohnt, wäre "ein massiver Anreiz, das tatsächlich so hinzubauen", betont Marek: "Warum soll dann überhaupt noch jemand miteinander offiziell im gemeinsamen Haushalt leben und sich dazu bekennen, Kinder gemeinsam großzuziehen, wenn es so viel lukrativer ist, das so zu handlen?"

Missbrauch fürchtet Heinisch-Hosek hingegen keinen: "Dieses Argument macht mich fassungslos." Es gäbe genug Möglichkeiten, den Anspruch nachzuweisen, etwa mittels Unterhaltsbescheid.

Der SPÖ wirft Marek vor, den Konflikt bewusst herbeigeführt zu haben. Sie kritisiert, dass Heinisch-Hosek für Donnerstagmittag eine Pressekonferenz zu dem Thema angesetzt hat: "Das bestätigt schon sehr den Verdacht, dass das von langer Hand geplant war, dass die Eskalation ganz bewusst herbeigeführt wurde und dass es einen Auftrag (dazu, Anm.) gegeben hat." Heinisch-Hoseks Sprecherin Dagmar Strobel wies das zurück.

"Blockade-Politik"

Würden Alleinerzieherinnen ebenfalls 14 Monate Kindergeld beziehen können - so wie es sich die SPÖ wünscht - würde das Mehrkosten zwischen 10 und 20 Millionenn Euro bedeuten. "Ich gehe favon aus, dass etwa 8000 Frauen davon betroffen sind", sagte Heinisch-Hosek.

Für Marek wäre diese Summe allerdings nicht finanzierbar, da für die Kindergeld-Reform 2010 insgesamt nur 25 Mio. Euro bereit stehen: "Wir haben einen gesetzlichen Budgetrahmen, der nicht überschritten werden kann."

Einkommensabhängiges Kindergeld

Damit liegt die zwischen SPÖ und ÖVP bereits vereinbarte Kindergeldreform vorerst auf Eis, auch wenn Heinisch-Hosek nach wie vor eine zeitgerechte Umsetzung will. Die bereits paktierten Eckpunkte: Ab 2010 soll es vier Kindergeld-Varianten geben - zu den bekannten (436 Euro für maximal 36 Monate, 624 Euro für 24 Monate und 800 Euro für 18 Monate) soll noch das einkommensabhängige Kindergeld (80 Prozent des letzten Nettoeinkommens für bis zu 14 Monate, mindestens 1000 und maximal 2000 Euro) dazukommen.

Ebenfalls vereinbart wurde eine flexible Zuverdienstgrenze für die ersten drei Kindergeld-Varianten: Statt 16.200 Euro sollen es künftig 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens sein. Nur für die einkommensabhängige Variante sind strengere Regeln geplant: Hier soll ein Zuverdienst nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze möglich sein. Ebenfalls geplant: Bei Mehrlingsgeburten soll es künftig in den ersten drei Varianten (und nicht nur in der 436-Euro-Variante) das eineinhalbfache Kindergeld geben. 

Evaluierung nach einer gewissen Zeit

Marek drängt auf eine Einigung in der Kindergeld-Frage in den nächsten Wochen, damit man einen Gesetzesentwurf ausschicken kann. "Wir müssen auf jeden Fall bis Mitte Juli schauen, dass wir in Begutachtung gehen", sagte sie. Spielraum für Nachverhandlungen mit der SPÖ sieht sie nur bedingt: "Der Kompromiss, der für uns denkbar ist, liegt seit gestern Abend auf dem Tisch." Allerdings sagt Marek eine Evaluierung der Neuregelung nach einer gewissen Zeit zu. "Die Evaluierung wird es sicher geben, nach einer gewissen Zeit. Das ist für mich eine Frage der Seriosität", sagte Marek. Bei dieser Gelegenheit könne man dann klären, ob "Weiterentwicklungsbedarf" bestehe.

Dass die geplante Streichung des Kindergeld-Zuschusses Geld für eine Ausweitung des Kindergeld-Bezugs für Alleinerzieherinnen frei machen könnte, weist Marek zurück, weil auch eine etwaige Abschaffung nicht "von einem Tag auf den anderen" schlagend würde. Außerdem werde die Neuregelung bis 2012 ohnehin zu budgetären Mehrbelastungen führen. (APA/red/derStandard.at, 02.07.2009)

Kommentar posten
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yenaron_859
 
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13.8.2009, 15:38
Alleinerziehende bleibt nur mehr die Hilfe vom Staat

Wenn der alleinverdienende Vater weg fällt, wer soll das Kind finanziell versorgen? Alleinerziehende Mütter sind ausgesetzte Menschen, oft auf Arbeitssuche, rastlos und getrieben. Sie haben es schwerer, sich zurecht zu finden.

loundy
 
10
mehr privat, weniger staat...?


