Irans Ex-Präsident

"Dass Wahlen das System ändern können, war nur eine Wunschvorstellung"

30. Juni 2009, 10:16

Abolhassan Banisadr glaubt nicht an eine Reform des Systems von Innen - derStandard.at-Interview

Nach zwei Wochen heftiger Proteste werden die Demonstrationen auf Irans Straßen nun kleiner. Das Regime hat sich mittels eines massiven Aufgebots an Sicherheitskräften und strenger Zensur der Medien und des Internets Ruhe verschafft. Der 1981 gestürzte iranische Präsident Abolhassan Banisadr sieht aber auch Fehler der Oppositionsbewegung, die zum Verstummen der Proteste geführt haben. Im Interview mit derStandard.at erklärt er, warum er eine Systemänderung von Innen für unmöglich hält.

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derStandard.at: Sie mussten 1981 ins Pariser Exil gehen. Droht auch Protestführer Mir-Hussein Moussavi früher oder später dieses Schicksal?

Abolhassan Banisadr: Die regimetreuen Zeitungen attackieren Moussavi seit Wochen. Einmal war zu lesen, dass ihm, wenn er so weitermacht, das gleiche Schicksal wie Banisadr drohe. Bis heute jedenfalls leistet er aber weiter Widerstand gegen das Wahlergebnis und fordert eine Annullierung. Ich bin davon überzeugt, dass das Regime die Probleme so wie in der Vergangenheit mit Gewalt zu lösen versucht. Es begann ja schon mit Verhaftungen und Folter und der Behauptung, die Demonstranten seien ausländische Agenten, die eine "samtene Revolution" wie in der Ukraine und in Georgien anstrebten. Moussavi wird sich entscheiden müssen, ob er zum Schweigen zurückkehrt so wie in den vergangenen dreißig Jahren oder ob er seinen Widerstand fortführt, mit allen Konsequenzen.

derStandard.at: Die Proteste gegen die umstrittene Wahl sind in den vergangenen Tagen merklich zurückgegangen. Liegt das an den verstärkten Repressionen oder ist die Moussavi-Bewegung doch zu schwach?

Abolhassan Banisadr: Das hat meiner Ansicht nach zwei Gründe. Zum Einen geht die Regierung in der Unterdrückung der Demonstrationen mit großer Härte und Brutalität vor. Das Regime hat es geschafft, den Motor dieser Bewegung, also die Studenten und die mehr oder weniger vom Regime abhängigen Reformpolitiker, durch Verhaftungen zu neutralisieren. Und der zweite Grund liegt in der doppeldeutigen Position von Moussavi und Karroubi (den beiden Kandidaten der Opposition, Anm.). Sie gehören dem Regime seit Jahren an, bekämpfen es aber bei der Wahl. Wie soll so jemand vom Volk fordern, weiter Widerstand zu leisten? Viele Iraner, die der Regierung eigentlich kritisch gegenüber stehen, wollen sich nicht länger für den Machtkampf zwischen den beiden Clans opfern.

derStandard.at: Es braucht also eine Symbolfigur, die bisher nicht in das Regime integriert war?

Abolhassan Banisadr: Viele hatten bis zu dieser Wahl gedacht, dass eine Reform des Systems von Innen möglich wäre. In der Realität sind Reformen, die dem Führungsanspruch des Regimes entgegenlaufen, nicht möglich. Um das Regime zu verändern, braucht es eine Alternative zum System. Dass es sich durch eine Wahl ändern lässt, war eine Wunschvorstellung.

derStandard.at: Das Regime hat es geschafft, Medien und Internet weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Kann es den Zensuraufwand länger aufrecht erhalten?

Abolhassan Banisadr: Das Regime wird sich Mühe geben, aber es gibt ja, wie Sie wissen, technische Mittel, die Zensur zu umgehen. Für die Protestbewegung geht es darum, weiter das Ausland über die Situation im Iran zu informieren und vom Ausland Informationen zu erhalten. Zum Beispiel wurden Bilder der Demonstrationen am Sonntag sofort nach außen weitergeleitet. Und auf Dauer wird das Regime die strenge Zensur nicht durchhalten können.

derStandard.at: Welche Rolle spielt in Ihren Augen Hashemi Rafsanjani?

