Nachlese

Yemenia Air hatte 153 Menschen an Bord

1. Juli 2009, 06:27
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14-Jährige lebend geborgen - Weitere Überlebende unwahrscheinlich

Die Suche nach weiteren Überlebenden des Airbus-Absturzes ist wegen schwerer See unterbrochen worden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden zuvor insgesamt vier Leichen geborgen. Ein weitgehend unverletzt aus dem Wasser gerettetes 14-jähriges Mädchen gilt damit als bisher einzige Überlebende des Unglücks. "Die Chance, dass noch weitere Überlebende gefunden werden, ist extrem gering", sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Abend.

Das Mädchen war wie durch ein Wunder von einem der Suchboote an der Absturzstelle entdeckt worden. Obwohl es bewusstlos und erschöpft war, hatte es sich an einem Wrackteil festgeklammert. Nach einer ersten medizinischen Behandlung wurde es zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.Bis zum Mittwochmorgen wurden zudem fünf Leichen aus dem Wasser geborgen.

Der Nachrichtensender Al-Arabija hatte am Dienstagnachmittag gemeldet, auch der jemenitische Pilot des Airbus habe überlebt. Die Regierung der Komoren hatte Berichte über die Bergung des Piloten jedoch dementiert.

Ab diesem Mittwoch werden sich neben französischen Militärs auch US-Helikopter und -Taucher an der Suche nach dem Wrack und seinen Flugschreibern beteiligen. Der Flugdatenschreiber und das Stimmaufzeichnungsgerät des in der Tiefe versunkenen Flugzeugs könnten wertvolle Hinweise auf die Absturzursache liefern.

153 Menschen an Bord

Der Airbus A310 der jemenitischen Yemenia Air ist am frühen Dienstagmorgen nach einem missglückten Landeanflug in stürmischem Wetter vor der Inselkette der Komoren in den Indischen Ozean gestürzt. An Bord befanden sich 153 Menschen, darunter viele Exil-Komorer mit französischer Staatsbürgerschaft.

Ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde des Jemen gab die Zahl der Insassen von Flug IY 626 mit 142 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an. Die Maschine, die bei einer Inspektion vor zwei Jahren in Frankreich wegen technischer Mängel aufgefallen war, verschwand bei schlechtem Wetter kurz nach Mitternacht wenige Minuten vor der geplanten Landung in der komorischen Hauptstadt Moroni von den Radarschirmen. Es ist das zweite Airbus-Unglück innerhalb eines Monats: Am 1. Juni war ein A330 der Air France mit 228 Menschen an Bord auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris aus ungeklärter Ursache in den Atlantik gestürzt.

Der Airbus 310 kam aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Ein Teil der Passagiere war zunächst mit einem Airbus A330 von Paris über Marseille nach Sanaa geflogen. Dort stiegen sie in den 19 Jahre alten A310 um, der nach einer Zwischenlandung in Dschibuti um 1.00 Uhr (MESZ) in Moroni landen sollte.

Unter den Passagieren sind nach offiziellen Angaben aus Paris 66 Franzosen. Jemenitische Quellen sprechen von 26 Franzosen, 54 Komorern, einem Kanadier und einem Palästinenser. Die unterschiedlichen Zahlen erklären sich vermutlich durch Doppelstaatsangehörigkeiten. Ein Teil der Passagiere mit komorischen Wurzeln kam aus der Pariser Vorstadt La Courneuve. Viele wollten zum Urlaub in die Heimat. In La Courneuve sollte am Abend in einer vor allem von Komorern besuchten Moschee ein muslimisches Gebet für die Angehörigen stattfinden. Zur Besatzung gehörten mehrere Jemeniten sowie Flugbegleiter von den Philippinen, aus Marokko und Indonesien.

Ursache bisher unklar

Die Absturzursache blieb zunächst unklar. Nach Angaben des französischen Verkehrsstaatssekretärs Dominique Bussereau wies die Maschine bei einer Überprüfung in Frankreich 2007 zahlreiche Mängel auf. "Die Fluggesellschaft (Yemenia) stand nicht auf der schwarzen Liste, aber wir haben sie im Auge gehabt. Sie sollte demnächst von einem Sicherheitskomitee der EU überprüft werden", sagte er dem Sender i-tele.