"...Marek möchte daher in besonderen Härtefeällen (etwa wenn der Partner polizeilich weggewiesen wurde oder in Haft sitzt) auch Alleinerzieherinnen einen um zwei Monate längeren Bezug ermöglichen...."

jetzt müssen alleinerzieher auch noch nachweisen dass sie aus den, für die övp richtigen gründen, alleinerzieher sind...

was wenn ich als mann alleinerzieher bin...? heisst das ich hab keinen anspruch auf das gleiche geld weil meine frau mich nicht geschlagen hat...? sollte ich lieber eine lieblose ehe führen weil die övp fehlende liebe nicht als ausreichenden grund sieht sich zu trennen...?

und überhaupt: WAS GEHT ES DEN STAAT AN WARUM ICH NICHT MEHR MIT MEINEM PARTNER ZUSAMMEN BIN...?

Philippe Glatz
10
Marek sieht "Diskriminierung von Paaren"

und ich sehe eine Diskriminierung von Frauen. Die liegt aber komischerweise Frau Marek nicht so deutlich vor Augen. Wahrscheinlich glaubt sie, sie wäre ein Paar.

135
 
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Wegen einer Selbstverständlichkeit blockiert dieÖVP

eine sinnvolle Maßnahme? und dazu noch die Sanierung der Geiietskrankenkassen.
Wem will Pröll den Herrn zeigen? Den Versicherten, den unehelichen Kindern? Unter Kreisky wurden krasse Benachteiligung dieser kleinen Menschen beseitigt und nun steigt eine Familienministerin auf die ideologische Barrikade um das Rad der Geschichte zurückzudrehen?

"Gleiches Recht für alle", denn die Fiktion die Frau Marek aufstellt, daß hier nur Mißbrauch betrieben wird, ist eine üble Unterstellung.
Nur daß sich die Betroffenen nicht wehren können.

Alwis
 
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Wie viele Paare können die verlängerte Karenzzeit nützen?

Von wegen gleiche Chancen:

Wie viele Männer in einer aufrechten Beziehung können es sich leisten, mehrere Monate dem Brotberuf fernzubleiben?

Alwis
 
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Warum nicht Pflegegeld anstatt Eitertanz um Kinderbetreuungsgeld?

Für unsere Senioren wurde in Österreich das Pflegegeld eingeführt.
Nach Pflegebedarf gibt es von 1 – 7 ansteigend monatlich Pflegegeld.

Das ist eine durchaus sinnvolle Maßnahme, denn
* fast alle Menschen fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung am wohlsten.
* Betreuung in einem Heim ist bei geringerem Pflegebedarf nicht nötig und ca. doppelt so teuer als zuhause mit Pflegegeld der höchsten Pflegestufe.
* Die öffentliche Hand spart also Geld, wenn unsere Senioren zuhause gepflegt werden.
* Und obendrein geht es den alten und pflegebedürftigen Menschen dabei besser.

Warum nicht das Pflegegeld auch für Kinder einführen,
und die Eltern entscheiden lassen,
wie sie ihr Kind betreuen wollen -
durch den Staat, die Tagesmutter, Oma oder selber?

Alwis
 
16
Auch Alleinerzieherinnen können den Vater beteiligen

Auch Alleinerziehende haben die Möglichkeit, sich mit dem anderen Elternteil zu vertragen und an der Erziehung und Betreuung zu beteiligen.
Einzige Ausnahme: Todesfall.

Dem einkommensabhängigen Karenzgeld stehen wir allerdings aus anderen Gründen durchaus kritisch gegenüber.
Vor allem fehlt die Rücksichtnahme auf das Wohl des Kindes.
Wir sind überzeugt:
Die Eltern sollten selber entscheiden, was für sie und das Kind am besten ist,
und zwar ohne finanzielle Bevorzugung durch den Staat.
Durch das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld gibt der Staat für die „staatliche Betreuung“ bis zu viermal soviel aus, als für die Betreuungsmodell "MAMA und PAPA"

sideshow bob
31

um wieviel wird hier eigentlich gestritten? 20millionen?
was kostet der vip bereich vom neuen flughafenterminal?

unglaublich über was hier diskutiert wird...