Abolhassan Banisadr: Rafsanjani hat lange Zeit nichts zur aktuellen Situation gesagt und ihm wurden alle möglichen Rollen zugeschrieben. In Wahrheit liegt alle Macht in Händen Chameneis (Revolutionsführer, Anm.) und Rafsanjani ist nicht in der Position große Dinge zu verkünden. Deshalb hat er sich für leeres Gerede entschieden.

derStandard.at: Steht er tatsächlich auf Seiten der Protestbewegung?

Abolhassan Banisadr: Man muss wissen, dass dieses System auch wegen Rafsanjani besteht, er war nach dem Staatsstreich gegen mich der zweite Mann im Staat und hat Chamenei zum Führer gemacht. Jetzt zwingt ihn das Regime dazu sich zu entscheiden, entweder er akzeptiert eine Loyalitätserklärung gegenüber dem Regime, oder er und seine Familie werden bestraft.

derStandard.at: Von außen betrachtet scheinen sich die Proteste auf die Großstädte zu beschränken. Hat Moussavi auch auf dem Land Rückhalt?

Abolhassan Banisadr: Im Norden und im zentralen Teil des Iran verhält es sich am Land wie auch in den Städten, wo ein großes politisches Bewusstsein herrscht. In entfernten Ecken des Landes ist das natürlich anders, aber die bestimmende Rolle in der Politik des Landes spielen heute aber die Städte, wo ein Großteil der Bevölkerung lebt.

derStandard.at: US-Präsident Obama wurde für seine angeblich zu späte Reaktion auf die Ereignisse im Iran kritisiert. Was können die USA und Europa tun, um die Lage nicht eskalieren zu lassen?

Abolhassan Banisadr: Die Kritik an Obama kam ja vor allem von den Republikanern, oder besser von den Neocons, die die gleiche Politik weiterführen wollen, die Bush gemacht hat. Das Resultat dieser Politik kennen wir von den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Sie hat aber auch zu einer politischen Lähmung im Iran geführt. In den acht Jahren der Bush-Regierung hat es im Iran keinerlei Bewegung gegeben, weil er immer von außen militärisch und wirtschaftlich bedroht wurde. Und Obama kann auch nicht viel tun, weil jede Einmischung vom Regime sofort propagandistisch ausgenutzt würde. Mit Europa verhält es sich genauso. (Florian Niederndorfer, derStandard.at, 29.6.2009)

Zur Person:

Der 76-jährige Ökonom Abolhassan Banisadr war nach der Islamischen Revolution von 1980 bis Mitte 1981 Präsident des Iran. Nach Zerwürfnissen mit Großayatollah Khomeini musste er fluchtartig das Land verlassen und lebt seither in Paris.

Website:

Banisadr.fr

Kommentar posten
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epep
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weil immer wieder das argument kommt: "ja, wenn wahlen etwas aendern koennten, waeren sie verboten - aber man kann trotzdem nur waehlen gehen, was anderes hilft nix."

in einer demokratie gibt es nicht nur wahlen als legitimes demokratisches mittel seine meinung zu aeussern und durchzusetzen.

es gibt auch demonstrationen, es gibt auch zivilen ungehorsam, es gibt streiks - all das sind legitime demokratische mitteln. steht so auch in den uno- und den europaeischen menschenrechten.

ich bin immer wieder erstaunt, das es dieses land (ja ich mein oesterreich) geschafft hat, das alles was ausserhalb des wahlsystems steht, in der gesellschaft als undemokratisch zu brandmarken.

das demokratiepolitsiche verstaendnis (s.o.) der oesterreicherInnen erklaert warum 20% der bevoelkerung sich einen fuehrer wuenschen und 30% der jugendlichen FPÖ bei der naechsten wahl waehlen wuerden; und es erklaert auch ebensee ...

Helmut Schiestl
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"Ja wenn Wahlen etwas ändern könnten ...

