SWAT-Einsatz: Elf Jahre Haft für gefälschte Notrufe

30. Juni 2009, 15:43
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19-jähriger setzte gefälschte Notrufe ab und provozierte so den Einsatz des SWAT-Teams

In den USA ist ein 19-jähriger Hacker zu elf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er Notrufe gefälscht und damit einen Einsatz des SWAT-Teams ausgelöst hatte, berichtet heise. Der Jugendliche soll auch versucht haben, sich in das Voice-Mail-System des Staatsanwalts in Dallas einzuwählen.

Swatting

Der 19-Jährige hatte Anrufernummer gefälscht und die Polizei über angebliche Geiselnahmen informiert. Die Sondereinheit hatte anhand der Telefonnummern die Adressen ausfindig gemacht und dort allerdings nur schlafende Familien gefunden. Offenbar kommen falsche Notrufe und daraus resultierende SWAT-Einsätze in den USA mittlerweile so häufig vor, dass sich dafür auch schon ein passendes Wort gefunden hat: swatting.

Hacker seit achtem Lebensjahr

Ein Sicherheitsangestellter bei Verizon habe die Manipulationen der Telefonverbindungen (genannt Phreaking) entdeckt. Der 19-Jährige habe ihm daraufhin gedroht, weshalb der Angestellte das FBI einschaltete. Der Phreaker, der von Geburt an blind ist, soll bereits im Alter von acht Jahren zu hacken begonnen haben, was ihm in den USA den Spitznamen "Li'l Hacker" eingebracht hat. (red)

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