Hubert Ungeist
 
00
Stimmt..

nur der Flughafen Wien ist eine private Firma

Mann40
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das Ideal der Roten und Grünen ist die Alleinerzieherin

Männer sollen aus Sicht dieser politischen Gruppierungen nur noch als Sper..spender und Zahlväter existieren

schon alleine deswegen sind die Frauschaften für mich nicht mehr wählbar

Nee-Chee
53
Was hat Frau Marek für ein Bild von Eltern?!

"Für Marek bedeute eine verbesserte Stellung der Alleinerzieherinnen auch eine "Diskriminierung von Paaren".
Wo ist die Diskriminierung? In beiden Fällen haben die Eltern Anspruch auf 14 Monate Kindergeldbezug. Die einzige Diskriminierung: die restlichen 2 Monate muss halt der Papa abdienen, kann man das von der konservativen Klientel nicht verlangen?

"Warum soll dann überhaupt noch jemand miteinander offiziell im gemeinsamen Haushalt leben und sich dazu bekennen, Kinder gemeinsam großzuziehen, wenn es so viel lukrativer ist, das so zu handlen?"
Was ist daran lukrativer? Genauso lukrativ ist es, wenn Papa zwei Monate in Karenz geht! Aber huch, dann sind wir wieder bei diesem unangenehmen Thema!

Hubert Ungeist
 
05
Die Diskriminierung liegt darin

das die Alleinerzieherin Ihre gewollten (die meisten haben sich freiwillig getrennt) Lebensstil beibehalten dürfen bei vollen Bezügen, die Paare aber Ihren selbstgewählten Lebenstil (nur einer macht Karenz) nicht - die werden bestraft.

manfred ortner
05
Per se "arme" AlleinerzieherInnen verus "reiche", "konservative" Alleinverdienerfamilien!


Man frage Frau Ministerin Heinich-Hosek einmal ganz frei, wie sie es damit hält, die Splitting-Verpflichtung beim KBG aufzuheben.

Als Reaktion werden wir sofort vernehmen, dass man eine "Lenkungsschiene" für die Väterkarenz bräuchte.

Letztlich zeigt sich die allgemeine Einstellung der SPÖ gegenüber jeweiligen Familienstrukturen: absolute "Freiheit" für AlleinerzieherInnen (im politischen Hinterkopf vor allem die weibliche Spezies) und "Maßregelung" gegenüber den "Normalfamilien", die all das "reparieren" sollen, was an "Sozialproblemen" so anfällt.

Als Alleinverdiener einer Großfamilie möchte ich jedenfalls kräftig gelobt und gehätschelt werden, nämlich dafür, dass ich PRIVAT die Grundsicherung meines Partners sicherstelle!

manfred ortner
01
Ich bin heute noch nicht ganz "munter"! Mea culpa mea maxima!


Ministerin HeiniSch-Hosek im Spannungsfeld "arme" AlleinerzieherIn verSus "reiche, konservative" Alleinverdienerfamilie.

MarioV
13

[...<]Die einzige Diskriminierung: die restlichen 2 Monate muss halt der Papa abdienen[>...]
Aber wenn eine Frau offiziell "Alleinerzieherin" ist, kann genau dies umgangen werden.
Eine Pro forma-Alleinerzieherin kann 14 Monate gehen, und somit wird das Ziel mehr Väter in die Karenz zu bringen unterlaufen.
Ideologisch betrachtet müsste also eigentlich die SPÖ dafür sein, Alleinerzieherinnen nicht 14 Monate zu ermöglichen.
Doch damit würde man auch die echten Alleinerzieherinnen treffen. Unterscheidung ist unmöglich.
Logische Schlußfolgerung: 14 Monate Anspruch für das Kind. Egal, wer.

Nee-Chee
21
Die Familien

in denen Väter so hardcore ihren Teil an der Kinderbetreuung nicht übernehmen wollen, dass sie sich dafür sogar von ihrer Partnerin trennen würden, werden kaum in der Zielgruppe des einkommensabhängigen KBGs zu finden sein. Das Problem ist IMVHO schlicht nicht existent, Marek sucht hier einfach Streit, weil ihr Alleinerzieherinnen prinzipiell gegen den Strich gehen.