Die im Kommentar genannten "demokratischen Mittel" wie Ziviler Ungehorsam, Demonstrationen etc. vermisse ich aber in Österreich gerade im Zusammenhang mit der herrschenden Politik des Neoliberalismus (Privatisierung und Zerschlagung öffentlicher Einrichtungen wie etwa Bahn und Post, in letzter Zeit hörte ich sogar, dass das frewilige Rettungswesen im Auftrag des Wirtschaftsdiktats er EU zerschlagen werden soll. Die Beispiele ließen sich fortsetzen. Aber außer Jammern und FPÖ wählen, passiert in diesem Lande nichts. Noch nicht.

MiNeum71
 
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Sehr interessantes Bild (inklusive Text):

http://www.iranian.com/main/blog... ology-year

also dann ...
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ich denke - er hat recht : von innen...wurden noch kein korruptes system geändert - wieso auch ?

jeder klammert sich an die macht bis es durch eine volksrevolution... abgelöst wird.
früher oder später.

Der Alte vom Berge
01
In einigen Punkten...

...bin ich ganz seiner Ansicht,und damit auch Ihrer.

Alle Versuche welche die Geschichte kennt,die Gesellschaft zu konservieren, sind gescheitert.

Leider aber ist die Zeit auch das Feuer,in dem der Mensch verbrennt.

Ein Licht wurde entzündet,das um so heller Leuchten wird um so mehr Menschen sich darum versammeln,ein Licht,von dem es heisst:

Es an einem Ort zu entzünden heisste es Überall zu entzünden.

Das Licht der Freiheit. ^^

Der Alte vom Berge
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Mir Scheint,...

...Abol Hassan Bani Sadr ist wohl als wenig objectiv zu Bezeichnen wenn es um die Bewertung jener Männer geht die seinen Eigenen Abgang 81 Mitgetragen,Ayattollah Ruholla Chomenei im damals ebenfals laufenden Machtkampf innerhalb des Klerus ins Lager der Radikalen lockten,zumindest aber seine Entscheidung massgeblich Beeinflusst haben den Präsidenten Fallen zu lassen.Ali Chamenei,Mir Moussavi,Haschemi Rafsandschani,und Hosseini Beheschti waren bereits in jenen Tagen unter den Kuppeln der Macht.Sein Abgang war durch
Misstöne begleitet,welche Hosseini Beheschti das Leben kosteten,im Gegensatz zu Ali Chamenei und Haschemi Rafsandschani überlebte er jedoch das auf ihn verübte Attentat nicht. In welchem Lager Abol Hassan Bani Sadr steht ? ^^

Provinzlerin1
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Solidarität mit den Menschen im Iran

Solidaritätskundgebung und Gedenken an die Todesopfer im Iran am Sonntag, 5. Juli ab 18:00 auf dem Heldenplatz.

joey rashid
 
02
schn interessant

wie die allen antizionisten jetzt ruhig sind in anbetracht der verbrechen am iranischen volk.
es ist schwer sich mit dem illegallen praesidenten, basiji oder den sisters of zeynab zu identifizieren.

Erwin Wolfram
12

wie sinnvoll fuer den westen embargos doch sind: waffen werden eingefuehrt, ausbildung dafuer nein, gewaltlosigkeit nein. lebenserhaltung fuer die bevoelkerung nein, einzelne dinge, die das bild des westen werbungsmaessig festigen ja. atomkraftwerke ja, wissen nein. billige arbeitskraefte fuer den westen ja, menschenrechte im iran nein. verschluesselungstechnologie und privatheit ja (da brauchen die journalisten dann nicht hinfliegen), rechte im internet und an auf die kultur zugeschnittener technik nein.
das kann ja wohl nicht der weisheit letzter schluss in der politik des westens sein und wie wenn man selbst unfaehige politik macht die politik der mullahs kritisieren und an menschenrechte anpassen?

ElGuancho1
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...

man maßt sich an das man denen Zustände bringt für die wir selbst mehrere Jahrhunderte gebraucht haben(Kirche aus dem Staat raus uvm).

Ein stabiler korrupter Staat mit Todesstrafe für Homosexuelle und Todesstrafe für Drogenkonsum ist besser als ein Staat wo ständig Bomben hochgehen.

Und mehr werden wir denen aber nicht bringen.

insertnamehere
 
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Ach, da besteht ein Zusammenhang, ja?

