"Abhängiges Mitgeschöpf"

29. Juni 2009, 18:50
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Tierschützer: Doping ist eklatanter Pferde-Missbrauch

Aachen - Der Deutsche Tierschutzbund sieht den Pferdesport nach der positiven Dopingprobe bei Isabell Werths Pferd Whisper auf "einer traurigen Doping-Augenhöhe mit der Tour de France". Laut Präsident Wolfgang Apel ist "Doping nicht nur Betrug an Konkurrenten und am Publikum, sondern ein eklatanter, tierschutzrelevanter Missbrauch der Pferde". Für ihn ist klar, dass etlichen Spitzensportlern ihr Ehrgeiz "offenbar wichtiger als das Tierwohl" sei.

"Wer so mit einem von ihm abhängigen Mitgeschöpf umgeht, hat jedes Recht verloren, auch noch im Rampenlicht zu stehen und ein Vorbild abzugeben", sagt Apel. Der Tierschutzbund forderte einen TV-Verzicht auf die Aachen-Berichterstattung. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hatte auf Druck von ARD und ZDF hin schon vor dem Fall Werth sämtliche Teamkader aufgelöst und eingehende Untersuchungen von Dopingfällen angekündigt. (APA, fri, DER STANDARD Printausgabe 30.06.2009)

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