RAU-TV mit Helge Fahrnberger

"Grüne haben Angst vor Personen"

29. Juni 2009 17:42

Der Mit-Initiator von gruenevorwahlen.at über die Probleme der Grünen, das Nichterkennen von Veränderungen und die Partei als Vorreiter

422 Personen haben bei der Grassroots-Kampagne "Grüne Vorwahlen" über das Netz mitgemacht, um am 15. November 2009 bei der Landesversammlung der Wiener Grünen die Kandidaten-Liste mitbestimmen zu können. Im Video-Interview mit Hans Rauscher erklärt Mit-Initiator Helge Fahrnberger, warum es überhaupt zur Initiative kam, und wie es nun weiter gehen soll. Er hält dabei fest, dass er sich mehr Unterstützung von Seiten der Partei erwartet hätte und meint, dass man mit dieser neuen Basisbewegung in einen "Grünen Flügelkampf" innerhalb der Wiener Grünen geraten sei. Fahrnberger spart im Gespräch auch nicht mit Kritik an den Bundes-Grünen mit Eva Glawischnig an der Spitze, die "Angst vor Selbstdarstellern" hätten und skizziert dabei, wie er sich die Partei als Vorreiter vorstellen würde. Auch ob er selbst Politiker werden wolle, verrät er im obigen Video. (rasch, derStandard.at/29. Juni 2009)

Anmerkung in eigener Sache: RAU-TV macht Sommerpause und geht Anfang August wieder auf Sendung

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5
auegg
24.07.2009 21:05
Grasroot Kampagnen sind hoffentlich die Zukunft der Politik

Der typische Politiker dient sich doch hoch indem er schon seit der Jugend das nachplaudert was die Parteiführung hören will. Wer das nicht macht hat nichts mehr zu sagen. Die Folge ist dass immer mehr Leute sich von der Politik abwenden weil sie eh nichts ändern können.

RS69
25.07.2009 12:05

Grass-Roots Kampagnen haben Vorteile:
Politiker werden direkt on denen ausgesucht, die sie vertreten.

Aber auch Nachteile:
Es werden bevorzugt beliebte und Publikumswirksame Akteure sein.
In der Politik braucht's daneben auch noch topqualifizierte Leute - die müssen auf anderen Wegen in die entsprechenden Stellen kommen.

RS69
03.07.2009 01:15

Grasroots-Kampagne - 422 haben mitgemacht?

Das hört sich für mich wie ein Rohrkrepierer an.

hanslblasta
03.07.2009 20:21

haben "über das Netz mitgemacht" mitgemacht;

Personen ohne Internetzugang konnten von vornherein nicht mitbestimmen

veltliner1
01.07.2009 14:57
verdächtig

da macht sich ein mensch unaufgefordert und kostenlos gedanken über den parteizustand, macht verbesserungsvorschläge, wirkt kompetent und sympathisch, und: will selbst gar nichts werden. das muss der parteispitze verdächtig vorkommen ...

RS69
03.07.2009 01:09

Leute die von der Seitenlinie gute Ratschläge geben, ohne selbst bereitschaft zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen, sind mir auch suspekt.

Kritisieren und theoretisch gute Ideen in den Raum zu stellen ist einfach. Jetzt muss er nur noch zeigen, dass er es umsetzen kann, dann ist er ernst zu nehmen.

Ansonsten ist er eben ein Theoretiker.

auegg
24.07.2009 21:09
So "RS69"..

..ich hoffe Du übernimmst auch selbst Verantwortung und zeigst Bereitschaft. Denn wenn Du mit deinem Kommentar nur "Kritisieren und theoretisch gute Ideen in den Raum zu stellen" willst, müsstest Du dir selbst suspekt sein.

veltliner1
03.07.2009 10:04

aber auch im fußball tragen nicht nur die spielerInnen verantwortung und oftmals trägt gerade die kritik von außen zur verbesserung des spieles bei.

RS69
03.07.2009 16:17

Ich bezweifle stark, dass die mit der Bierflasche vor dem Fernseher sitzenden Kritiker bedeutendes zur Spielqualität beitragen - selbst wenn sie im Internet eine Grassroots Kampagne zur Fussballqualität starten.

veltliner1
03.07.2009 17:43

berechtigter einwand. stellt sich die frage, ob h. f. überhaupt biertrinker ist.

01.07.2009 01:08

Helge Fahrnberger

Vielleicht bald Sir Helge Fahrnberger

Wer weiß

Papp Kamerad
30.06.2009 20:41
Herr Fahrnberger, muss sagen v.a. Ihre Aussagen bezüglich...

.... Internet und kompletten Unwissen und Unvermögen der Politik(er) damit umzugehen, ist vollkommen zuzustimmen.

Insgesamt ein sehr interessantes Interview.

