FACC steigert Ergebnis und Umsatz

30. Juni 2009, 13:29
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Geringere Investitionen geplant - Moderates Wachstum für heuer erwartet - Unternehmen sieht Marktentwicklung in den kommenden Jahren gesichert

Linz - Der Flugzeugzulieferer Fischer Advanced Composite Components (FACC) mit Sitz in Ried im Innkreis in Oberösterreich hat das Geschäftsjahr 2008/09 (per 28. Februar) mit einem Ergebnis- und Umsatzzuwachs abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich von 15,8 auf 25,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 6,3 (2007/08: minus 1,8) Mio. Euro. FACC machte dafür in erster Linie eine deutliche Erhöhung der Produktivität in der Fertigung und niedrigere Materialpreise verantwortlich. Die Erlöse stiegen von 251,9 auf 264,2 Mio. Euro.

Das Unternehmen besaß per Ende 2008/09 eine Auftragsrücklage von 1,32 Mrd. Euro, die sich gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (754 Mio. Euro) um 76 Prozent erhöht hat. Der hohe Auftragsstand werde auch in den kommenden Jahren ein anhaltendes Wachstum ermöglichen, hieß es. Der Personalstand betrug im abgelaufenen Jahr im Durchschnitt 1.581 Mitarbeiter (plus 9 Prozent).

Nach höheren Investitionen früher, 2006/07 waren es 63,6 Mio. Euro, fielen die Investitionen 2008/09 auf 17,29 Mio. Euro. Alle Investitionen in Fertigungskapazitäten, die für den Produktionshochlauf der neuen Programme A380 und Boeing-787 erforderlich sind, seien abgeschlossen. Das trage dazu bei, dass die künftigen Investitionssummen auf niedrigem Niveau bleiben werden: Für das laufende Jahr sind 4,7 Mio. Euro geplant, für das folgende 9,5 Mio.

Moderates Wachstum erwartet

Für 2009/10 erwartet FACC aus heutiger Sicht ein moderates Wachstum, das sich 2010/11 mit einer zweistelligen Zunahme fortsetzen werde. Das Plus werde hauptsächlich durch den im kommenden Jahr beginnenden Anstieg der Produktionsrate im A380- und im Boeing-787-Programm getragen. Das erheblich größere Fertigungsvolumen von FACC bei den neuen Flugzeugen im Vergleich zu bisherigen Programmen werde zudem die negativen Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise auf das Unternehmen großteils kompensieren, hieß es.

Trotz der schwierigen makroökonomischen Bedingungen sieht FACC die Marktentwicklung in den kommenden Jahren durch die in der Vergangenheit getätigten Flugzeugbestellungen gesichert. Mit Ende 2008 hatten Airbus und Boeing zusammen einen Auftragsstand von mehr als 7.000 Maschinen, der unter den gegenwärtigen Fertigungsraten eine Auslastung von sieben Jahren sicherstellen werde. Im Hinblick auf die vorliegenden Indikatoren gehen die Oberösterreicher davon aus, dass die Auslieferungen bei den Verkehrsflugzeugen heuer ihre Spitze erreichen werden, gefolgt von einer starken Abnahme in den Jahren 2010 bis 2012 und einer anschließenden Zunahme von über 50 Prozent in den Jahren danach. (APA)

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