Scolik-Sekretärin verabschiedet sich mit "Handshake"

29. Juni 2009, 18:16
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Nach 32 Dienstjahren nimmt Susanne Ondrejka den Golden Handshake ihres Arbeitgebers an

Wien - Dass es neben dem ORF noch "irgendetwas anderes" gibt, hatte Susanne Ondrejka bereits vermutet. Nach 32 Dienstjahren packt die 52-jährige Sekretärin von ORF-Personalchef Reinhard Scolik die Gelegenheit zur Veränderung beim Schopf und nimmt den Golden Handshake ihres Arbeitgebers an.

Das Modell soll dem maroden Medienunternehmen sparen helfen. Am Dienstag endet die Frist, nach der ORF-Mitarbeiter - Männer ab Jahrgang 1953, Frauen ab 1958 - mit rund 55 Prozent ihres bisherigen Nettogehalts bis zum Erreichen des Pensionsanspruchs in Vorruhestand gehen können. Mit 190 Zusagen rechnet der ORF, de facto dürften sie sich niedrig dreistellig halten.

Start bei Hans Benedict

Ondrejka begann in der ORFChefredaktion bei Hans Benedict, wechselte vor zwölf Jahren zu Scolik, der damals noch Landesdirektor in Wien war. Ende des Jahres verlässt sie den langjährigen Programm- und jetzigen Personalchef.

Am wenigsten werde ihr "das enge Zeitkorsett" fehlen, erklärt Ondrejka, "immer da zu sein und kaum Zeit für Privates zu haben." Mit Ruhestand haben ihre Pläne wenig zu tun. Die ausgebildete Unternehmenstrainerin will sich mit neuen Geschäftsideen wie "Speedworkshop" selbstständig machen, ganz neu durchstarten. Der Abschied vom Küniglberg passiert dennoch mit Wehmut. Was ihr am meisten fehlen wird: "immer am Puls des Geschehens zu sein. Und natürlich die Kollegen. Ich habe hier so viel schöne Dinge erlebt." (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 30.6.2009)

  • ORF-Mitarbeiterin Susanne Ondrejka.
    foto: privat

    ORF-Mitarbeiterin Susanne Ondrejka.

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