DieFizinuss
30.06.2009 18:20

wenns die grünen schaffen diese projekt nach österreich zu holen würd ich sie wählen :)
http://www.betterplace.com/

Wieviel Demokratie ist es bitte?
30.06.2009 16:34
Ab Minute 9:40

wurde es interessant! Das ist exakt, worum es geht. Es wird gerade im grünen Container verschlafen. Manches Business mit dem ich zu tun habe, ist da entschieden weiter. Die Lage ist so, daß die Grünen abrupt aufwachen müssen, nicht sparsam mit technischer Infrastruktur sein dürfen, wissen, daß es chaotisch beginnt und sich im Verlauf Themenhierarchien und eine Art Selbstmoderation bildet. - Grundsätzlich 24/7 offen für 8 Millionen+ Einwohner/Eu-Bürger, etc. muss es zudem sein. Partizipieren werden ohnehin nur die Interessierten und natürlich flutet auch nicht zu knapp Nonsense herein, aber Essentials bilden sich immer ab und die sind dann der Deal. If not = ewiger Abstiegskampf am Tabellenende bei zu viel Netto für den G.-Club.

Ben Vassy
30.06.2009 19:27

Politik ist keine SB-Tankstelle. Es geht um Ideologie und Ideale, nicht um Serviceorientierung oder einen "Deal".

Wieviel Demokratie ist es bitte?
30.06.2009 19:52
LOL

Auf der Ebene sage ich den Grünen Knappheit an Stimmen voraus. Stimmen sind die Währung mit der das grüne Projekt insgesamt gehandelt wird. Für hohle Ideologien wird's nix geben. Für's pure "Parteisein" auch nicht. Für einen Kommunikations - und Infopool der herausfindet welche wichtigen Themen tatsächlich zur Wahl und zur Umsetzung anstehen, gibt's Stimmen.

Zur Zeit werden ja Grüne häufig nicht gewählt, weil sie dazu neigen Prioritäten falsch zu sortieren.

Lehnen sie weiterhin Hinweise und interessiertes Mitwirken dazu ab, hilft ihnen keine Ideologie.

Parteien, die zur Inselbildung neigen, funktionieren gegenüber passiven Wählern. (Rot, Schwarz, Blau).

Wer Geistesgegenwärtigere will, *muss* Input wollen, oder wird verlieren!

anonym92
13.07.2009 19:23

Poster "Wieviel Demokratie ist es bitte?" scheint nicht zu wissen, wie er mit seiner vielen Freizeit umgehen soll. Tipp: Weniger oft posten, dafür mal selbst den Ar... hochkriegen!

wien 1220
 
03.07.2009 22:22

Sollen die Grünen jetzt auch einen Antiausländerwahlkampf führen, weil, wie allgemein bekannt, dies in Österreich sehr gut ankommt?

30.06.2009 15:58

Ich glaub Helge wird sein Penthouse verkaufen.

Dem Wiener Hass den Rücken kehren.

Sich was besseres leisten.

Angeblich/Gerüchte: Große Villa mit Zypressenparkgarten am Ufer des Gardasees.

Das Geld hat er ja jetzt.

NoPod
30.06.2009 15:20
Es wurden Unterstützer...

... aufgenommen. Menschen die sich nicht zu den Grundwerten der Grünen bekennen, werden nicht aufgenommen. So what.

Fragen an Herrn Fahrenberger:

Haben Sie sich als Unterstützer angemeldet und wenn ja, wurden sie aufgenommen oder abgelehnt?

Warum benutzen sie den irreführenden Begriff Vorwähler anstatt Unterstützer.
Finden Sie die Wortwahl "niederträchtig" im Bezug auf die Grünen für einen "Unterstützer" angemessen?

Stimmt es, wie in einem Standardartikel nachzulesen ist, dass Sie zu "den Rechten" tendierten und was darf mensch sich darunter vorstellen und wie lange ist das her?



Polit-Paparazzo
03.07.2009 00:49

"Menschen die sich nicht zu den Grundwerten der Grünen bekennen, werden nicht aufgenommen."

Falsch: Menschen, die das Formular nicht richtig ausfüllen, werden ausgeschlossen. Mit den Grundwerten hat das nichts zu tun.

Der auf der Nudelsuppen dahergschwommen is
 
30.06.2009 22:15

dadurch, dass sie immer wieder versuchen helge ins rechte eck zu drängen, werden ihre postings nicht gerade glaubwürdiger...

NoPod
30.06.2009 23:29

Ich habe eine Frage gestellt und das Einzige was man "als ins rechte Eck stellen" interpretieren kann, ist das Zitat vom Standard.
Beschwerden bitte an den Standard und wenn er die Fragen nicht beantwortet kann ich auch nix machen.

Sie können ja die letzte Frage weg lassen und nur die ersten beiden mit Wohlwollen weiterleiten, vielleicht gibts ja dann Antworten.

Jerryboy
30.06.2009 15:19

Weg mit den xenophilen Träumern !

yoghurtinator
 
30.06.2009 16:56
Schreibt einer mit Nickname "Jerryboy"

was auch nicht übermäßig inländisch klingt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 181
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.