Google erweitert 3D-Grafik für Browser

30. Juni 2009 14:02
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"O3D" ermöglicht nun Hard- und Softwarebeschleunigung

Google hat die Möglichkeiten seiner JavaScript-basierten Programmierschnittstelle "O3D", die zum Erstellen interaktiver 3D-Anwendungen im Browser gedacht ist, deutlich erweitert. Um eine breitere Unterstützung auch schwächerer Hardware zu sichern, beherrscht O3D nun auch Softwarebeschleunigung zum Rendern von 3G-Grafik. Ein Vollbildmodus verspricht fesselndere Anwendungen und als Draufgabe hat Google eine Community-Gallerie für O3D-Programme von Drittentwicklern eingerichtet. Darunter findet sich mit "Infinite Journey" das erste O3D-Spiel, das außerhalb Googles entwickelt wurde. Um es anzutesten, brauchen Nutzer lediglich das O3D-Plug-in für ihren Browser.

Hardwarebeschleunigter 3D-Grafik fürs Web

Bei der Erstvorstellung im April hat O3D bereits die Möglichkeit hardwarebeschleunigter 3D-Grafik fürs Web geboten. Da aber manche PCs keine geeignete Grafikkarte haben, macht Google nun auch Softwarebeschleunigung möglich, die den Hauptprozessor fürs Rendering nutzt. Das soll einen breiteren Zugang zu 3D-Grafik im Browser ermöglichen. Gleichzeitig bekommen Entwickler die Möglichkeit, passende Hardwarevoraussetzungen für Anwendungen zu definieren, damit O3D möglichst selten auf das Software-Rendering zurückgreifen muss - denn dabei wird Grafik langsamer verarbeitet als bei echter Hardwarebeschleunigung.

Internet Explorer, Firefox, Chrome und Safari

Als Beispiele für die Möglichkeiten von O3D muss Google nicht mehr nur auf eigene Projekte zurückgreifen. In der neuen "O3D Community Gallery" können Entwickler ihre O3D-Anwendungen präsentieren. Noch ist die Auswahl an Drittprojekten sehr klein, umfasst aber mit Infinite Journey immerhin schon eine erste Demo eines Spiels des Entwicklerstudios Large Animal Games, das unter anderem bereits Casual Games für soziale Netzwerke entwickelt hat. Diese und andere O3D-Beispielanwendungen können mit Internet Explorer, Firefox, Chrome und Safari getestet werden. Für Windows- und Mac-User genügt es dazu, die aktuelle Version des O3D-Plug-ins herunterzuladen, während Linux-Nutzer O3D erst selbst kompilieren müssen.

Am Anfang

Auch mit dem aktuellen Update steht O3D noch relativ am Anfang. Beispielsweise gelten bislang selbst unter Windows nur etwa 15 Grafikkarten-Modelle als definitiv unterstützt. Die frühzeitige Veröffentlichung der Technologie dient Google zufolge der Diskussion mit einer breiten Entwickler-Community über die Einführung eines offenen Webstandards für 3D-Grafik. Ein solcher Standard wird vom Industriekonsortium Khronos Group angestrebt und Google - insbesondere das O3D-Team - ist Teil dieser Bestrebungen.(pte)

 

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"O3D"

macindd
01.07.2009 12:12
Ich weiß nicht, ob ich das so gut finde ...

Klar gibts sinnvolle Anwendungen für 3D im Browser. Aber mir graut schon vor den Leistungsfressern, die da möglicherweise noch auf uns zukommen. Irgend welche Werbefuzzis kommen sicher noch auf die Idee, ihre Produkte in 3D anpreisen zu wollen oder überhaupt "3D-Websites" als neuen Trend zu verkaufen.

Wenn das breit angewendet wird, entwertet es für ein bisschen Eye Candy auch gleich wieder die vielen Netbooks, die derzeit verkauft werden und auch andere Notebooks mit ihrer integrierten Grafik tun sich mindestens schwer. Softwarerendering lindert zwar diesen Schmerz, malträtiert dafür aber die Ohren, weil damit eben die Notebooklüfter ständig unter Vollast laufen.

Hoffentlich wird das kein zweites Flash.

Rekordmeister? Rapid!
01.07.2009 08:52

Das ist mal wieder typisch, anstatt einen offenen Industriestandard (X3D) endlich mal vollständig zu implementieren köchelt jeder seine eigene Suppe und schafft somit unnötig Wildwuchs in diesem Segment.

Trotzdem. Die Demos sehen dufte aus.

»Pythagoras«
01.07.2009 15:58

tja, die idee hatte ich auch. meine projektseite gammelt ja schon seit 5 jahren oder so dahin:

http://fettcube.mozdev.org/

wie praktisch, dass es nun bestehenden code gibt. das motiviert glatt wieder das projekt wiederzubeleben ;)

Rekordmeister? Rapid!
01.07.2009 16:37

Haben sie fettcube ausschließlich mit X3D und einem Browserplugin umgesetzt? Ich habe vor drei Jahren für meine Bakk.-Arbeit nämlich mit X3D und Xj3D (einem Java-API für X3D-Files) gearbeitet, weil ich immer ganz spezifisch für ein spezielles Plugin entwickeln musste (z.B. Octaga, BSContact, etc.) und dadurch lieber gleich auf eine Java-Applikation anstatt einer Browser-Lösung zurückgegriffen habe, weil ich im Browser nie die Funktionalität bei allen Usern gewährleisten konnte. Wie ist es Ihnen damit ergangen? (Sorry für den Offtopic, aber normalerweise gibts nicht viele Leute, die halbwegs Erfahrungswerte diesbezüglich haben.)

»Pythagoras«
01.07.2009 19:13

praktisch bin ich bereits daran gescheitert dass mozilla mein testplugin partout nicht initialisieren wollte und nach einer erfolglosen fehlersuche (vllt. falscher compiler) hab ich mich wieder anderen dingen zugewandt. am konzept (http://fettcube.mozdev.org/overview_draft.pdf) hab ich noch ein wenig gefeilt und es dürfte nicht so falsch sein, weil das google-teil genauso funktioniert: ein plugin mit scripting-schnittstelle (liveconnect) zur webseite. o3d ist softwaretechnisch gut durchdacht und so ausgelegt, dass es unabhängig vom datenformat ist. es gibt zwar einen importer für COLLADA, aber dieser ist in javascript geschrieben und eine gute vorlage für andere formate, hoffentlich bald auch x3d.

ich nehm das noch genauer unter die lupe.

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