Sicherheitsrisiko

Vortrag über Sicherheitslücken in Bankomaten darf nicht stattfinden

1. Juli 2009, 10:12

Wissenschaftler wollte über die Gefahren in Zusammenhang mit Geldautomaten reden, doch wurde sein Vortrag nun aus dem Programm genommen

Bankomaten bergen ein gewisses Sicherheitsrisiko - so viel dürfte bekannt sein. Immer mehr HackerInnen machen sich diverse Schwachstellen zu Nutze um ans schnelle Geld zu kommen, warnen ExpertInnen. Genau über diese Gefahren wollte nun ein Wissenschaftler auf der kommenden Black Hat-Konferenz sprechen, doch hat ein US-Bankomathersteller dies erfolgreich unterbunden.

"Bedenken geäußert"

Eigentlich wollte Barnaby Jack von Juniper Networks, auf der - im Juli in Las Vegas stattfindenden Black Hat-Konferenz zeigen wie Schwachstellen in der Software von Geldautomaten für einen Angriff ausgenutzt werden können. Der Talk war bereits im Programm aufgelistet, als dann Anfang dieser Woche die Absage kam. In einem Statement heißt es dazu: “Juniper glaubt, dass Jacks Arbeiten so wichtig sind, dass es notwendig ist, diese der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nichtsdestotrotz hat der betroffene Geldautomatenhersteller uns gegenüber seine Bedenken zum Ausdruck gebracht, dass eine Präsentation bevor die Lücken gesichert sind, eine Bedrohung bedeuten würde. Daher haben wir uns entschieden, erst dann Details bekannt zu geben, wenn die potenziellen Gefahrenquellen vom Hersteller beseitigt worden sind."

Nicht das erste Mal

In der jüngeren Vergangenheit gab es bereits einige Meldungen über Schwachstellen in den US-amerikanischen Automated Teller Machines (ATM), die kurz vor der Präsentation in der Öffentlichkeit von Seiten der Betreiber unterbunden wurden. Allerdings können die Hersteller entsprechende Lücken auch nicht mehr leugnen und haben ihrerseits immer wieder Sicherheitswarnungen ausgegeben; so etwa der Hersteller Diebold, der davor warnte, dass russische HackerInnen bei zahlreichen"Opteva"-Modellen in Russland und der Ukraine schädliche Software installiert hätten.

Spionage

Die installierte Software ermöglicht es den HackerInnen die Kundendaten abzufangen und so den Bankomaten missbräuchlich zu verwenden. Es sei aber auch möglich der Maschine vorzugaukeln, dass das Geld noch nicht ausgegeben wurde und so nach und nach die Maschinen komplett zu leeren.(grex)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
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Achmo Ledbid
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solange...

....man das risiko auf den kunden umwälzen kann, werden sich die banken einen sch*** darum kümmern dass die sicherheit besser ist. wenn eine behebung am konto war wird man mit argumenten dahingestellt wie "technisch nicht möglich", "sie haben ihren PIN nicht geheim gehalten", "jemand hat ihre karte kurz entwendet", bla bla bla. auch wenn ich glaube dass der wahrscheinlichste grund ein nicht geheimgehaltener PIN ist, so ist es doch eine frechheit dass ALLE ohne zu differenzieren so abgespeist werden. bei kreditkarten ist die haftungsfrage nämlich bei den kreditkarten-instituten und nicht umgekehrt (auch nur wenn man rechtzeitig unbekannte buchungen beinsprucht)

Al Bundy
31
Es sei aber auch möglich der Maschine vorzugaukeln, dass das Geld noch nicht ausgegeben wurde und so nach und nach die Maschinen komplett zu leeren.

Das ist ein richtig witziger bug.

einmal hat mir ein bankomat 100,- € nicht gegeben.
das war mit einer karte einer spanischen bank. die erste (dort habe ich das geld in der nacht abgehoben) meinte, ich muss mich an meine spanische bank wenden wg irgendeiner begründung. kann mich nicht mehr genau erinnern.

die spanische bank meinte, die können nichts machen, das konto wird nur von der ersten belastet.

durch zeitmangel konnte ich es nicht klären, da ich zurück nach ES musste und dann habe ich drauf ge***issen. der aufwand war mir wg einem kilo zu viel.

organisierte mafia diese banken.

karakal
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Ähm...

Kilo = 1000

Der Apfel fällt nicht weit vom Ross
04

Kilo bedeutet im Wienerischen auch 100 (zumindest bei Euro und km/h).

Das dürfte auf die Sitte zurückzuführen sein, alles in Deka zu rechnen. Und ein Kilo hat 100 Deka.

karakal
11
Wo?

Naja... seit mindestens 28 Jahren heißt Kilo 1000.

joe doe
01
Auf Wikipedia

sinds 100
http://de.wikipedia.org/wiki/Kilo
cu Joe

karakal
10
is okay...

