Porsche und Katar vor Einigung

30. Juni 2009, 11:11
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Im Ringen um die Lösung seiner Finanzprobleme gibt ein Angebot des Emirats Katar dem hoch ver­schuldeten Autobauer Auftrieb

Stuttgart - Der finanziell in Bedrängnis geratene Sportwagenbauer Porsche hat nach eigenen Angaben vom Emirat Katar ein schriftliches Angebot erhalten.. Ein Porsche-Sprecher bekräftigte am Dienstag in Stuttgart: "Uns liegt ein Angebot der QIA vor, das den Einstieg bei der Porsche Holding SE beschreibt und den Kauf der Optionen auf VW-Aktien." Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Einen Zeitplan für eine mögliche Einigung, die innerhalb der Eigentümer-Familien Porsche und Piech noch diskutiert werden muss, wollte der Sprecher nicht nennen.

Ein möglicher Einstieg des Wüstenstaats bei dem Sportwagenbauer müsste in einer Aufsichtsratssitzung der Porsche-Holding behandelt werden. Von einem Termin für eine Sitzung war zunächst nichts bekannt. In der Porsche-Holding ist der Volkswagenanteil und der des Sportwagenbauers gebündelt. Porsche hält knapp 51 Prozent an Europas größten Autobauer. Bei der Übernahme hatte der Stuttgarter Konzern neun Mrd. Euro an Schulden angehäuft. Porsche hat sich durch Optionen den Zugriff auf bis zu weitere 24 Prozent der VW-Aktien gesichert.

Am Montag hatte Porsche einen Vorschlag von Volkswagen zurückgewiesen, der den Kauf von 49-Prozent an Porsche durch die Wolfsburger für drei bis vier Milliarden Euro vorsah. (APA/AP)

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