Nach zunächst unbestätigten Informationen hatte das Flugzeug wegen schlechten Wetters vor dem Absturz ein Durchstart-Manöver eingeleitet. In dem Gebiet war es in der Nacht zum Dienstag sehr windig und regnerisch. Eine Augenzeugin beobachtete, wie die Maschine brennend ins Meer stürzte. "Sie sah Flammen, die aus dem Flugzeug kamen", sagte der komorische Regierungssprecher Abdourahim Said Bacar. Die Absturzstelle des Flugzeugs sei rund 20 Kilometer nördlich der Insel Grande Comore ausgemacht worden. Dort sei auch ein Ölteppich auf dem Wasser zu sehen.

Der naheliegende Inselstaat Madagaskar beteiligt sich ebenfalls an der Suche nach den Opfern und nach Wrackteilen. Frankreich schickte ein militärisches Transportflugzeug mit zwölf Tauchern, drei Ärzten und zwei Psychologen nach Moroni. Zwei französische Militärschiffe sind ebenfalls unterwegs und sollten am Mittwoch am Unfallort eintreffen. Auch Airbus sagte Unterstützung zu, ein Expertenteam sei bereits unterwegs zu den Komoren.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy zeigte sich bestürzt. Er habe die Armee gebeten, alles zu tun, um bei der Suche nach Passagieren und Bordpersonal zu helfen, teilte sein Sprecher mit.

Kritik an Fluggesellschaft Yemenia

Die Organisation "SOS Voyage au Comores", 2008 in Marseille von Bürgern der Komoren gegründet, um die "sozialen und finanziellen Bedingungen" der Reisen in ihre Heimat zu verbessern, übte unterdessen scharfe Kritik an der Fluggesellschaft Yemenia. "Es mangelt vor allem an Sicherheit und an Achtung für die Passagiere", sagte Mhoudine Jamal von der "SOS Voyage au Comores" der dpa in Paris. "Wir fordern schon lange anständige Flüge."

Die Inselgruppe der Komoren liegt zwischen Mosambik und Madagaskar. Mit einer Fläche von knapp 1900 Quadratkilometern ist der tropische Inselstaat etwa halb so groß wie die spanische Ferieninsel Mallorca. (APA)

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Chukche
00
AF447, Interim Report, englische Übersetzung

http://www.bea.aero/docspa/20... 1e1.en.pdf

Gleiches pdf (2,9MB): http://tinyurl.com/lekhpd

chiwa
00
Überlebende

... gestern war noch von einer 5jährigen die Rede und jetzt heißt es, die geborgene 14 jährige wäre die einzige Überlebende des Unglücks? Was ist mit der 5 jährigen passiert, die man gestern gefunden hat? Oder war das wieder eine Fehlermeldung? Weiß das jemand?

Schon wieder der...
11
Erste Meldungen

Gestern wurde im ORF berichtet, dass ein Mädchen überlebt hätte. Dabei wurde erwähnt, dass Medien spekuliert haben, dass es ein 5jähriges, aber vielleicht auch ein 14jähriges Mädchen ist.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass es so war: Behörden melden eine Überlebende ohne Alter, eine Zeitung dichtet was dazu und alle anderen Medien wie Krone, Heute, Standard übernehmen das unbestätigt.

dieBestatter Fußball Nick
01
*und alle anderen Medien wie Krone, Heute, Standard übernehmen das *

gut zu wissen das sie den standard mit der krone und heute in einen Topf werfen, den kurier und die presse aber verschonen.
und die kleine zeitung österreich, und die salzburger nachrichten usw.

allein schon zu schreibe heute ist eine zeitung ist satire pur.

chrom
00

Gottseidank bin ich nicht der einzige, der sich darüber wundert...
Das wäre nämlich interessant.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
01
Na krawuzi kapuzi ...

.... wäre das interessant.

Fmax
00

Gestern war noch von einem fünfjährigen Mädchen die Rede, das überlebt hat.
Ist das das Mädchen, und waren die fünf Jahre nur eine Fehlinformation, oder ist das Mädchen von gestern gestorben?
Hab ich irgendetwas verpasst?

