Wrolich zum Fünften, Eisel zum Sechsten

29. Juni 2009, 15:35
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Routinier im Milram-Rennstall soll bei seinem fünften Antreten Sprinter Ciolek unterstützen, Eisel Schrittmacher für Cavendish - Favorit Contador: "Bin bereit"

Wien - Zwei Österreicher sind im Feld der 180 Fahrer dabei, wenn die Tour de France am Samstag in Monaco in ihre 96. Auflage startet. Nach Peter Wrolich, der seinen Platz im deutschen Team Milram seit längerer Zeit fix hatte, wurde am Montag auch Bernhard Eisel vom US-Rennstall Columbia nominiert. Für Wrolich, den Etappen-Zweiten von 2005, ist es die fünfte Teilnahme, Eisel steht sogar zum sechsten Mal in Folge beim wichtigsten Radrennen am Start. Topfavorit ist der Spanier Alberto Contador. "Ich bin bereit", sagte der Gesamtsieger von 2007 nach dem Gewinn des spanischen Meistertitels im Zeitfahren.

Eisel hat bei allen bisherigen Teilnahmen das Ziel in Paris erreicht, seine beste Platzierung war der dritte Etappenrang 2005 in Karlsruhe. Mit sechs Teilnahmen avanciert der 28-Jährige diesbezüglich zur alleinigen Nummer zwei Österreichs hinter Georg Totschnig (8). Eisel soll seinem Team-Leader Mark Cavendish unter anderem bei den Sprint-Etappen wertvolle Schrittmacher-Dienste leisten.

Wrolich ist mit seinen 35 Jahren der Routinier im Milram-Rennstall, er soll in dem stets nervösen Rennen Ruhe ins Team bringen. Der Kärntner soll mithelfen, dass Sprinter Gerald Ciolek Spitzenresultate einfährt. In der bisherigen Saison hat es für den U23-Weltmeister von Salzburg 2006 aber nicht nach Wunsch geklappt. Wrolich will sein Bestes versuchen. "Ich habe meine gute Form von der Tour de Suisse konserviert und werde ihn möglichst gut unterstützen", sagte der Familienvater.

Für sein Team hält Wrolich die Jagd nach Etappensiegen für erfolgversprechender als jene nach einer Gesamtplatzierung unter den Top Ten, die der Deutsche Linus Gerdemann einfahren soll. "Wir haben genug schnelle Leute, die aus Gruppen heraus gewinnen können", sagte Wrolich. Sich selbst sieht er vordergründig nicht in dieser Rolle. "Aber ich gehe gerne in Spitzengruppen, wenn sich die Chance ergibt, werde ich versuchen, sie zu nützen."

Alberto Contador hat sich als aktuell bester Rundfahrer (Siege in Tour 2007, Giro und Vuelta 2008) die Rolle des Kapitäns von Astana hart erarbeitet und wurde darin von Teamchef Johan Bruyneel trotz des Comebacks des siebenfachen Rekordsiegers Lance Armstrong (USA) bestätigt. Der 26-jährige Madrilene war nach seiner Generalprobe am Wochenende voller Selbstvertrauen. Contador hat sich im Zeitfahren enorm verbessert, der Kletterspezialist sollte im Kampf gegen die Uhr auch gegen einen Armstrong in Topform nicht viel Zeit verlieren. Die Tour beginnt mit einem 15,5-km-Einzelzeitfahren, auf der 18. der 21 Etappen müssen die Fahrer in Annecy 40,5 km solo absolvieren. (APA)

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    Wrolich: "Ich gehe gerne in Spitzengruppen. Wenn sich die Chance ergibt, werde ich versuchen, sie zu nützen."

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