Vegetarier haben geringeres Krebsrisiko

1. Juli 2009, 18:25

Studie mit 61.000 Teilnehmern zeigt: Blut-, Blasen- und Magenkrebs bei fleischloser Ernährung weniger häufig - dennoch kein Schutz vor Darmkrebs

Oxford - Vegetarier haben im Allgemeinen ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken, als Menschen, die Fleisch essen. Das gilt jedoch nicht für alle Krebsarten: Zu diesem Ergebnis ist eine groß angelegte Studie unter der Leitung von Tim Key von der University of Oxford gekommen. Die Auswertung der Daten von mehr als 61.000 Menschen hat ergeben, dass jene, die sich vegetarisch ernährten, seltener an Blut-, Blasen- und Magenkrebs erkrankten. Die schützende Wirkung der Ernährung erstreckte sich jedoch offensichtlich nicht auf Darmkrebs, eine der häufigsten Todesursachen. Details der Studie wurden im "British Journal of Cancer" veröffentlicht.

Große Studie

Britische und neuseeländische Wissenschaftler begleiteten 61.566 britische Männer und Frauen. Dazu gehörten Menschen, die Fisch aber kein Fleisch aßen und Teilnehmer, die keines von beiden zu sich nahmen. In der allgemeinen Bevölkerung erkranken laut BBC rund 33 von 100 Menschen an Krebs. Bei jenen, die kein Fleisch essen, sinkt dieses Risiko auf 29 von 100. Laut den Wissenschaftern gibt es deutliche Unterschiede zwischen Fleischessern und Vegetariern vor allem bei der Neigung zu Lymph- und Blutkrebs. Bei Vegetariern besteht die Neigung nur bei etwas mehr als der Hälfte. Bei multiplen Myelomen, einer relativ seltenen Erkrankung des Knochenmarks, erkrankten Vegetarier um 75 Prozent weniger wahrscheinlich.

Die Verringerung des Risikos war bei Menschen, die Fisch aßen, weniger deutlich ausgeprägt. Die genauen Gründe dafür sind laut den Wissenschaftern nicht klar. Mögliche Erklärungen berufen sich auf Viren und Mutationen verursachende Bestandteile des Fleisches. Denkbar ist auch, dass Gemüse einen speziellen Schutz bietet. Gerade beim Magenkrebs gab es erstaunliche Unterschiede. Obwohl die Anzahl der Erkrankungen nur gering war, erkrankten jene beiden Gruppen die kein Fleisch aßen, um ein Drittel weniger wahrscheinlich. Bei Darmkrebs zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild.

Unklare Datenlage bei Gebärmutterhalskrebs

Das relative Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, war wiederum bei jenen, die sich fleischfrei ernährten, doppelt so hoch. Die Menge der Daten war gering und könnte auf den Zufall zurückzuführen sein. Das Team hält es jedoch für denkbar, dass die Ernährung einen Einfluss auf das Virus hat, das bei dieser Krankheit von entscheidender Bedeutung ist. Key betonte, es sei unmöglich, aus einer einzelnen Studie absolute Schlussfolgerungen zu ziehen. (pte/red)

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19 Postings
der Zacharias
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Eine sehr unseriöse Meldung

Bei Gebärmutterhalskrebs weiß man zB mittlerweile schon recht genau, woher der kommt (Vireninfektion, baut sich das virale Erbgut an einer bestimmten Stelle ein, wuchern die Zellen) und auch die Studie selber hat nur recht wenig Aussagekraft, wenn überhaupt eine. URSACHENFORSCHUNG ist wichtig, Ursachenforschung, die ganzen Statistik-Werfereien bringen nichts.

Mithin dienen solche Artikel imo nur als Aufhänger für Flames zwischen Vegetariern und vernünftigen Menschen, und keinem weiteren Grund.

NotUsed
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16.7.2009, 17:53

das mit dem gebärmutterhalskrebs verursacht durch viren weiß man eben nicht genau...

es is so propagiert worden in den medien, das heißt aber noch lange nicht das es wahr ist.
es gibt böse zungen die gar behaupten diese impfung wäre (gefährliche) geldmacherei...

krankmachende viren existieren nicht, kann man selbst recherchieren.
fragen sie mal nach beweisen dafür, bekommen werden sie keine...

