Vorbereitungen für weiteren Regen

30. Juni 2009, 11:40
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Bundesheer und Feuerwehr sichern Schadensstellen - Mehrere Straßen gesperrt

 Ein paar ruhige Stunden haben die Bewohner im oststeirischen Bezirk Feldbach in der vergangenen Nacht verbringen können, denn es ist zu keinen heftigen Niederschlägen oder Erdbewegungen gekommen, wie Feuerwehrsprecher Thomas Meier am Dienstag erklärte. Dennoch könne noch nicht aufgeatmet werden, denn schon für den Nachmittag wurde neuerlich Regen prognostiziert. Weitere Evakuierungen könnten dann wieder anstehen. In der Obersteiermark mussten wieder Straßen wegen Hochwasser und Muren gesperrt werden.

Der Katastrophenalarm im Bezirk Feldbach blieb aufrecht. Weil der Boden bereits aufgeweicht und vollgesogen ist, seien bei neuerlichen Regenfällen jederzeit wieder Räumungen möglich, so Meier. Mit Stand von Dienstag früh waren zehn Häuser und Wohnungen evakuiert, wovon 72 Personen betroffen waren. Im Laufe des Tages würden weitere Folien ausgelegt und die am Montag ausgelegten Panzerigel vom Bundesheer mit Sandsäcken verstärkt.

330 Soldaten im Einsatz

Von den insgesamt rund 330 Soldaten, die in der Steiermark im Einsatz sind, hilft der Großteil in Feldbach aus, so der Pressesprecher des Militärkommandos, Gerhard Schweiger. Eine Baustelle sei in Wörth bei Gnas, wo mit Steinkörben eine Hangrutschung gestoppt werden soll. In Riegersburg wird an der B66 eine sogenannte Krainerwand errichtet, um eine Mure aufzuhalten. Die restlichen Soldaten seien am Dienstag mit der Sicherung der überschwemmten L741 bei Fischern (Bezirk Liezen) beschäftigt, erklärte Schweiger. Insgesamt arbeite das Bundesheer bisher 27 Schadensstellen nach einer Prioritätenliste ab.

Nachdem am Montagnachmittag das obersteirische Radmer (Bezirk Leoben) wieder erreichbar war, konnte die Energie Steiermark eine alternative Stromzufuhr für die rund 200 Haushalte herstellen, die wegen umgestürzter Masten ohne Elektrizität waren. Punktuell sei es zu Ausfällen im ganzen Land gekommen, erklärte Sprecher Urs Harnik-Lauris. Insgesamt seien am Montag Hunderte Haushalte zumindest kurzzeitig ohne Strom gewesen.

Auf den steirischen Straßen kam es auch am Dienstag noch wegen drohender Muren und Hochwasser zu Behinderungen: Neben der seit Montag gesperrten L367 zwischen Edelsgrub und Krumegg (Bezirk Graz-Umgebung) und der L372 bei Heiligenkreuz am Waasen (Bezirk Leibnitz) ist seit den Nachtstunden auch der Sölkpass wegen einer Erdbewegung zwischen Stein und Baierdorf nicht passierbar. Ebenfalls gesperrt ist die B115 zwischen Steyr und Hieflau. (APA)

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