GRAS-Kandidatin Sigrid Maurer neue Studenten-Chefin

29. Juni 2009, 19:24
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    foto: matthias cremer, der standard

    Tirolerin erklimmt ÖH-Spitze: GRAS-Frau Maurer setzte sich gegen die Konkurrenten von Aktionsgemeinschaft und Fachschaftslisten durch.

Koalition aus GRAS und FH-Klub ohne Mehrheit im Studentenparlament

Bernhard Varga, Leiter der Wahlkommission vom Wissenschaftsministerium, war sichtlich genervt: "Jetzt kommt noch einmal der ganze Zirkus". Das war nach der ersten Runde des Wahlgangs, bei dem die erste Vorsitzende in der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) gewählt wurde.

Geworden ist es Sigrid Maurer von den grünennahen GRAS. Die 24-jährige Tirolerin erhielt 38 von 82 Stimmen und das erst beim vierten Wahlgang - jener Wahlgang, bei welchem nicht die absolute, sondern die relative Mehrheit für den Wahlsieg reicht. Sie setzte sich damit gegen Samir Al-Mobayyed von der VP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG) und Manfred Menhart von den Fachschaftslisten (FLÖ) durch, die auf 31 beziehungsweise elf Stimmen kamen.

Maurer vom VSSTÖ nominiert

Von wem Maurer die Stimmen erhielt, ist unklar. Fest steht, dass GRAS und der SPÖ-nahe VSSTÖ zusammenarbeiten werden, wurde Maurer doch nicht von ihrer Fraktion, sondern vom VSSTÖ für den Vorsitz nominiert. Über Koalitionen wollte Maurer unmittelbar nach der Wahl noch nicht sprechen: "Das hängt davon ab, wer erster und zweiter Stellvertreter wird". Ein Anliegen sind ihr jedenfalls die Fachhochschulen: "Da ist viel aufzuholen, beispielsweise studienrechtlich", sagte Maurer. Passend also auch, dass Maurers erster Stellvertreter Thomas Wallerberger von der Fraktion Engagierter Studierender (FEST, Fachhochschulklub) ist.

AG vermasselt Koalition

AG und FLÖ torpedierten in der Folge jedoch die ursprünglich geplante Koalition von GRAS und FEST mit dem VSStÖ: Sie wählten auf beide Stellvertreter-Posten FEST-Mandatare, der VSStÖ ging leer aus. Die neue ÖH-Führung agiert damit vorerst ohne Mehrheit: Von den insgesamt 85 Mandaten im Studentenparlament hat die GRAS 15 und die FEST maximal 16 (die Klubs sind noch nicht gebildet).

Al-Mobayyed: "FEST im linken Eck"

Schon vor diesem Schritt hatte sich der scheidende ÖH-Bundesvorsitzende Al-Mobayyed erbost gezeigt: "Ich gehe nicht davon aus, dass die Konstellation mehr als ein paar Monate hält." Darüber, dass er nicht ÖH-Chef bleiben kann, sei er nicht enttäuscht. Eher, dass Teile des Fachhochschulenklubs sich nun im "linken Eck" angesiedelt hätten, obwohl sie serviceorientiert und nicht gesellschaftspolitisch - wie die AG - positioniert seien.

Weder Maurer noch Wollerberger wollten die Packelei-Vorwürfe kommentieren: "Ich glaube, das Stimmenverhältnis ist eindeutig", sagte Wallerberger.

Die Besetzung beider Stellvertreter Maurers mit FEST-Vertretern bedeutet für die GRAS allerdings eine äußerst wackelige Mehrheit. (APA, Marijana Miljkovic, derStandard.at, 29. Juni 2009)

Kommentar posten
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libertyisland
12
30.6.2009, 23:03
interessant ist ja auch

dass der flö kandidat nur 11 stimmen bekommen hat, obwohl die flö 15 mandate hat. lol, die finden wohl die kandidatInnen der anderen fraktionen selbst besser...

pall_mall
32
schon mal daran gedacht...

... das die flö jedenfalls al mobayad verhindern wollte und deswegen die maurer im 4. wahlgang mit ein paar stimmen unterstützt hat? übrigens sollte die gras der flö dafür dankbar sein anstatt auf sie hinzudreschen...

pr re
01
schon mal daran gedacht...

was nicht rauskommt, wenn die FLÖ - schön gesagt - "mit ein paar stimmen unterstützt"?
und Al Mobayyed nicht verhindern will?
die AG war "jedenfalls" letztes jahr seeehr dankbar, die GRAS weniger.

libertyisland
21

dann hätten sie keinen eigenen kandidaten aufstellen und geschlossen die gras wählen sollen...
aber wenn ich einen eigenen kandidaten aufstelle, sollte ich dem auch mein vertrauen aussprechen...

pall_mall
10
kann man so und so sehen...

... eine geschlossene wahl von maurer hätten die öffentlichkeit und die presse als zeichen dafür sehen können, dass maurer eh super ist. und so hat man halt das geringere übel zwischen al mobayed und maurer ermöglicht durch ein paar stimmen ermöglicht und den unfähigen al mobayad ferhindert. ich finds ok so!

pr re
01
so hat man halt das geringere übel zwischen al mobayed und maurer ermöglicht durch ein paar stimmen ermöglicht und den unfähigen al mobayad ferhindert.

bam.
das grössere übel scheint doch die flö zu sein.

klematis
03
30.6.2009, 18:49
arbeiten für studis

ich finde, nach den vorgängen rund um die sitzung sollten sich alle an der nase nehmen und für die studierenden arbeiten, sowohl in service als auch politik

warum die AG ihren eigenen kandidaten in 2 wahlgängen fast geschlossen nicht wählt ist mir unbegreiflich... solche taktischen spielchen wünschen sich die (ohnehin wenigen wählerInnen) sicher nicht...