Großbritannien hätte also zB den IRA-(und das Ulster-Pendant)-Terror locker binnen kürzester Zeit in den Griff gekriegt, wenn es in Nordirland einfach die Todesstrafe für Homose xualität und Drogenkonsum eingeführt hätte, mit einer korrupten, von Paramilitärs gestützten Regionalregierung zum Drüberstreuen?

Und Deutschland hat sich den RAF-Terror genauso durch mangelnde Korruption und eine beklagenswerte Absenz von öffentlich gehenkten Sch wulen und Junkies eingebrockt?

Ich behaupte mal ganz frech, dass es da KEINEN Zusammenhang gibt und man sich durchs Aufhängen von sozialen Randgruppen nicht vor Bomben schützt, sondern lediglich die eigene Bösartigkeit auslebt.

Sir_Bené_Myles
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Wir benötigen eure unterstützung!!!

schon seit gestern sitzen österreichische exil iraner vor dem UN Gebäude am Muhammad Azad Platz und versuchen denen klar zumachen, menschenrechte und freie wahlen gehen jeden was an. kommt alle zum Gate 2 vom UN Gebäude und unterstütz uns dabei!!!

Jambala Magdalena
01

Letztlich wird man nur über die Wirtschaft was ändern können. Die liegt ja bekanntlich am Boden. Und selbst noch so hohe Einahmen aus Öl und Gas würden für den Mittelstand nichts ändern , das Regime benötigt sicher sehr viel Geld, um all die Unterstützer bei der Stange zu halten. Und genau das wird früher oder später ein Problem werden.

Fetz Pepi
00

Super Interview, hoch interessant

Alter Knacker
00
30.6.2009, 21:26

was soll denn das heißen, wenn er sagt, er glaubt, daß es Systemänderung von innen unmöglich ist ? Von außen wird sie auch nicht kommen. Wirds dann zugehen wie bei den Hottentotten und alle werden sagen: "Seht was für ein guter Islam, wie wunderbar !". Und dann werden sie das alle übernehmen, weil das ja so gut ist und weil die Iraner unbesiegbar sind in ihrer Art.

Alexander Neumaier
02
was soll denn das heißen, wenn er sagt, er glaubt, daß es Systemänderung von innen unmöglich ist ?

Das ist leider ganz einfach zu erklären.
Die Macht im Iran liegt nicht beim Parlament, das darf nur tun, was der Wächterrat erlaubt.
Der Präsident ist auch nur ausführendes Organ des Wächterrates, der ist sogar nur der Statthalter für den verborgenen Iman, der wiederkommen wird wenn der Islam in Bedängnis kommt.
Die Abgeordneten und der Präsident werden nur zur Wahl zugelassen, wenn es der Wächterrat erlaubt.
Also sind alle demokratisch veränderbaren Teilstrukturen sind also nicht wirklich ausreichend mit Gewicht versehen, um den Iran politisch/gesellschaftlich zu verändern.
Solange der Wächterrat sich nicht selbst verändert, das hat mit Wahlen nichts zu tun, bleibt Politik im Iran bestenfalls ein Machtspiel zwischen Clans.

Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte
 
02
30.6.2009, 21:20
"Würden Wahlen etwas ändern, wären Sie schon längst verboten"

Und trotzdem bleibt uns nichts anderes übrig, als wählen zu gehen, und zu hoffen, das sich dadurch etwas ändert : (

Mr. Hyde sen.
01
Naja, wenn Du das so siehst, ist "zur Wahl gehen" allderdings der falsche Ansatz.

Wenn Du der Meinung bist, dass Wahlen nichts verändern, so gibst Du durch den Urnengang dieser Demokratur die Legitimation.

