Linux-Kernel: Microsofts VFAT-Patent aus dem Weg gehen

30. Juni 2009, 10:25
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Neuer Patch soll die Patentproblematik umschiffen - Redmonder hatten TomTom in diesem Zusammenhang verklagt

Es war eine Klage, die für einiges Aufsehen in der Linux-Community gesorgt hatte: Der Softwarehersteller Microsoft hatte ein Verfahren gegen den niederländischen Navigationsgerätehersteller TomTom angestrengt. Inhalt der Klage: Die VFAT-Implementierung in dessen Geräten.

Einigung

Dass dieser Schritt Unruhe auslöste, kann in diesem Zusammenhang nicht weiter verwundern, benutzt TomTom doch einen angepassten Linux-Kernel für seine Geräte. Der umstrittene Code befindet sich also auch in zahlreichen anderen Geräten und Distributionen. Mittlerweile haben sich TomTom und Microsoft zwar außergerichtlich geeinigt, potentielle weitere Verfahren werden damit allerdings nicht ausgeschlossen.

Trickreich

Also will man beim Linux-Kernel nun auf Nummer sicher gehen: Ein neuer Patch verändert das Verhalten der VFAT-Implementierung, so dass nur mehr entweder ein langer oder ein kurzer Dateiname abgespeichert werden. Bei den von Microsoft ins Feld geführten Patenten geht es hingegen explizit um das gleichzeitige Abspeichern von langen und kurzen Dateinamen. Entwickelt wurde der Patch vom beim IBM angestellten Samba-Entwickler Andrew Tridgell. (red)

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