Ich lass mich immer gerne belehren...

1komma144729886
00

Ostbahnkurti: "Kost an Kilo, ollas hod sein preis"

Kilo ist 100er bei Schilling gewesen, zumindest im Wienerischen.

renegade22
00
aber nicht 100 deka

wenn man von dem ausgeht hat er schon Recht.
Man sagt ja auch 30deka Aufschnitt bitte und nicht 300 gramm. Jedenfalls in Österreich

formel
00
1 Kilo (Geld) = 1000 Stk 10 Groschen

mMn nach stammt der "Kilo" im monetären Sinn, von der Tatsache ab, daß ein 10 Groschen Stück in etwa 1 Gramm gewogen hat.
Und nachdem (Schla-)Wi(e)ner gerne ein bissi kretzat san, hat man des öfteren seine Schulden mit einem Plastiksackerl voller 10 Groschen Münzen bezahlt. Und wenn das Sackerl ca. einen Kilo wog, dann hatte man 100 Schilling beisammen.

Al Bundy
00
ups

gustav gans42
00
grex:

russische HackerInnen gegen amerikanische BankomatInnen, das wird spannend...
Oida

Gibril
 
28

Ein mir befreundeter Kriminalbeamter meinte:
Die Umrüstung der Bankomaten um sie einigermaßen sicher zu machen käme den Betreibern teurer als für die (täglich stattfindenen) Betrügereien einzustehen.

mach7
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Ich habe gehört, wie einer gesagt hat, dass der eine weiß, dass ... ;-)

palindromix ...
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wozu braucht man banomaten?

warum müssen sie gesichrt sein?
was wird dort gespeichert? Banales, Bananen, Al Bano Musik?

palindromix ...
11
wurde behoben

der titel lautete vorher "Vortrag über Sicherheitslücken in Banomaten darf nicht stattfinden "

. PALS
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mia homs vastondn

owa da schmäh ziagt trotzdem net so richtig - zwar sehr bemüht, owa a bissl a ohbeara...schod, eigentlich.

Erwin Wolfram
33

sie schreiben es nur so, damit ihr endlich die ungesicherten bankomaten seht, die gibts in wien und die banken dann mehr von eurem geld investieren, wobei das ziel ist die bankberater ueberhaupt abzuschaffen und nur mehr maschinen einzusetzen, was dazu fuehrt, dass ihr eberhaupt keine kontrolle mehr ueber das geld habt, was wiederum dazu fuehrt, dass es eine neue wirtschaftstheorie gibt, die ihr dann kostenpflichtig lernt. das standardhardware und 20 jahre alte technik unsicher ist habt ihr naemlich schon gewusst, ihr duerft es aber nicht wissen, sonst wuerdet ihr klagen und nicht daran denken wie lieb und entgegenkommend die banken sind. wenn ihr aber klagen wuerdet waere klar, dass der einsatz von pcs in vielen bereichen verboten ist.

Applaus, Applaus.
04

und beim nächsten mal den puti beim kiffen abgedreht lassen.

Psychedelic Brain
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Das mit den Banomaten ist immer so eine Sache...

gutartiger Bösmensch
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"Security through Obscurity"

das denkbar schlechteste Konzept für Sicherheit.

Radiolar
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Nicht unbedingt. Passwörter bruchstückweise in einem Haufen Schrott auf der Festplatte versteckt -wer kommt da drauf ?

Andreas Kraftl
20
In diesem Fall

sehe ich diesbezüglich kein Problem.

Die resultierenden Konsequenzen trägt alleine die Bank (die wiederum wird es auf den Bankomatbetreiber abwälzen), wenn ich dies alles richtig deute. Daher sehe ich keine Notwendigkeit die Erkenntnisse zu präsentieren, bevor die Lücken geschlossen sind.

Ich gehe mal davon aus, dass in Amerika diesbezüglich die gleiche Gesetzeslage wie in Europa herrscht :-).

/dev/stderr
04

Nein, die resultierenden Konsequenzen trägt zuallererst der Kunde. Erst wenn dieser Ungereimtheiten meldet, geht die Bank diesen nach (gegen Gebühr, die zurückerstattet wird wenn berechtigte Gründe für die Untersuchung vorlagen).

Des Weiteren denke ich, dass wenn bereits Wissenschafter bzw. "gute" (im Sinne von: nicht kriminell) Personen diese Lücken entdeckt haben, dass diese bereits aktiv von kriminellen Individuen angewendet werden. Was erst Recht dafür spricht, diese zu veröffentlichen, damit den betreffenden Organisationen "Dampf" gemacht wird...

Andreas Kraftl
03
Hmmm

das mit den Konsequenzen: da hast Du Recht. Mein Fehler.

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