Frieden auf wackeligen Beinen

29. Juni 2009, 15:46
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Neues Team Manor hat nach Wegfall der Budgetgrenze Bedenken - Ständige Regeländerungen "als ob man auf Treibsand geht"

London - Eines der drei neuen Teams für die kommende Formel-1-Saison hat Bedenken, dass der vergangene Woche erzielte Kompromiss zwischen FIA-Präsident Max Mosley und der Teamvereinigung FOTA bezüglich der Ausweitung der Budgetgrenze auf einen Stufenplan bis 2012 die eigenen Pläne gefährden könnte. "Das macht die Dinge für uns natürlich etwas schwieriger", gestand Manor-Teamchef John Booth gegenüber dem Portal "autosport.com".

Das britische Team hatte sich Anfang Juni noch zu den alten Konditionen, die unter anderem eine Budgetgrenze von 40 Millionen Pfund (47,1 Mio. Euro) vorsehen, für 2010 eingeschrieben. Mittlerweile ist dieses Limit aber vom Tisch. "Immer, wenn man denkt, man hat etwas geregelt, ändert sich wieder alles. Das ist, als ob man auf Treibsand geht", meinte Booth. Sein Rennstall ist neben USF1 und Campos als dritter Neueinsteiger geplant, das österreichische Superfund-Projekt mit Teamchef Alexander Wurz steht auf der Warteliste.

Entscheidet sei neben der Klärung der Budgetfrage die Schaffung eines neuen Concorde Agreements, das unter anderem die Verteilung der Vermarktungsgelder regelt. Die FOTA hat bereits einen 500 Seiten starken Entwurf vorgelegt, Unterschriften fehlen allerdings noch. "Bis das nicht passiert ist, kann man nur sehr wenig sagen", erklärte Booth. "Derzeit ist es fast unmöglich, einen Kommentar abzugeben." Die Lage sei zu unsicher, steht doch auch der Frieden in der Königsklasse auf wackeligen Beinen. (APA/dpa)

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