Donau startet Krankenversicherung

30. Juni 2009, 13:22
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Auto-Versicherung stagnierte im ersten Quartal, am Gesamtmarkt drei Prozent Minus

Wien - Die zum Konzern der Vienna Insurance Group (VIG) gehörende Donau Versicherung, bisher im Sach- und Lebens-Geschäft tätig, bietet Anfang kommenden Jahres auch Krankenversicherungen an. Dies kündigte der neue Donau-Generaldirektor Franz Kosyna an, der mit 1.7. auf Hans Raumauf folgt. Schon bisher hat die Donau für ihre Mutter VIG private Krankenpolizzen als Vermittler akquiriert, nach diesem Volumen wäre man schon heute die Nummer 6 in dieser Sparte, sagte Kosyna. Die Lizenz dafür wird demnächst beantragt. Nutzen wird man das bestehende Backoffice der VIG. Die neuen Aktivitäten seien von der Mehrmarkenstrategie her sinnvoll und interessant. Zudem weise die Privatkrankensparte ein sehr stabiles Wachstum auf, so Kosyna.

Für das Gesamtjahr 2009 rechnet die Donau mit einer Stagnation der Prämieneinnahmen - dennoch liegt man damit besser als der Gesamtmarkt. Dies war auch im ersten Quartal wieder in allen Sparten der Fall: Bei Lebensversicherungen gegen laufende Prämien legte man um 3 Prozent zu, der Markt um 0,3 Prozent, im Sachgeschäft wuchs man um 2,7 Prozent, der Markt um 2,1 Prozent. Im Kfz-Geschäft musste man sich von Jänner bis März mit 0,2 Prozent Prämienplus begnügen, die Branche verzeichnete hier aber im Jahresabstand 3,1 Prozent Minus.

Aufwärtstrend in der Auto-Kasko

Im 2. Quartal konnte durch die Auto-Verschrottungsprämie zwar mehr Geschäft lukriert werden, allerdings wurden tendenziell günstigere Wagen angeschafft. "Der Markt entwickelte sich im zweiten Quartal schlechter, aber wir im Vergleich dazu besser", umriss Vertriebs-Vorstandsdirektorin Johanna Stefan die Situation. In der Auto-Kasko gebe es einen leichten Abwärtstrend, ergänzte Raumauf.

Insgesamt wird die Donau die Einnahmen 2009 kaum über die rund 700 Mio. Euro des Vorjahres steigern können. Fürs laufende Lebensgeschäft werden 2,5 Prozent Zuwachs erwartet, ebenso hoch soll das Plus im Sachgeschäft sein (Auto +1 1/2 Prozent, Nicht-Auto +3 1/2 Prozent). Die Einmalerlagsprämien dürften stagnieren. Die Prämienfreistellungen in Leben seien etwas angestiegen auf knapp zwei Prozent. Ein Drittel nimmt die Donau in Leben ein, zwei Drittel in Sach.

Auch im kommenden Herbst will man wieder neue Lehrlinge aufnehmen, kündigte der Vorstand an. Aktuell bildet man zirka 45 junge Menschen zum Versicherungskaufmann aus, bezogen auf die rund 400 in der Verwaltung tätigen Mitarbeiter sei dies mehr als ein Zehntel. Hinzu kommen noch 800 Mitarbeiter im Vertrieb (zuzüglich 3.600 Makler und Agenten, mit denen man kooperiert), in Summe zählt man 1.400 Leute.

Die Donau Versicherung gehört zu knapp 89,48 Prozent der VIG, je 5,263 Prozent halten der VIG-Bankpartner Erste Group Bank AG und die Sparkassen Versicherung AG. Vom aktuellen VIG-Sparkurs sieht man sich nicht betroffen: "Wir sparen immer, wir sparen in Permanenz", betonte Kosyna: "Wir als Donau haben ein Sparprogramm bereits vorgezogen." (APA)

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