Anchorage - Der Ölkonzern Exxon Mobil akzeptiert ein Gerichtsurteil und zahlt weitere 470 Millionen Dollar an Entschädigung für das Unglück des Tankers "Exxon Valdez" 1989. Das teilte ein Sprecher des in Texas ansässigen Konzerns, Tony Cudmore, am Montag mit. Bei dem Geld handelt es sich um die Zinsen auf die Strafzahlung von 507 Millionen Dollar. Damit wird sich die Auszahlungssumme von derzeit je rund 15.000 Dollar für die etwa 33.000 Geschädigten voraussichtlich verdoppeln. Das Geld werde in den nächsten Tagen ausgezahlt, hieß es.

In einem ersten Prozess hatte ein Gericht in Anchorage Exxon noch zu fünf Milliarden Dollar Entschädigung verurteilt, in Berufungsprozessen wurde diese Summe immer weiter gekürzt. Das Oberste Gericht in Washington hatte die Strafsumme im vergangenen Jahr von zuletzt 2,5 Milliarden Dollar auf 507,5 Millionen Dollar reduziert. Die Zinsfrage war jedoch offen geblieben und wurde daher nun erneut vor Gericht verhandelt.

Die "Exxon Valdez" war am 23. März 1989 im Prince-William-Sund auf Grund gelaufen. Aus den Tanks traten etwa 41 Millionen Liter Öl aus und verschmutzten die Küste auf einer Länge von mehr als 2.000 Kilometern. 250.000 Seevögel und Meerestiere fielen der Ölpest zum Opfer. Das Gebiet hat sich bis heute nicht von den Schäden erholt. (APA/AP)