Hubert Ungeist
 
02
Den Streit sucht HOnsik

weil SIe unbedingt Paaren vorschreiben will wie sie leben.

Ingrid Goeschl1
21
Mit dem Missbrauchs-Argument können Sie so ziemlich jede Sozialleistung totschlagen,

denn wirklich alles kann bei entsprechendem Geschick umgangen werden.

Glauben Sie ernsthaft, dass sich Leute wegen dieser 2 Monate trennen? Theoretisch könnte die Mutter ja genausogut am Ende der Karenzzeit - und zwar länger als bloße 2 Monate - in die Arbeitslose gehen, wenn sie unbedingt "Missbrauch" betreiben will.

Genderwahnsinn0
00
11.7.2009, 15:03

Es gibt aber Missbrauch, der so offensichtlich ist, so leicht zu verhindern ist und uns so viel Geld kostet, dass man ihn gar nicht erst ermöglichen sollte!

Fred 01
48
menschenverachtende Partei

schwarzes G'sindl

BarbaBianco
 
13
Warum geht es denn


Da wird, ohne Rücksicht auf Betroffene (KINDER), diskutiert. Da geht es nicht wirklich um Missbrauch, sondern um unnötigen politischen Disput. Alleinerzieher sind (offensichtlich) ideologisch fragwürdig und passen nicht in das "schöne" Familienbild der konservativen Welt. Dass die Realität eine andere ist, bleibt dabei auf der Strecke.

Dass Kinder eine entsprechende Betreuung brauchen, muss man nicht diskutieren. Und sollte tatsächlich Missbrauch gegeben sein, was solls. Da haben wir schon andere Größenordnungen gesehen, die von SCHWARZ nicht einmal ignoriert wurden. ZB Finanzminister-Sponsering

Ingrid Goeschl1
31
Barba: Ich sehe das genauso.

Es geht doch hier grundsätzlich mal um die Kinder und nicht um die Neidgefühle irgendwelcher Möchtegern-Patriarchen, für die Frauen, die nicht zu jeder Bedingung beim Kindsvater bleiben, das Feindbild schlechthin sind.

. PALS
29
die spinnen, die ÖVPler

die paranoia in dieser partei ist ja unerträglich geworden. ja klar, es sitzen in österreich hundertausende paare, die ein kind erwarten oder zumindest planen, im finsteren kämmerlein und überlegen, ihr zusammenziehen oder ihre hochzeit nach den paar hundert euro zu planen, die's für alleinerzieher "mehr" geben könnte. das ist alles eine groß angelegte verschwörung, um unseren staat zu ruinieren. geht's noch?

vermutlich paktieren diese paare auch hinter den kulissen mit schwulen und lesben (stichwort: homo-"ehe") und asylwerbern (ALLES verbrecher), um unser land in den abgrund zu reissen. aber marek und fekter beschützen uns vor diesen sinistren elementen - weil sooo geht's ja jetzt wirklich nicht.

mia graust scho so vor de övpler...

Soph
44
Wie sehr lebst Du hinterm Mond?

Der Großteil der Paare in Österreich heiratet bewusst erst, wenn die Kinderbetreuungszeiten vorbei sind.
Das sagt Dir jede Statistik (über 50% ledige Geburten) wie auch jede Schmalzzeitungs-Hochzeitspaar-Seite.

. PALS
14
selbst wenn das so ist

(ich geb zu, ich les keine schmalzzeitungs-hochzeitspaar-seite), so fu**ing what?

über 50% ledige geburten könnte auch ein indiz dafür sein, dass die ehe als lebensmodell ausläuft - sowas soll's geben, und damit müsst man sich halt mal auseinandersetzen.

in erster linie geht's um KINDERbetreuungsgeld, nicht um PARTEILINIENKONFORMEPAAREbetreuungsgeld.

ist ein kind von unverheirateten weniger wert als das von verheirateten, die im gleichen haushalt leben? ich versteh diese pfennigfuchserei auf kosten der kinder einfach nicht.

diese "wer-soll-das-bezahlen"-mentalität haben wir in österreich nur bei sozial-themen - bei wirtschaftsthemen (z.B. skylink - bravo, ÖVP und SPÖ) wird allen möglichen leuten zucker in den a.... geblasen. grauslich

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