Bürgermeister von Managua beging Selbstmord

1. Juli 2009, 19:09

Sandinist Arguello war dreifacher Boxweltmeister

Managua - Der Bürgermeister der nicaraguanischen Hauptstadt Managua und frühere Boxchampion Alexis Arguello hat Selbstmord begangen. Das teilte am Mittwoch Präsidentensprecherin Rosario Murillo mit. Der 57-jährige dreifache Boxweltmeister zwischen 1974 und 1983 war Ende vergangenen Jahres als Kandidat der regierenden Sandinisten von Präsident Daniel Ortega in das Bürgermeisteramt gewählt worden. Die rechtsgerichtete Opposition warf damals der Regierung Wahlfälschung vor. Arguello, der nach Angaben seiner Ärzte unter schweren Depressionen litt, soll sich in seinem Privathaus erschossen haben.

Fahnenträger

Bei der offiziellen Eröffnung der Olympischen Spielen in Peking im Vorjahr hatte Arguello die Fahne seines Landes getragen. Sein Gegenkandidat im Kampf um eines der wichtigsten innenpolitischen Ämter war der frühere Außenminister Eduardo Montealegre, der von der nicaraguanischen Justiz wegen Korruption angeklagt worden ist. In 105 von 146 Kommunen hatten die Sandinisten bei den Gemeinderatswahlen vom November den Sieg davongetragen.

Ortega, Chef der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN, war 2006 wieder zum Präsidenten gewählt worden, nachdem er das Land bereits von 1985 bis 1990 regiert hatte. 1979 hatte ein Volksaufstand unter Führung der Sandinisten die USA-hörige Diktatur des berüchtigten Somoza-Clans gestürzt. In den 1980er-Jahren hatten die Vereinigten Staaten unter Präsident Ronald Reagan in Nicaragua die rechtsgerichteten Contra-Rebellen in deren Kampf gegen die Sandinisten unterstützt. (APA/dpa)

 

wider den rechten Kanaillen
12
Mit Depressionen ist es immer so,

sie haben immer die falschen Leute.

Parkaboy
31
Ein großer Boxer und eine problematische Persönlichkeit

Nach seinem Karriereende verfiel "el flaco explosivo" immer mehr den Drogen und dem Suff, bevor er von Ortega als Marionette in die zweitwichtigste Position des Landes gehievt wurde.
Argüellos Vorgänger Nicho Marenco war ein innerparteilicher Gegner Ortegas (vor allem seiner Frau Rosario Murillo) und wurde so durch einen Hampelmann ersetzt, der willfährig alles tat, was ihm aufgetragen wurde. Er war kein Politiker - möglicherweise war ihm "dieses Hemd zu groß", wie man hier sagt.

Hoffen wir, dass es wirklich Selbstmord war, und dass nicht - wie so oft in diesem Land - dunklere Verstrickungen dahinterstecken. Wahrscheinlich aber nicht: Drogensucht, Alkohol, Depressionen und eine Position, die ihm über den Kopf wuchs.

R.I.P Alexis

Parkaboy
01
Recht guter Artikel im El Nuevo Diario (auf Spanisch),

der veranschaulicht, wie die Sportlerfigur und der Mensch Alexis Argüello von der Politik über die Jahrzehnte hinweg für ihre Zwecke missbraucht wurde:

http://www.elnuevodiario.com.ni/nacionales/51401

Ava Tar
35

Schade.

Austro-Spanier0
70
Schade

Der volle Satz müsste lauten: Schade, dass er Ortega nicht gleich mitgnommen hat.

Panter
10
19.7.2009, 16:15
!

Wieso Austro-Spanier?
höchstens Austro - Faschist oder Francist ....
Wunder mich immer, das Leute die alle die eine andere Meinung haben diese am liebsten an die Wand stellen würden ,sich selbst auch noch als lupenreine Demokraten oder soetwas änliches sehen.

charles reuon
21

Warum dieser roter Strich?

Fritz Wunderlich
20

weil er ein völkischer bassiji ist?

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