In deinem Falle müsstest Du die Wahlen boykottieren, weil Du die Wahlen nicht anerkennst...

venere nera
31

das ist auf den iran und nicht auf A gemünzt

epep
06
30.6.2009, 20:08
banisadr: unter seiner praesidentschaft hatten die basij-milizen begonnen, kinder zum minenraeumen zu schickt (sie einfach ins minenfeld laufen lassen) und kinder dazu ausgebildet, das sie sich vor irakischen panzern in die luft sprengen.

das lag unter seiner verantwortung, weil chomeini den oberbefehl der armee an banisadr abgab. und die pasdaran-milizen, sowie auch die basij-milizen in das militaer eingeordnet wurden.
banisadr wurde zwar abgesetzt, das machen seine verbrechen aber nicht besser.
er sollte der letzte sein, der ueber menschenrechte spricht!

er gehoert zu den gleichen verbrechern wie khatami oder rafsandschani oder moussavi. ahmadinedschad ist nur unberechenbarer als die aufgezaehlten.

die proteste haben lange schon ein stadium erreicht, wos nicht mehr um die wahlen geht, sondern um losloesung des mullah-regimes. moussavi muss als regimetreuer, nur als gallionsfigur erhalten - eine ironie der geschichte.

Alter Knacker
00
30.6.2009, 21:30

ich kann mich aber noch erinnern an damals, er war zu milde und zu freundlich und deswegen ist er hinaus geworfen worden. Beim Khomeini hat man dann nicht einmal mehr nachgeschaut, was er gemacht hat. Je größer die Menschenrechtsverletzungen, desto weniger schert es jemand. Nur bei den Amerikanern, da reiten die Leute 10 Jahre lang auf etwas herum, weil das ohnehin nichts ändert. Im Grunde sind ja alle froh, wenns beim Islam Greuel gibt, weil da kann man dann die Kirche abschaffen.

epep
03
30.6.2009, 22:20
bisschen zu alt? ;-)

der ist rausgeflogen, weils halt machtinteressen gegen ihn gegeben hat, von mild und freundlich kleine spur.

die leute reiten deswegen so auf taten der amerikaner herum, weil es einen latenten antiamerikanismus gibt in der europaeischen, aber vorallem oesterreichischen gesellschaft.

und froh sind - wir? ich nicht - keriale reaktionaere deswegen ueber greueln im isalm, weil einen die eigene kirche nicht gar so schlimm vorkommt.
aber da verweise ich gerne auf afrika, wo auch die katholische kriche noch ein verbrechen nach dem anderen begeht.

Alter Knacker
01

der war ja nicht lang und wenn er so grausam wie der Khomeini gewesen wäre, hätten sie ihn ja nicht hinaus geworfen. Und von der Kirche ausgehend gibt es keinen Terror, der so stark ist, daß die NATO ausrücken muß, weil man sonst befürchtet, daß in ganz Europa Terroranschläge gemacht werden. Tun Sie nicht Theater spielen. Die Kirche ist ein anderes Thema und das hat hier nix verloren. Das gehört hier nicht vermengt.

epep
00
da gings nicht um grausam oder nicht grausam ...

... das waren machtinteressen, die der banisadr verloren hat. deswegen kann er baer genauso grausam sein, wie der chomeini.

@kirche/nato: wo rueckt die natoi aus? das ist ein us-radar in tschechien.
und es kuemmert sich deswegen keiner in afrika drum, weil den menschen in europa und usa die menschen afrika schnurzpiepegal sind. siehe ruanda, als europa sehr wohl eingreifen haette koennen. aber es war ihnen egal.

also informieren sie sich besser, und gucken sie sich nicht so viel tehater an ... ;-)

Falk Heße
00
30.6.2009, 19:05
Ahmadinedschad bei den Freimaurern?

Okay, war ein Scherz. Habe jetzt aber schon mehrmals im Forum hier die Vermutung gelesen Ahmadinedschad und sein Mentor Yazdi seien hochrangige Mitglieder der Hojjatieh. Mal abgesehen, dass das de facto eine VT ist, was ist damit gewonnen?

Ahmadinedschad ist ganz offen ein schiitischer Suprematist, struktureller 'Manichäist' und Apokalyptiker. Dafür braucht man keine VT's. Das läßt sich einfach aus seinen Aussagen ableiten. Höchstwahrscheinlich sieht er das selbst genauso. Wozu diese Spekulation mit dieser Sekte also? Sie erklärt nichts was man nicht schon weiß, diskreditiert aber ernsthafte Kritik. Letzten Endes genauso wie wenn man Mussawi wahlweise als Quisling oder CIA Agent hinstellt.

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