Alf von Melmak
 
00
Ist das das Mädchen, und waren die fünf Jahre nur eine Fehlinformation, oder ist das Mädchen von gestern gestorben?


Na, was glauben Sie wohl?

chiwa
00

... hatten wohl beide gleichzeitig den selben Gedanken...

Fmax
00

Schaut ganz so aus. ;-)

dieBestatter Fußball Nick
20
Wenn Piloten weltweit mit untauglichen Material herumfliegen...

...handelt es sich um eine weltweite Ansammlung von Idioten.
Oder Selbstmörder ?

Selbst der fieseste Straßenbahnfahrer kontrolliert die Bim bevor er fährt.

Mag schon sein das es auch unter Piloten "Irre" gibt aber schätze mal 95 Prozent sind okay.



dieBestatter Fußball Nick
00
kann sich noch wer an die "birgin air" erinnern ?

die ist ein beispiel gewesen für das was ich meinte.
zwar eine boing und 1996 aber berühmt für ihre sparsamkeit und piloten die schon mal auf das schließen der ladeluke vergessen hatten. ;)
getötete: 189
http://de.wikipedia.org/wiki/Birg... r-Flug_301

ikin lauda
30
Flugzeuge anderer Hersteller dürften robuster sein als die Airbus Maschinen


Airbus Flugzeuge mit der hochsensiblen Elektronik müssen anscheinend mit Samthandschuhen angefasst werden.

Alles muss bis ins Detail gewartet sein, sonst streikt die Kiste.

Ich glaub kaum, dass die Yemenia Air die Flugzeuge anderer Hersteller anders wartet.

Die Boeing Maschinen, Bomardier Maschinen und sogar die Iljuschin Maschinen hatten bis jetzt bei Yemenia Air nicht dieses Probleme.

Flotte Yemenia Air
3 Airbus A310-300
2 Airbus A330-200
1 Boeing 727-200
4 Boeing 737-800
3 Bombardier Dash 8Q-100
1 De Havilland Canada DHC-7-100
2 Iljuschin Il-76TD
2 Lockheed C-130H


http://de.wikipedia.org/wiki/Yemenia

Kleiner Buddha
01
laut Wikipedia:

On 2000 June 26, 7O-ACQ, a Boeing 737-200, was lost on landing at Khartoum International Airport, in Khartoum, Sudan, there were no fatalities

On 2001 August 1, 7O-ACW, a Boeing 727-200 was lost due to a runway overrun at Asmara International Airport, in Asmara, Eritrea, there were no fatalities, the aircraft was written off.

On 2009 June 30, 7O-ADJ, flight IY626, an Airbus A310,[7] SAH-HAH (Sana'a Yemen to Moroni, Comoros) crashed with 154 aboard shortly before landing. Officials say it crashed somewhere in the Comoros archipelago in the Indian Ocean. A teenage girl has been recovered, alive and conscious

Chukche
00

Und was wollen Sie uns damit jetzt sagen bzw suggerieren?
Dass die Leute auf dem Hudson nur überlebt haben, weils keine Rollbahn war? ;-)

Alf von Melmak
 
00
Und was wollen Sie uns damit jetzt sagen bzw suggerieren?


Daß Yemenia 2 mal Probleme mit einer Boing hatte, einmal mit einem Airbus. Der Vorposter hatte nämlich das Gegenteil behauptet.

Sie sollten darauf achten, aus welchen Threat Postings entstanden sind, auf die Sie antworten!

Chukche
00
Sie sollten darauf achten, aus welchen Threat Postings entstanden sind, auf die Sie antworten!

Da haben Sie recht...Mir schien, er wollte sagen,dass bei den Boeing-Unglücken keine Opfer zu beklagen waren (und das als vermeintliches Argument für die Robustheit der B's).

Mein Fehler!

Robert T,
 
10
möglich

da ist was wahres dran, obwohl der 310er noch ein richtiges flugzeug ist, im gegensatz zu 320/330/340, wo der pilot den autopilot nur mehr "vorschläge" erteilen kann

Chukche
01
im gegensatz zu 320/330/340, wo der pilot den autopilot nur mehr "vorschläge" erteilen kann

Unsinn!

Chukche
01
Airbus Flugzeuge mit der hochsensiblen Elektronik

...und das steht ausgerechnet unter einem Artikel über einen A310-Crash!

