Überreste monumentaler Anlagen entdeckt

29. Juni 2009, 16:35
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Das am Rand des Nildeltas gelegene Tahpanhes diente im 7. Jahrhundert v. Chr. als Militärsiedlung

Kairo - Archäologen haben in der altägyptischen Militärsiedlung Tahpanhes (auf Griechisch "Daphnae") am östlichen Rand des Nildeltas die Überreste riesiger Gebäude aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. ausgegraben. Wie die Altertümerverwaltung in Kairo am Montag mitteilte, war die Festung, die zu großen Teilen aus der Herrschaftszeit von Pharao Psammetich I. (664 - 610 v. Chr.) stammt, 380 mal 625 Meter groß. Sie sei von einer 13 Meter starken Mauer umgeben gewesen und soll überwiegend von Menschen griechischer Abstammung bewohnt gewesen sein.

Im Inneren der Festung fand das ägyptische Grabungsteam die Reste dreier aufeinanderfolgender Hallen, eines Tempels aus Kalkstein und eines kleinen "Palasts" mit acht winzigen Räumen. Auf dem Gelände, das nahe der modernen Stadt Ismailija liegt, befinden sich den Angaben zufolge auch 22 große Speichergebäude. Sie sollen zur Aufbewahrung von Ernteerträgen und Waffen gedient haben. (APA/dpa/red)

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    Die freigelegten Anlagen aus der Vogelsperspektive

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