Baby's got blue eyes
22
30.6.2009, 20:10

nach dem Wahlergebnis (VSSPÖ 8 Mandate von 85) wollen die Studenten vor allem eines nicht:

Den Vaust, also die Wollner im Vorsitz!!!!

InSearchForI
32
30.6.2009, 17:18

Gesellschaftspolitische Aktivitäten der Studienvertretung sind einfach nur unnötig. Ich dachte, das Wahlergebnis hätte eine klares Signal in Richtung Serviceorientierung gesetzt...

libertyisland
13
30.6.2009, 18:32

schon komisch, dass alle über neoliberale bildungspolitik weinen und dann nicht wollen, dass eine studierendenvertretung das thema neoliberalismus und kapitalismus anspricht...
um nur ein beispiel zu nennen...

InSearchForI
31
30.6.2009, 19:30

Die Bildungspolitik in diesem Land ist viel, aber nicht neoliberal.

pr re
02
viel, aber nicht neoliberal - naja, wie auch ein studium ja auch kein glücksspiel ist, stimmts?!

http://is.gd/1mNd8
Über das Centrum für Hochschulentwicklung und das Projekt Selbstständige Schule nimmt die Bertelsmann-Stiftung auch Einfluss auf die Bildungspolitik, über das Centrum für Krankenhaus Management auf die Gesundheitspolitik. Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft zeigt beispielhaft ein wissenschaftlicher Partner der Bertelsmann-Stiftung, das Centrum für angewandte Politikforschung (CAP).

http://is.gd/1mNbH
Kritiker sehen in der Arbeit des CHE das Vorhaben einer neoliberalen Umgestaltung des Hochschulsystems. Das CHE betreibe Lobbyarbeit in Medien, Politik und Gesellschaft, um die Akzeptanz von Studiengebühren und Eliteuniversitäten zu erhöhen.

http://is.gd/1mNl5
Wie das CHE Politik an Hochschulen macht


noch fragen?!

big blue
31
30.6.2009, 16:25
grüne märchen

fh-club. an der fh studieren oft "arbeiterkinder" (menschen mit realistischen ansichten im gegensatz zu den ganzen mittelschichtlern die sich bei der SJ oder im VSSTÖ herumtreiben). wundert mich, dass die jetzt mit den traumtänzern von der gras zusammen hackeln.

postingname96
01
soweit

ich weiß, haben die sich als inhaltsorientiert präsentiert. dürfte also an den bildungspolitischen inhalten gelegen haben?

stoned monkey
01
30.6.2009, 16:07
Genaue Ergebnisse der einzelnen Wahlgänge

gibt's hier zum Nachlesen: http://is.gd/1j9Pn

spoevpfg .
52
30.6.2009, 15:10
also...

... wenn das der politische nachwuchs ist dann wirds in der politik immer trauriger! die sind ja jetzt schon sowqeit dass sie wie im kindergartenparlament herumspielen - naja vielleicht ist das auch die lösung für die politik!?

Mucosaprolaps
12
30.6.2009, 16:23

Nicht alle anderen werden immer jüger ... sondern der Beobachter wird immer älter.

Queen of Sheba
 
10
30.6.2009, 15:06
FEST - der Name ist Programm !

SochinDani
61
30.6.2009, 15:01

unglaublich schöne frau! da freut man sich von der vertreten zu werden als student :)
jetzt muss nur noch die arbeit passen!

big blue
11
30.6.2009, 16:23

sie studiert PoWI --> das heißt sie landet bei partei oder "parteiwerkstätte". tja, da ist so ein amt natürlich nicht schlecht.

value
 
44
30.6.2009, 15:35

Die Merkel macht trotzdem den besseren Job.

Aber nun sieht man wie so eine naive junge Dame an die Stimmen kommen kann.

Es kann nur besser werden.
55
30.6.2009, 15:32

vor 1,2 Monaten war hier ein Interview mit ihr zu lesen ... ein Trauerspiel. Aber das werden Sie auch noch lernen im Laufe Ihres Lebens, dass körperliche Attraktivität nicht sehr oft mit intellektueller Brillanz oder emotionaler Intelligenz korrelieren.

der bunte faschist
14
30.6.2009, 14:49

hübsch, na gut, aber unwesentlich.

freue mich auf eine (hoffentlich) stabile einheit und konstruktive (und bitte keine weltfremden) vorschläge, damit die öh wieder "politisches gewicht" bekommt.

erster punkt auf der agenda: streichts den psychofeminismus, da kräuseln sich ja einem die zehennägel :-)

ps: zum glück ist al-mobayyed weg, der war vielleicht nervig ...

harald klauser
11
30.6.2009, 14:10

finde das von der aktionsgemeinschaft witzig: wer nicht für sie ist, ist sofort im linken eck. egal, ob das die grünen sind oder die sicherlich äußerst radikalen fachhochschulvertreter.

das haben sie aber auch von ihrer mutterpartei a la fekter und strasser abgeschaut. die wiederum hat das wehleidige herumgezicke von ihrem früheren koalitionpartner gestohlen.

Augenkrebs?
612
30.6.2009, 14:10

(Und hübsch is sie!)

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