Und eine Frage: Ziehen die Ihnen bekannten Airbus-Piloten Samthandschuhe an,bevor sie ins Cockpit gehen? Könnt ich mir sehr angenehm vorstellen, zumal der Yoke nicht im Weg rumsteht und so die übrig gebliebene Mahzeit aus der 1st Class noch gepflegter eingenommen werden kann ;-)

Humphrey Gokart
17
30.6.2009, 21:32
Liebe Freunde der Statistik ...

... tut's bitte aufhören, das Autofahren mit dem Fliegen zu vergleichen. Das geht so nicht. Schon deshalb, weil es im Individualverkehr keine lineare Risikoverteilung gibt. Für einen 20jährigen ist die Fahrt zum 1.8km entfernten Kiosk statistisch schon letaler, als zehn Flüge um die Welt. Bei einem Routinier mit vielleicht 50 Jahren und aberhunderttausenden unfallfreien Kilometern, sieht die Sache anders aus. Peter B. Ladkin von der Uni Bielefeld hat es mal behutsam hochgerechnet und kam zu dem vorsichtigen Schluss, dass sogar der beste und bedächtigste Automobilist statistisch nach 200km Distanz die schlechteren Karten hat, nicht zuletzt deswegen, weil die Chancen steigen, einem jugendlichen Hochrisikofahrer zu begegnen ...

Alf von Melmak
 
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"Peter B. Ladkin von der Uni Bielefeld hat es mal behutsam hochgerechnet und kam zu dem vorsichtigen Schluss, dass sogar der beste und bedächtigste Automobilist statistisch nach 200km Distanz die schlechteren Karten hat,...

...nicht zuletzt deswegen, weil die Chancen steigen, einem jugendlichen Hochrisikofahrer zu begegnen."

Das widerspricht aber völlig dem, was Sie in der ersten Hälfte Ihres Postings ausgesagt haben.

mgwb
11
Statistik ist ein wenig komplexer als ein Balkendiagramm

Nein, es widerspricht sich nicht - zuerst wird vom Risiko des 18jährigen gesprochen, später dann davon einem zu begegnen (was dem Risiko der anderen Autofahrer entspricht).

Sicher ist, als Fußgänger wird man eher von einem Auto als von einem Flugzeug überfahren.

Alf von Melmak
 
00
"Nein, es widerspricht sich nicht..."


Sie führen an: "Bei einem Routinier mit vielleicht 50 Jahren und aberhunderttausenden unfallfreien Kilometern, sieht die Sache anders aus." [Nämlich anders, als bei einem jugendlichen Fahrer, dessen Unfallwahrscheinlichkeit relativ hoch ist.]

Und gleich darauf: "Peter B. Ladkin von der Uni Bielefeld hat es mal behutsam hochgerechnet und kam zu dem vorsichtigen Schluss, dass sogar der beste und bedächtigste Automobilist statistisch nach 200km Distanz die schlechteren [schlechter als wer?] Karten hat, nicht zuletzt deswegen, weil die Chancen steigen, einem jugendlichen Hochrisikofahrer zu begegnen ...

Irgendwie nicht klar, was Sie uns eigentlich sagen wollen!

Humphrey Gokart
00
Making statistical comparisons of risk is itself a risky business. (Ladkin)

... seine Studie von 1997 ist ein Versuch, einen fundierten Beitrag zu der Car vs. Airtravel Debatte zu liefern.
Seine Conclusio ist: Wenn Sie im Flugzeug neben mir sitzen, haben wir in etwa das selbe Risiko, den Flug nicht zu überleben. Sobald wir in unsere Autos steigen,
kann die Schere um den Faktor 1000 aufgehen, denn vielleicht sind Sie ein 18jähriger Heißsporn und ich ein bedächtiger alter Feigling. Diese Risikoverteilung macht es so gut wie unmöglich, beide Fortbewegungsarten zu vergleichen. Er kommt zu dem Schluss, dass für mich ab 300-800km (Straßentyp) immer das Flugzeug sicherer ist.
Sein Kollege Barnett sieht 130 Meilen als Equal-Risk-Distance. Für einen 18jährigen wäre es am sichersten,
sich NUR mit dem Flugzeug fortzubewegen.

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