Online-Shopper haben Angst vor Datenmissbrauch

30. Juni 2009, 08:09
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Nutzerverhalten nach wie vor von Vorbehalten geprägt - Oft werden bewusst falsche Angaben gemacht

Die Angst vor Datenmissbrauch ist bei Online-Shoppern nach wie vor weit verbreitet. Obwohl der Einkauf im Internet unter deutschen Nutzern inzwischen zum Alltag zählt, haben viele immer noch große Bedenken vor einem möglichen Datenklau und der missbräuchlichen Verwendung persönlicher Informationen. Dabei sind es nicht nur Internet-Neulinge, sondern insbesondere erfahrene User, die sich vor unerwünschter Werbung und dem Eingriff in ihre Privatsphäre fürchten. Das bestätigt eine aktuelle Untersuchung von Fittkau & Maaß Consulting, wonach die Nutzerängste auch ein ernsthaftes Problem für das Online-Shopping selbst darstellen.

Ängste

Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer fürchten nach den Erhebungen den Missbrauch persönlicher Daten beim Online-Einkauf. Damit rangiert die Angst vor dem Eingriff in die Privatsphäre an Platz eins der Hürden für Online-Shopping. Dahinter folgen Dinge wie schlechte Möglichkeiten zur Qualitätsbewertung sowie Bedenken vor einem unsicheren Zahlungsverkehr. 79 Prozent der Nutzer fühlen sich bei einem Online-Shop nur dann sicher, wenn der Datenschutz dort klar erkennbar gewährleistet wird.

Skepsis

Generell herrscht große Skepsis und nur wenige User vertrauen tatsächlich auf Datensicherheit im Web. Nicht einmal jeder Zehnte glaubt daran, dass Datenschutzbestimmungen im Netz befolgt werden und zwei Drittel gehen davon aus, dass die Unternehmen ihre persönlichen Informationen missbräuchlich zu Werbezwecken verwenden. So kommt es auch, dass viele Nutzer lieber unter einem Pseudonym als unter ihrem echten Namen online einkaufen. 27 Prozent sagen, dass sie immer oder zumindest vorwiegend einen falschen Namen verwenden.

Mogeln

Aus Angst vor Missbrauch wird in vielerlei Hinsicht im Netz "gemogelt". Rund jeder Fünfte macht falsche Angaben bei seinen Online-Registrierungen. Meist sind es Vorbehalte vor unerwünschter Werbung (66 Prozent), weshalb die User dabei Falschangaben machen. 62 Prozent fürchten, dass ihre persönlichen Daten weiter verkauft werden. Knapp 58 Prozent schummeln, weil sie generell lieber anonym auf einer Seite surfen wollen. (pte)

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