Colette
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Vielleicht haben Vegetarierinnen mehr Sexualpartner und stecken sich daher eher mit dem Papilloma-Virus an? ;-)

Nick Tameer
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Für das Gewese, das viele Vegetarier um ihre gesunde Lebensweise machen, ist die Senkung des Risikos einer Krebserkrankung von 33% auf 29% eine ziemlich schwache Performance.

Liegen sie wenigstens bei Herz- und Kreislauferkrankungen besser und bei Tod durch Alterschwäche uneinholbar vorn?

bartleby schreiber
 
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next time

... und wieder eine studie bis zur nächsten ...

chem
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Dafür aber haben Veganer eine um sechs Prozent niedrigere Knochendichte haben als Fleischesser !!

der Zacharias
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Nicht böse sein, aber - das ist ziemlicher Humbug. Sie haben vielleicht ein erhöhtes Risiko für solche Dinge, das mag sein, aber zwangsläufig folgert aus dieser - zugegebenermaßen perversen - Ernährungsweise nicht zwangsläufig eine verringerte Knochendichte.

Finn McCool
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"Wissenschaftler begleiteten 61.566 britische Männer und Frauen."

Wohin? Ins Pub? Aufs Klo? Zum Einkaufen? Über die Straße?

Bhagwan - Jünger, auf dem Pfad der Er
 
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In der allgemeinen Bevölkerung erkranken laut BBC rund 33 von 100 Menschen an Krebs.

DAS macht mir Angst. Bekommt also jeder Dritte von uns sowieso Krebs. Neben all den anderen Tausenden Krankheiten, die es gibt.

utarefson
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Na hoffentlich haben die famosen Forscher auch das Körpergewicht gewürdigt.

Übergewichtige sind nämlich bei Vegetariern deutlich seltener. Und mit Übergewicht gehen viele Krebserkrankungen einher!

salenoz
 
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Des liegt glaube ich nicht daran, dass man weniger Fleisch ist, sondern daran, dass Vegetarier insgesamt gesundheitsbewusster Leben und auch öfters zum Arzt gehen.

c70
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holla ! da wird die klischeekeule geschwungen

Nick Tameer
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Sind Arztbesuche eine Art schamanischer Abwehr- bzw. Ablasszauber gegen Krebserkrankungen?

salenoz
 
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Nein aber regelmäßige Kontrollen helfen diese Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und zu bekämpfen.

Nick Tameer
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Als Mensch mit Sionn für Fairness höffe ich, dass die Studie auch Krebserkrankungen in Frühstadien erfasst hat - sonst sollten sich die Vegetarier wirklich ganz aufs Moralische konzentrieren.

salenoz
 
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Naja, kommt ganz darauf an.

Werden Leute befragt: "Haben Sie Krebs? J/N?" Werden Vegetarier, die ihre Krankheit teilweise vielleicht früher überwunden haben, mit "Nein, da..." Antworten müssen.

Es kommt ganz darauf an, wie welche Daten gesammelt werden.

wunderwuzzi25
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zB das diese gruppe weniger alkohol trinkt, mehr sport betreibt und kaum süßes zu sich nimmt. auch der anteil der raucher ist viel geringer.

aber die vegan-lobby der medien arbeitet halt wieder.

NotUsed
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16.7.2009, 18:05

nicht das ich unkritisch gegenüber in den raum geworfenen statistiken bin, aber vegetarier leben grundsätzlich schon gesünder...

vergleicht man den menschlichen darm mit dem von richtigen fleischfressern wird man sehr große unterschiede im darm feststellen.
der menschliche darm ist viel länger als der von z.b.: raubkatzen.
das hat große auswirkungen auf die verdauung von fleisch. während die raubkatze schnell alle wichtigen nährstoffe aus der nahrung zieht, verbleibt das fleisch viel länger im menschlichen verdauungstrakt.
so bilden sich viele giftstoffe die womöglich auf die menschliche gesundheit schlagen.

Alexander Sommer
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naja, bei den ganzen hormonen im fleisch, den vielen bakterien.. kann man nicht alles auf die "gesunde" lebensweise von vegetarierin abschieben. vorallem denke ich, gehts ja auch um die fleischzubereitung. roh soll man es eher nicht essen (bakterien), und wenns dann gekocht oder gegrillt ist, liegts meistens im fett und brutzelt... grillen erzeugt freie radikale.. auch krebserregend..

und vorallem: was ist mit dem umkehrschluss: bin ich fleischesser, lebe ich dann automatisch ungesünder, und soll weniger auf vorsorge untersuchungen gehen? was ist mit den ganzen pudding-vegetarierin - auch die leben ungesund..

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